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Zum Ende der Seite springen Filitheyo 2018-03-27 - Reisebericht von Joern 2 Bewertungen - Durchschnitt: 10,002 Bewertungen - Durchschnitt: 10,002 Bewertungen - Durchschnitt: 10,002 Bewertungen - Durchschnitt: 10,002 Bewertungen - Durchschnitt: 10,00  
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Text Filitheyo 2018-03-27 - Reisebericht von Joern Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Reisebericht Filitheyo März 2018



Meine Erwartungshaltung war relativ klein. Eigentlich hätte ich gerne noch mal Bathala gebucht, aber die ist ja geschlossen (und wird angeblich Ende 2018 wiedereröffnet, inkl. Werner Lau-Basis). Für mein Beuteschema viel zu groß und ein nicht so gerühmtes Hausriff. Um es vorweg zu nehmen: man kann auf Filitheyo eine gute Zeit haben.

Einer der großen Vorteile der Insel ist, dass man alleine im Atoll ist. Keine Boote, keine Wasserflieger, keine anderen Taucher an den Plätzen. Das ergibt eine wunderbare Ruhe. Ebenfalls wunderbar ist das Dschungelfeeling, das im Inneren aufkommt. So viele Palmen, riesige Palmen, toll. Es gibt aber dadurch recht wenige Wege, so dass man nicht wirklich viel wandern kann. Zumal man die Insel am Strand nur halb umrunden kann. Und es gibt immer viel zu tun für die Gärtner. Das alles instand zu halten ist eine riesige Aufgabe.
Es wird gesprüht und ich hatte keinen Mückenstich. Ich bin auch die ganze Zeit barfuß gelaufen. Nachts gibt es eine ausreichende Beleuchtung auf den Wegen. Empfindliche Füße sollten trotzdem Latschen dabei haben. Das gilt auch für den Strand, der sehr mit Korallenbruch durchzogen ist, ebenso die Lagune.
Die Strandsituation ist gut. Man kann vom Nordosten bis zum Südosten unabhängig von der Gezeit am Strand laufen. Am Nordzipfel gibt es dann eine kleine strandlose Ecke, daneben im Osten noch einen großen Strandabschnitt.



Im Gegensatz zu einigen Berichten ist dieser Bereich bungalowtechnisch durchaus empfehlenswert (113-126). Den besten Strand haben die Deluxe Bungalows im Süden, aber auch für die Bungalows 39 bis etwa 100 gibt es genug Strand (im März). Bei den Standards war meine Nummer 76 ganz hervorragend, weil toller Strand und direkt am Verbindungsweg zur anderen Inselseite (Restaurant, Tauchschule), so dass man nur einen Halbtagesmarsch machen musste.
Die Bungalows sind alt, aber einwandfrei. Die Matratze ist hart. Es gibt viel Platz und das offene Bad mit separatem Zugang ist prima. Es gibt nummerierte Liegen und Auflagen, so dass es keinen Liegenstress gibt. Man bekommt 2 l Wasser in wiederverwendbaren Glasflaschen vom Roomboy jeden Tag hingestellt. Das ist vorbildlich!
Auffallend fand ich: es gibt fast keine Ameisen. Hatte ich noch nie. Wenige Flughunde, wenige Vögel, wenige Echsen, viele Einsiedlerkrebse. Ein paar wenige Palmhörnchen. Beim morgendlichen Gang zum Sonnenaufgang durfte ich frisch geschlüpfte Schildkröten auf ihrem beschwerlichen Weg zum Wasser beobachten. Einmalig.
Das Essen ist sehr abwechslungsreich und von hoher Qualität, zumindest der vegetarische Teil davon. Immer mehrere Currys, Salate, Beilagen, Soßen, Brote … top. Kellner, sowie überhaupt das gesamte Personal, superfreundlich und zuvorkommend. Toporganisiert und ein irrer Aufwand, der für die große Menge Touristen und Angestellten in der Küche betrieben wird. Man bekommt einen festen Tisch zugewiesen. Der gesamte Restaurantbereich ist offen gestaltet, sehr weitläufig mit viel Platz für jeden Tisch, und mit Sand ausgelegt.



Trotz der Größe kommt durch aus authentisches Feeling auf. Alleine der schöne Strand mit den vielen tollen ins Bild ragenden Palmen … wunderbar. Ein schöner langer Steg fehlt tatsächlich etwas, zumindest für diejenigen, die gerne von dort aus das Leben im Wasser beobachtet haben. Schwimmfreunde und Kinder werden sich an der flachen Lagune stören, die zudem voller Korallenschutt ist. Die Lagune ist ziemlich tot. Sehr wenige Babyhaie, sehr wenige Rochen, keine Köderfischschwärme. Im Süden ziemlich veralgt.



Das Hausriff hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Auf der einen Seite haben erstaunlich viele Korallen die 2016er-Bleiche überlebt, auch oberhalb von 5 m. Der Riffkantenbereich und die ersten Meter in Richtung Insel sind voller intakter großer Blockkorallen (Porites), die das Riff hier schon immer dominiert haben.



Verästelte Steinkorallen (Acroporas) haben das Riff hier nie dominiert, aber es haben etwa 30% über 5m überlebt, was deutlich über dem Schnitt ist. Die wenigen Tischkorallen, die es gab, sind wie überall allesamt tot. An vielen Stellen sieht man Nachwuchs, das ist gut.



