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Reisebericht Gangehi März 2019

Das 18. Jahr meiner Malediven-Reisen führte mich nach Gangehi. Ein kleines, halbwegs bezahlbares Eiland im Nord-Ari-Atoll mit Zugang zu guten Tauchplätzen und einem gut beschnorchelbaren Hausriff waren die ausschlaggebenden Kriterien. Dies sind meine Eindrücke.

Sehr positiv hervorzuheben ist die isolierte Lage. Trotz Einheimischeninsel Mativeri in Sichtweite kaum Bootsverkehr und somit wirklich angenehme Ruhe. Die Insel beherbergt 45 Bungalows, also maximal 90 Gäste sowie 96 Angestellte. Wegen der vielen Halbwasserbungalows, dem Restaurant/Bar-Komplex und dem bemauerten Hafen ist an eine Inselumrundung nicht zu denken. Die Strandsituation wäre maximal eine Note 3, wenn da nicht diese tolle, ewig lange Sandbank wäre, die absolut traumhaft ist und alles rausreißt.



Obwohl die Insel ausgebucht war, gab es jede Menge Platz und man begegnete wenigen anderen Gästen, die zu 80% aus Italienern bestehen. Jeder Bungalow hat 2 nummerierte Holzliegen mit fest installiertem Sonnenschirm am Strand. Die Insel ist sehr zugebaut. Es gibt kaum ungenutzte Flächen. Doch im Laufe der 35 Betriebsjahre hat sich eine üppige Vegetation entwickelt, die viel Schatten spendet und wunderschön ist. Das Gärtnerteam ist ständig unterwegs und pflegt, pflanzt und putz allerorten.
Gewöhnungsbedürftig ist das Wegekonzept auf der Insel: jeder Weg ist ein Steg. Wozu das gut sein soll erschließt sich mir nicht, außer dass man sich an einigen Stellen, die direktem Sonnenlicht ausgesetzt sind, verbrannte Fußsohlen holt, weswegen ich erstmalig die Empfehlung ausspreche, Latschen mitzunehmen.



Zu Spa, Fitnessraum, Fernsehzimmer, Bibliothek und Bar kann ich nichts sagen. Die einzige Animation ist ein freundlicher Gitarrist, der abends ein paar akustische Lieder spielt. Sonst keine Bespaßung. Kostenlos gibt es Kajaks, Wasseryoga und Schnorcheltouren vom lokalen Meeresbiologen betreut. Die Insel hat eine Kooperation mit einer italienischen Universität. So gelangen regelmäßig wechselnde Meeresbiologen auf die Insel und stehen den Gästen auch jeden Abend für alle Fragen zur Verfügung. Tolles Konzept!

Die Bungalows sind in 3 Kategoriern unterteilt. Die billigsten sind im Erdgeschoss der Staff-Unterkunft in der Inselmitte ohne Sichtzugang zum Wasser. Sie sind einfach und zweckmäßig mit einer tollen Matratze und in sehr gutem Zustand. Ich habe weder Kakerlake, noch Palmhörnchen oder Mücken gesehen. Die Strandbungalows sind doppelt so groß und mit großer Terrasse. Sehr stilvoll und geräumig. Mit die schönsten, die ich bisher bewohnen durfte. Man bekommt jeden Tag eine große Flasche Wasser aufs Zimmer gestellt, leider Einweg.
Das Essen ist von exzellenter Qualität und sehr vielfältig, dabei nicht unangenehm italienisch, sondern mit vielen verschiedenen Einflüssen. Auch Vegetarier werden satt. Das Nachtischbuffet verführerisch. Das gesamte Inselpersonal ist ausgesprochen freundlich und aufmerksam. Alle sind sichtlich bemüht, ihren Teil für einen tollen Aufenthalt der Gäste beizutragen.



