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Nummer 7. Nach Ihuru, Angaga, Vilamendhoo, Reethi Beach, Eriyadu und Velidhu führte uns die Sehnsucht nach Helengeli. Was uns wichtig ist: Ruhe, Malediven-Flair, schnorchelfreundliches Hausriff, angenehme Tauchbasis mit ausgewiesenermaßen interessanten Tauchplätzen. Und natürlich, dass die Insel Protect the Maldives unterstützt.

Helengeli ist die bislang untypischste Insel, die wir besucht haben. Lang und schmal liegt sie im Nordosten des Nord-Male-Atolls quer zum Außenriff. Mehr als ein Drittel betritt der Tourist normalerweise nicht, weil dieser östliche Teil dem Staff und den Funktionseinheiten der Insel reserviert ist. Dort auch kein Strand, sondern Schutt. Also verpasst man nichts. Aber der so gerne zitierte Rundgang um die Insel kann auf Helengeli nicht stattfinden. Den einzigen akzeptablen Strand gibt es auf der Nordseite (Aussage bezieht sich auf Nordost-Monsum!). Dort aber umso schöner mit der riesigen Landzunge.



Da die Insel mit 50 Bungalows nicht übersiedelt ist, reicht der Strand für alle. Man muss sich aber, wenn man einen Bungalow auf der Südseite hat, entweder mit dem schattigen Platz vorm Bungalow zufrieden geben oder aber gen Norden wandern, um dort das Insel-Feeling zu erleben. Bei mindestens 50% Tauchern unter den Gästen ist immer genügend Platz. Es gab definitiv Momente, in denen wir uns fragten, ob wir die Evakuierung verpasst haben.



Auf dem Bild zu sehen: 1-6 = Einstiege ins Riff. Die Nummern 1-50 sind die Nummern der Bungis. D = Deluxe-Bungi, T = Tauchschule (ab hier Staff-Area)

Es herrscht ein absolute Ruhe auf der Insel. Ich ertappte mich beim Flüstern, weil ich die Ruhe nicht stören wollte. In der Bar wird nicht mal Musik gespielt. Der Generator ist am anderen Ende der Insel. Und durch die Lage "ganz oben außen" gibt es auch keinen Bootsverkehr. Ein paar Mal pro Woche landet das Wasserflugzeug, und selbst das in der gegenüberliegenden Lagune, wo man mit dem Dhoni zur Insel transferiert wird. Es ist so ruhig, dass man neue Geräusche erlebt. Zum Beispiel das Geklacker der Einsiedlerkrebse, die sich rudelweise um die Pfütze unter der Klimaanlage streiten.



Oder das Gezirpe der zahlreichen Geckos. Was dazu nicht ganz passt, sind die Doppelbungalows. Denn plötzlich werden selbst gut isolierte Nachbarn gut hörbar. Mehr Negatives lässt sich zu den Bungalows nicht sagen. Sie strahlen keinen Luxus aus, sind aber das, was wir erwarten: zweckmäßig, sauber, nett. Das offene Bad ist spitze und mit einer zusätzlichen Kaltwasserdusche in der Sonnenecke sinnvoll erweitert.

Das Hausriff -- Killerkriterium für unsere Inselauswahl -- hat uns nicht enttäuscht. Es hat uns auch nicht umgehauen. Es gibt Bereiche, wo schöne Korallen nachwachsen, es gibt aber auch breite Abschnitte, die in Trümmern liegen. Das zum Bewuchs. Der Fischreichtum ist großartig. Schwärme von Buckelschnappern, Blaustreifenschnappern, Rotzahndrückern, Nasendoktorfischen, dazu bei jedem Schnorcheln Schildkröten, zwei große Igelrochen in der Hafenlagune, Kraken, schwarmweise Sepien, Thunfische, Napoleone, riesige Zackenbarsche, Weißspitzenriffhaie, Steinfische, Drachenköpfe, Langusten ... alles! Eine fantastische, lebhafte Fauna, die jeden Schnorchelgang besonders gemacht hat. Schwarzspitzenriffhaie gibt es auf Helengeli nicht nur die Junioren in der Lagune, sondern auch die Senioren, die morgens, abends oder besonders nachts häufig zu sehen sind. Wieder untypisch.