Der schönste Schnorchelbereich ist die gesamte Nordseite. Der große Bogen im Westen sowie fast der gesamte Bereich auf der Südseite sind recht uninteressant und vor allem über 5 m komplett tot. Hier gibt es nur ganz im Südwesten ein paar schöne Überhänge, die man auch erschnorcheln kann, und einen kleinen Fledermausfischschwarm, dessen Mitglieder sehr neugierig sind.



Insgesamt gibt es einen Großteil der üblichen Verdächtigen zu sehen. Allerdings ist die Biomasse bedeutend kleiner als zum Beispiel auf Bathala. Zwar gibt es ein paar Buckelschnapper- und Wimpelfischschwärme und jede Menge Rotzahndrücker, aber es kommt nie der Eindruck auf, man könne vor Fischen kaum gucken. Viele Adlerrochen, viele Kraken, viele Zackenbarsche, dafür sehr wenige Haie, nahezu keine Thunfische, keinerlei Sepien, nur vereinzelt andere Rochenarten. Mindestens drei Schildkröten.



So bin ich trotzdem gerne geschnorchelt, aber nur im Norden zwischen den Einstiegen 7 und 4. Alles bezieht sich nur aufs Schnorcheln, tauchen war ich am Hausriff nur zum Checkdive und das war mit den beiden Wracks durchaus interessant. Wer allerdings ein Holzboot als Attraktion versenkt, hat den starken Verfall natürlich zum Konzept gemacht.



Tauchen mit Werner Lau bedeutete auch auf Filitheyo: super Organisation, ausnahmslos nette Menschen, sehr gutes Leihequipment. Es gibt eine Vielzahl von Tauchplätzen, die zweimal pro Tag mit (zu meiner Zeit) zwei Booten angefahren werden. Für das blaue Boot muss man ziemlich strömungsresistent sein, während das rote Boot leichter zu betauchende Plätze innerhalb des Atolls anfährt. Ich hatte nicht viel Glück. Zumindest möchte ich nach 10 Tauchgängen keine Rückschlüsse auf die grundsätzliche Abwesenheit von interessanten Fischen ziehen, ich traue mich lediglich zu sagen, dass ähnlich wie am Hausriff der Eindruck zurückbleibt, dass die Biomasse insgesamt kleiner ist in diesem Atoll. Natürlich kann man trotzdem wunderbare Tauchgänge haben, und vielleicht war die Strömungs-, Mondphasen- und Jahreszeitenkonstellation zu meiner Zeit einfach unpässlich.

Es gibt auch ein Wassersportcenter, was mich bisher immer total kalt gelassen hatte. Und ich hatte gerne gesagt, dass mir Inseln mit Jet Skis überhaupt nicht in den Kram passen. Hier aber habe ich mir einen gemietet, um eine unbewohnte Insel zu besuchen. Davon gibt es im Umkreis vier oder fünf.



Ich wollte mir dort die Müllsituation ansehen. Auf Filitheyo wurde die mittlerweile übliche Menge angespült, die ich morgens eingesammelt habe. Da zu meiner Zeit keine Strandreiniger morgens unterwegs waren, habe ich der Rezeption immer nur gemeldet, wo sie den Haufen einsammeln können. Nach nur drei Tagen war dann der Müll schon vor mir weg. Schade, das Dokumentieren dieses Problems, das kein Filitheyo-Problem ist, halte ich für wichtig.



Ich halte das Problem auch für außer Kontrolle. Bei jeder Bootsfahrt begegnet einem jede Minute irgendein schwimmendes Müllteil. Und der Besuch der unbewohnten (und unbewirtschafteten) Insel war sehr frustrierend. Ich hatte meinen Sammelsack mitgebracht, weil ich dachte, ich würde eine Ladung vollkriegen und mitnehmen. Dass ich so weit daneben liegen würde, hätte ich nicht gedacht. Nach einer Stunde hatte ich wenigstens die Wasserlinie von etwa 1 Kubikmeter Müll befreit, so dass ich wenigstens eine paar gelogene Fotos und Drohnenaufnahmen machen konnte. Wie sollen wir das jemals wieder aufgeräumt kriegen? Wer soll das machen und bezahlen? Den Frustfilm dazu gibt es hier: Klick mich für Youtube Kann ich jedem empfehlen, der vielleicht einen Honeymoon-Ausflug zu so einem romantischen Ort machen will. Er sollte zumindest fragen, ob dort gereinigt wird oder nicht.

Fazit: Filitheyo ist durchaus eine Reise wert. Ruhe, Abgeschiedenheit, Essen, Komfort, Bewuchs und Feeling passen, das Preisleistungsverhältnis ist gut.

Übrigens: Gleich zur Begrüßung wird einem eine Liste mit Goodies präsentiert (Rotwein, Dinner, Spa …), aus der man sich bedienen kann, wenn man einen positiven Reisebericht bei Tripadvisor etc. verfasst. Immer schön kritisch bleiben beim Lesen. Aber dieser Bericht ist unbezahlt. Ich bin unbestechlich Ja

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Joern am 28.03.2018 12:18.

28.03.2018 09:35 Joern ist offline E-Mail an Joern senden Homepage von Joern Beiträge von Joern suchen Nehmen Sie Joern in Ihre Freundesliste auf
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