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Zum Ende der Seite springen Adria-Törn Sommer 2007 - Reisebericht von Ninja 1 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,00  
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Ninja PTM Member Ninja ist männlich
Maerchenonkel


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Unser Segeltörn im Sommer 07

Ort: Kroatische Adria
Crew: Manuela, Sally (unser Hund) und ein blinder Passagier namens Murphy!

Anreise zum Boot:am 25.6.; das Auto war wie immer voll gepackt und mit Hund! Manuela kommt am 5.7. mit dem Flieger nach Split nach!
In der Nacht vom 25.auf den 26.6. läutet um 03.00 früh das Handy: Manuela ist speiübel! Mein erster Gedanke ist: Abschlussfeier von der Firma! also: „überfressen“! Als sie mir die Symptome schildert verlange ich unseren Sohn und gebe ihm die Anordnung einen Notarzt zu rufen!
Am Morgen hat sich die Situation geklärt: Lebensmittelvergiftung vom Feinsten!
In den kommenden Tagen wird das Boot segeltauglich gemacht. Am 5.6. um 13.20 kommt Manuela in Split an und wird von mir abgeholt! Nachdem wir uns in den Menschenmassen endlich gefunden haben, geht’s zur MARINA KREMIK, wo das Boot steht!

Am Abend macht sich ein Geruch nach verbrannten Kabeln im Boot breit! Da ich, der mit der „Hundenase“ bin, komme ich zu dem Ergebnis: ist nicht von uns, sondern der Wind trägt den Geruch zu uns!
Wir gehen ins Restaurant! Als wir zurück aufs Boot kommen, trifft uns fast der Schlag: stinkender Geruch nach Kabel und Pertinax im Boot; der Schuldige ist bald gefunden, nachdem mir Manuela nebenbei erzählt, dass fast heißes Wasser aus der Leitung gekommen ist! Die Wasserpumpe ist abgebrannt!
No Problem: ich hab eine Reservepumpe dabei! Diese wird eingebaut und funktioniert…nicht!
Ein befreundeter Skipper springt in die Presche und gibt uns eine nagelneue Pumpe! Ich bau sie ein und…. nix geht! Nagelneu und schon hinüber!??! Wir zerlegen das Zeug, finden keinen Fehler, bauen sie zusammen und ..hurra!!! Das Wasser läuft!

Der erste Törn geht nach Norden zur Insel ZIRJE! Unser Hund kennt auf dieser Insel jeden Stein und springt jedes Mal, wenn wir in die Bucht einlaufen (STUPICA VELA)schon vom fahrenden Boot ins Wasser, schwimmt ans Ufer, rennt zu unseren Bekannten, die ein Restaurant betreiben und frisst sämtliche Knochen, die seit dem letzten Sommer dort umliegen!
Fazit: totale Verstopfung, nix geht mehr!
Nach drei Tagen wird die Sache kritisch. wir setzen uns mit unserem Tierarzt in Verbindung: mit Gummihandschuh und ölgefüllter Injektionsspritze (ohne Nadel!) wird das Hintertürl von Sally wieder „gängig“ gemacht! Für den Hund ein Drama!!! Meine Hand ist nachher total zerkratzt und hat einige Bissspuren!
Wir fahren weiter nach Norden, zur Insel IZ, wo wir Freunde besuchen. Mit 60 Liter Olivenöl geht es anschließend nach SIBENIK, in eine Marina, die neu gebaut wurde (MANDALINA) und wir bei einem Freund eingeladen sind! Wir werden gefüttert bis wir platzen! Oktopusgulasch und solche Delikatessen! Die zwei Kanister mit dem Öl werden bei ihm deponiert (wir holen sie am Ende des Urlaubs bei ihm ab).
Dann geht’s endlich Richtung Süden!

ROGOZNICA ist unsere nächste Station, wo wir uns mit der Segelyacht „LA SANTANA“ treffen, Freunde aus Innsbruck! Wir ankern in einer kleinen Bucht und ich versuche den Fehler beim unserer Eisbox zu finden, da sie zeitweise Aussetzer hat! Das ist ein Kühlsystem, wo der Kühlkompressor über Keilriemen von der Maschine angetrieben wird! Der Sicherungsautomat fliegt in immer kürzeren Abständen raus! Ich überbrücke das Relais: nix! Ich wechsle es aus: nix! Ich überbrücke den Sicherungsautomat: nix! Wechsle den Sicherungsautomat: nix! Ich zerlege das Thermostat: nix! Es funktionier nach jedem „Arbeitsgang, aber nicht lange!
Schließlich dämmert’s mir: es kann nur noch in den Kabeln ein Fehler sein! Nach endloser Suche komme ich zu dem Schluss, dass nicht die Kabel sondern die Magnetkupplung am Kompressor Schuld sein muss!
Also: von nun an gibt’s nur noch Getränke mit „Raumtemperatur“!
Nach einigen Zwischenstationen laufen wir die UVALA SOLINE auf SVETI KLEMENT an! (bei HVAR)