Auch untypisch und defintiv für zukünftige Besucher erwähnenswert ist die Strömung am Hausriff. Die Insel liegt quer zum Außenriff, hat also im Norden und Süden kanalartige Bedingungen. Während unserer Zeit im Februar, blies der Nord-Ost-Monsun permanent eine einlaufende Strömung am Hausriff entlang. Egal, ob Ebbe oder Flut, es strömte immer ins Atoll hinein. Und das mit einer Kraft, die niemand unterschätzen sollte. Im schlimmsten Fall versucht ein Anfänger ohne Flossen ins Riff zu schnorcheln. Der hat ein ernsthaftes, lebensgefährliches Problem. Mehrfach gesehen. Für den erfahrenen Schnorchler ist das alles kein Problem, man lässt sich einfach von einem der jeweils drei Eingänge (Nord + Süd) zum nächsten treiben. Oder man sucht sich ein bisschen Strömungsschatten über dem Riff. Aber bitte, liebe Anfänger, versucht euch nicht ohne Flossen mit der Strömung anzulegen -- ihr werdet verlieren.

Das Schöne an viel ins Atoll einlaufender Strömung ist: gute Sicht. Wir hatten noch nie so gute Sicht beim Tauchen und beim Schnorcheln. Der Nachteil dieser Jahreszeit: wenig Plankton, deswegen sind Mantas und Walhaie auf der anderen Seite des Atolls. Dafür gibt es aber Ganztagesausflüge zum Boduhiti Thila sowohl für Taucher als auch für Schnorchler.



Womit wir beim Tauchen wären. Die von Uwe Hillen -- mit 7 Jahren auf Helengeli ein Urgestein auf den Malediven -- geführte Basis ist absolut perfekt organisiert. Hier fühlt man sich richtig wohl. Die Abläufe sind perfekt, der Umgang mit Tauchern basiert nicht auf der Zahl der im Lügbuch notierten Tauchgänge, sondern dem Eindruck, der unter Wasser hinterlassen wird. Es gibt keine A- und B-Taucher. Im Aushang jeden Abend steht der Schwierigkeitsgrad und wenn da steht "schwierig/starke Strömung", dann kann man sich darauf verlassen, dass das auch genau so eintreten wird. Jeder kann dann selbst entscheiden, ob er sich das zumuten will. Und wenn wir dachten, wir hätten schon einiges an "starker Strömung" erlebt, so gab es hier doch Plätze, die einem beim Festkrallen am Riff fast den Arm ausgekugelt haben.



Auf den Booten waren die bislang aufmerksamsten Crews tätig, die wir kennen gelernt haben. Das sind so Kleinigkeiten, die den Unterschied machen. Man wusste, dass ich filme, also waren unsere Körbe mit dem Gerödel immer schon am Ende der Bank Richtung Kapitän deponiert, weil dort auch das Gehäuse geparkt werden würde, oder dass man nicht einfach an einem Rudel Delphine vorbeifährt, sondern die Richtung ändert und den Motor drosselt, damit die Touris was davon haben. Auch konnte man nach dem Tauchgang kaum die Maske abnehmen, da war das Equipment schon zerlegt. Super! Hier war der Dollar, den die Basis pro Person und Tauchgang für die Crew abkassiert gut investiert.
Die Tauchplätze bieten für jeden Geschmack etwas. Es gibt Hai-Tauchplätze mit grauen Riffhaien en masse, Höhlen mit Weichkorallen, "ich biete alles"-Tauchplätze und vor allem die Tauchplätze, an denen man den katastrophalen El-Ninjo vergisst. Unbedingt den neu entdeckten Platz "Mikes Place" anfahren. Diese Hartkorallen-Plätze waren unser Highlight. Fische ohne Ende, super Sicht und an jeder Ecke was zum Bestaunen. Nach Eriyadu hat nun auch Helengeli gezeigt, dass sich das Nord-Male-Atoll nicht zu verstecken braucht. Wenn ich das Tauchen mit Velidhu (Ari Atoll) vergleiche, dann war Helengeli um eine Klasse besser.
Die Menschen der Basis runden das gute Bild ab. Es herrscht eine sehr lockere, freundlich-fröhliche Stimmung, die dem Gast immer das Gefühl gibt, hier gerne gesehen zu sein. Haben wir auch schon anders erlebt. Tauchbasis und Tauchen: 10 von 10.