Schnorcheln und Hausriff. Das ist leider der Bereich, in dem die Insel am schlechtesten abschneidet, wo er mir doch so wichtig ist. Zum Schnorcheln gibt es zwei Bereiche: von Osten nach Norden, auf der Insel Coral Pass genannt, und von Osten nach Westen am Kanal entlang, Kandu Pass genannt. Der Coral Pass zeigt beindruckend tote Korallenwüsten. Der Kandu Pass auch, aber er führt südlich der Bar an einem halbwegs akzeptablen Bereich vorbei, der gleichzeitig auch der interessanteste der Insel ist. Hier lebt eine recht scheue Adlerrochenfamilie sowie jede Menge anderer Fisch, wie man es erwartet. Haie gibt es viele Schwarzspitzen und einige Weißspitzen sowie auch mal Graue. Wer lebende Korallen sehen will, muss dem Kanal sehr weit Richtung Westen folgen. Dort gibt es einige schöne, große Porites-Blöcke mit den dazugehörigen Bewohnern. Von Muränen über Feuerfische bis Garnelen gibt es da einiges zu entdecken. Die Tour sollte aber unter Berücksichtigung der Strömung geplant werden, die im Kanal schon mal zornig sein kann. Ist nicht so schlimm, weil man zur Not einfach durch die Lagune wandert bis man wieder auf die Sandbank gelangt. Am Ende des Kanals liegen zwei Tauchplätze, an denen sich zu Zeiten des Nordost-Monsuns Mantas einfinden. Ab und zu verirrt sich auch mal einer in den Kanal, was natürlich jedes Schnorchlerherz höher schlagen lässt.



Der Weg nach Norden ist weitgehend uninteressant. Es ist einfach nicht sonderlich viel los. Die Riffkante liegt relativ tief. Die Korallen sind tot. An der östlichen Riffkurve lockt die Strömung manchmal größere Tiere an und es ist ein bisschen mehr los. Das ist Jammern auf recht hohem Niveau. Natürlich sieht man alle üblichen Verdächtigen und man kann viel Zeit beim Schnorcheln verbringen. Wer aber seinen Schwerpunkt auf Schnorcheln legt und jeden Tag 4-5 Stunden im Wasser sein will, dem rate ich zu anderen Inseln.



Tauchen war hingegen toll. Stefano und sein Team haben zwei Boote im Zugriff und fahren vormittags für einen Two-Tank-Dive raus. Dank Inselzeit Male+1 fährt man um 08:30 los und beendet den ersten Tauchgang, wenn Boote anderer Inseln eintreffen. Sehr schlau und ein weiterer Pluspunkt dieser Inselzeit. Nachmittags je nach Gästeaufkommen - kann auch mal kein Boot rausfahren. Wir waren maximal 5 Taucher an Bord und kamen in den Genuss individueller Betreuung und konnten auch Wünsche zu Tauchplätzen angeben. In noch keinem Urlaub habe ich so viele Mantas gesehen.



Und so viele wunderbare Riffe voller intakter Korallen. Stefano kennt sich super aus und führt zielsicher zu tollen Tauchplätzen, zu denen auch die ganzen berühmten des Nord-Aris gehören, von Hafza über Maaya bis Fish Head. Es gibt irre Weichkorallenformationen und auch Plätze mit 90% lebendem Hartkorallenbewuchs.



Der Service ist überragend - es gibt Handtücher, Wasser, Tee, Kekse, Kokosnuss und man muss weder irgendwas aufs Boot schleppen noch sich um Zusammenbau oder Reinigung kümmern. Toll. Das hat viel Spaß gemacht und so kommt Gangehi definitiv auch für Gäste mit Schwerpunkt Tauchen infrage.



Müllmäßig war es erneut ein sehr trauriges Schauspiel. Weiterhin fährt man keine Minute, ohne auf Plastik oder anderen Müll zu treffen. Nach einem Tauchgang sind wir inmitten einer frischen Bootsentleerung aufgetaucht, oder was auch immer diese Mischung aus Schlamm-/Ölfilm und Plastik war. Bei einem Schnorchelgang trieb ein riesiges Plastikfeld herum. Ich kam als laufender Kubikmeter aus dem Wasser - hatte so viel es ging unter mein Schnorchelshirt und in die Hosen gestopft. Sehr traurig.

Fazit? Gangehi ist ein sehr sympathische, superruhige und hübsche Insel, auf der man einen tollen Urlaub verbringen kann. Insbesondere Taucher profitieren von hervorragenden Plätzen ohne Massenansturm und können den Top-Service der Tauchbasis genießen.


Und hier ist Joern's Video:

21.03.2019 13:58 Joern is offline Send an Email to Joern Homepage of Joern Search for Posts by Joern Add Joern to your Buddy List
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