Nach dem dritten Mal hält unser Anker in dem verkrauteten Boden! Aber der Platz gefällt mir nicht so richtig! Also nochmals Anker auf! Die Ankerwinsch leiert und leiert, wird immer langsamer und als der Anker endlich heroben ist bekomme ich runde Augen; über den Anker hängt eine neue 10mm starke Ankerkette! Mein Oberstübchen sagt mir sofort: wo eine Kette ist, ist auch ein Anker!!
Also hoch damit! Denkste da geht nix! Wir haben anscheinend die Kette genau in der Mitte erwischt und bei solcher Kettenstärke sind meistens 60-70 Meter normal! Mit den dazugehörigem Anker (ca.25kg) sind das lockere 200 kg Eisen!! Nachdem ich eine Stunde lang alles Mögliche probiert habe, musste ich die Kette mit Tränen in den Augen wieder loslassen!

Unser Törn führt uns schließlich zur Westspitze KORCULAs in die UVALA GRADINE!
Beim Ankermanöver kommt mir etwas komisch vor: der Rückwärtsgang geht schlecht raus!!!
Ich kontrolliere die Bouwdenzüge: alles paletti!! Ich finde nichts!
Nächster Tag: wir wollen Richtung OREBIC! Wir fahren los! Kein Wind! Als wir zum Kanal von KORCULA kommen, der liegt zwischen Korcula und der Halbinsel PELJESAK, fängt der Mistral zu blasen an(ein Wind aus Nordwest) und wir setzen die Segel! Jetzt segeln wir vor dem Wind und wir haben das Großsegel auf der rechten und das Vorsegel (Genua) auf der linken Seite (nennt man „Schmetterling“). Der Wind frischt in kurzer Zeit ordentlich auf und als wir vor dem Kanal stehen, beschließen wir, das Großsegel weg zu geben und nur mit der Genua vor dem Wind uns durch den Kanal blasen zu lassen! Dazu müssen wir das Schiff in den Wind stellen (mit dem Bug gegen den Wind) damit wir das Großsegel runterholen können!
Motor wird gestartet und Manuela steht am Ruder und soll das Boot gegen den Wind und Wellen, die schon ziemlich heftig sind, halten! Ich turne zum Mast und gib Anweisung zum Wegreffen! Nur das Schiff will sich nicht in den Wind stellen und steht quer zu den Wellen, ich brülle zurück warum sie nicht endlich Gas gibt damit sich das Boot dreht! Der Motor heult auf, aber es tut sich nichts!!! Mich trifft halb der Schlag! Ich zerre das Segel mit Gewalt runter binde es fest und springe dann zum Steuer und probier selbst: es tut sich wirklich nix, der Motor heult auf aber wir machen keinen Meter!
Erster Gedanke: Getriebe im Arsch! Darum auch das Prob mit dem Retourgang!
Zweiter: im günstigsten Falle haben wir den Propeller verloren (ist aber absolut lächerlich der Gedanke! Habe den Prob selbst montiert! Kann nicht sein! Also doch Getriebe!?!?!)