Weitere untypische Eigenschaften von Helengeli. Die Insel ist VOLL mit Einsiedlerkrebsen. Ich möchte nicht von einer Plage sprechen, aber wer abends ohne Taschenlampe quer über die Insel läuft, wird vermutlich hundert Einsiedlerkrebse in den Sand treten. Superwitzig, denn so ist man nie alleine. Wenn man auf der Liege (ohne Auflagen -- Luftmatratze mitnehmen! ) liegt, kommt immer irgendein Krebs vorbei. Wer eine Volkszählung machen will, braucht nur abends bei den Wasserschläuchen der Klimaanlagen vorbeizugehen, oder unter den Bäumen zu gucken, die diese runden Früchte abwerfen.
Neben den kleinen gibt es auch große Krebse, jede Menge Geckos und maledivische Schönechsen, Fischreiher, mehrere mir nicht bekannte Wasservogelarten, Flughunde und doch einige Palmhörnchen. Kakerlaken nur vereinzelt. Alles in allem trotz der wöchentlichen Sprüherei eine sehr lebhafte Besiedlung der Insel.



Preise sind untypisch klein. Wasser 2,50 Dollar. Jeden Abend in der Bar Happy Hour mit "Buy one, get one free". Die Bar ist extrem angenehm mit Blick auf den Sonnenuntergang. Und nicht allzu selten kommen Delphine vorbei.



Der angeschlossene Pool wird von den Kindern dankend angenommen. Denn es fehlt eine typische Badelagune. Wer schwimmen will, muss entweder in die Hafenlagune oder außerhalb des Riffs. Hafenlagune heißt im Übrigen, dass Helengeli tatsächlich einen Hafen hat. Eine optische Grausamkeit aus Beton, die zum Glück die Südseite nicht weiter verschandeln kann. Der Steg, der nun nutzlos ist, weil man ja den Hafen hat, wurde während unseres Aufenthalts notdürftig geflickt, damit er nicht einbricht. Rost hat den Kampf gewonnen, die Stahlstreben sind teilweise nicht mehr existent.

Gibt es auch noch typische Dinge? Ja. Das Essen ist sehr durchschnittlich von der Auswahl. Die Qualität ist hoch, alles prima. Wenn das Wetter passt, wird am Strand gegessen. Für die Angestellten ein Mehraufwand, aber für den Gast sehr nett. Und doch wieder untypisch: es gibt keinen festen Tisch, man setzt sich hin, wo Platz ist. Mirakulöserweise merken sich die Kellner die Gäste, so dass man immer denselben Kellner hat.

Fazit:
Helengeli hat kaum Palmen, es gibt nur an der Nordseite ordentlichen Strand, in der Bar wird keine Musik gespielt, die Auswahl an Essen ist durchschnittlich, die Doppelbungalows sind nicht so der Hit. Wer will da schon Urlaub machen? Ich. Jederzeit wieder. Am liebsten morgen.

14.03.2006 23:53 Joern is offline Send an Email to Joern Homepage of Joern Search for Posts by Joern Add Joern to your Buddy List
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