Und dritter Gedanke: WAS machen wir jetzt? Nur unter Genua, ohne Motor, bei einem Lüftchen mit 7 Windstärken, das im Kanal noch um etliches zunimmt!
Wir sind genau vor der Kanaleinfahrt, "zurück" ist unter diesen Umständen nicht mehr möglich!
Die einzige Möglichkeit die wir haben ist: kurz nach der Einfahrt ist rechts die UVALA KNEZE! Wenn wir Glück haben und die Bucht ist leer, können wir dort mit der Genua aufkreuzen und ankern! (Aufkreuzen ist: im Zick-Zackkurs gegen den Wind fahren)
Die Knie beginnen leicht zu zittern! Manuela muss nach dem letzten Schlag (Zick ist ein Schlag- und Zack ist ein Schlag ;o)!) sofort nach vorne zum Anker und wenn das Boot zum Stillstand kommt, sofort den Anker runterlassen! Dabei kann ihr die Genua, die wie wild im Wind umherschlägt, leicht den Schädel einschlagen!
Wir rauschen in die Bucht und sie ist propenvoll mit großen und kleinen Booten! Der erste Schlag, die Genuaschot verhakt sich irgendwo, wo sie noch nie hängen geblieben ist, das Manöver ist versaut! Abfallen, neuer Anlauf! Alles geht gut! Zweiter Anlauf: wieder bleibt die verdammte Leine wo hängen, das Segel schlägt wie wild umher! Endlich löst sich die Leine, ich muss sie nur dicht holen! aber in der Zwischenzeit sind wir weit abgefallen und vor uns steht ein großes Motorschiff! Anluven, anluven so weit als möglich! Wir müssen vorbei! Auf dem Motorschiff (ein Engländer) bekommen sie große Augen, als wir auf sie zurauschen! Ich trimme die Genua noch bis zum Maximum, das Schiff legt sich über! Zwischen der Mastspitze und dem Engländer sind keine 5 Meter Zwischenraum, aber wir kommen vorbei! Das Boot läuft aus,(bleibt stehen) Manuela flitz nach vorne (auf den Knien) Kopf unten, ober ihr vollführt das Segel einen Höllentanz, der Anker fällt, das Boot treibt zurück, ich reffe sofort die Genua weg und jetzt beginnt das bange Warten, ob auch der Anker hält! Ich bringe mit dem Beiboot den zweiten Anker aus und Gott sei Dank beide halten!!
Danach tauche ich sofort unter das Schiff: wenn’s das Getriebe ist, wird es sehr teuer!
Es ist Gott sei Dank „nur“ der Propeller! Er ist weg!!!
Warum, wieso: keinen blassen Schimmer!
Durchatmen:
Das nächste Problem: wir liegen in einer Bucht, ohne Motor, die nächste Stadt ist meilenweit weg! Es ist Donnerstag!
Ich telefoniere mit der Marina in Korcula, ob es dort eine Volvovertretung gibt! Ja sie haben eine! Ich rufe dort an und schildere unser Problem: wir brauchen einen neuen Propeller samt Kappe und Schraube! Leider hat er keinen, aber er kann in Split einen bestellen! Er wird uns anrufen! Denkste!!
Am nächsten Tag rufe ich wieder an. Ja er bekommt einen, aber nicht denselben, sonder etwas größer und mit einer kleineren Steigung! Ok! Macht nichts! Aber erst am Montag!
Uiiii ! wie wird das Wetter??? Die nächsten Tage sollen ruhig bleiben! Wir haben aber keine Wahl!
Jede Nacht stehe ich mehrmals auf um die Anker zu kontrollieren!

Sonntag: das Handy läutet und ein Segelkamerad meldet sich und fragt wo wir sind! Er ist eben von der Westspitze Korcula nach Korcula-Stadt unterwegs! Wir machen einen Freudensprung! er muss genau an uns vorbei! Wir schildern ihm unsere Situation! Er kommt natürlich!
Als die Segelyacht „LAPISLAZULI“ eintrifft, ist die Freude groß! Dann lesen/hören wir den Wetterbericht: NO 40-60 Knoten, anschließend auf NW drehend; 60 Knoten Wind! Wir müssen hier weg! Sofort!
Wir beschließen am nächsten Tag zeitig in der Früh (06.00), dass unser Boot von der „LAPISLAZULI“ an den Haken genommen wird und sie uns nach OREBIC schleppen!
Das Wetter ist noch ruhig, das Wasser glatt! Als wir hinter der Mole von Orebic liegen, fällt uns allen ein Stein vom Herzen! Jetzt kann das Wetter verrückt spielen, wie es will!

Montag fahre ich mit der Fähre rüber nach Korcula um den Propeller abzuholen! Leider hat der Propeller ein ganz anderes Maß als angegeben! Er ist kleiner und hat weniger Steigung! Das heißt: ich muss mehr Stoff geben um vorwärts zu kommen und bin langsamer unterwegs! Aber was soll’s! Wir haben keine Wahl! Und nach der Aussage des Volvo-Chefs: er hofft, dass wir bald wieder einen Propeller brauchen, bin ich am überlegen, ob ich ihn nicht in den Arsch treten soll!
Er hat schlappe 4000.- Kuna auf die Kralle verlangt! Das sind 580.-€ ! Ohne Rechnung!!
Wir sind wieder unterwegs, leider etwas langsamer, aber wir fahren! Wie meistens wenn wir unterwegs sind, ist entweder sehr starker Wind oder keiner! Wir haben keinen! Es geht jetzt Richtung HVAR zurück!

Und irgendwann treffen wir wieder in unserer Marina ein! Wo wir bei Freunden „versumpfen“!

Es waren zwei schöne Monate mit viel Sonne, wenig Regen, einigen Aufregungen, wir trafen wieder viele Bekannte und einige Freunde!....

....und Murphy! schmunzeln

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Flugstatistik

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Ninja am 16.09.2007 13:20.

28.08.2007 13:54 Ninja ist offline E-Mail an Ninja senden Homepage von Ninja Beiträge von Ninja suchen Nehmen Sie Ninja in Ihre Freundesliste auf
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