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Zum Ende der Seite springen Bathala 2017-03-24 - Reisebericht von Joern 2 Bewertungen - Durchschnitt: 10,002 Bewertungen - Durchschnitt: 10,002 Bewertungen - Durchschnitt: 10,002 Bewertungen - Durchschnitt: 10,002 Bewertungen - Durchschnitt: 10,00  
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Joern PTM Moderator Joern ist männlich
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Text Bathala 2017-03-24 - Reisebericht von Joern Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen



Nach 2014 ging es erneut nach Bathala. Mein Reisebericht von damals ist noch recht aktuell. Deswegen hier nur ein paar zusätzliche Anmerkungen, die mir wichtig erscheinen.

Gibt es Strom auf Bathala? Ja. Die wilden Spekulationen, ob das „Generatorproblem“ etwa nur ein Mangel an Diesel sei, haben sich nicht bewahrheitet. Es gab auch während meines Aufenthalts jeden Tag mehrere kompletten Stromausfälle, aber immer nur für wenige Sekunden. Es lief eigentlich alles normal. Dass Gäste in Hulhule abgefangen und umgeleitet wurden, ist einzig der Überbuchung der Insel zuzuschreiben, denke ich mal. Es war randvoll und auch ich musste die erste Nacht im Notbungalow verbringen. Ziemliche Frechheit, die auch mit keinerlei Entschuldigung oder Entgegenkommen abgefedert wurde.

Gibt es übellauniges weil unbezahltes Personal? Nein. Mir sind alle ausgesprochen freundlich vorgekommen. Vom Roomboy über die Strandfeger bis zum Küchenpersonal waren alle supernett.

Fallen die Bungalows bald zusammen? Nicht nur die. Auch die Stege und einiges andere ist recht marode. Mein Bungalow war okay, ich bin aber auch total entspannt … mich kann weder der knarzende Deckenventilator noch die Armada an Ameisen im Bad oder ein halb aufgelöstes Palmgedeck auf dem Dach abtörnen. Unbestritten ist jedoch, dass das eigentlich nicht zum Preis passt. Es müsste etwas getan werden. Da ich die Lieferung von 10 nagelneuen Klimageräten beobachten konnte, gehe ich auch von einer kontinuierlichen Optimierungsarbeit aus. Aber unterm Strich muss man klar sagen, dass der Pflegezustand eher traurig ist. Aus dieser hübschen Insel könnte mehr gemacht werden.
Dass in der Lagune ein havariertes Boot lagert und auf Verkauf wartet … das Dach desselben an einer Palme lehnt … ein Wasserrohr nun direkt am Strand endet und kontinuierlich Strand wegspült (ist aber wohl nur Kühlwasser, nichts Stinkendes) … im Innern alles drunter und drüber liegt … das Schild am Hauptsteg „Merry Xmas“ wünscht … das hilft nicht, um den Eindruck einer gepflegten Insel zu erzeugen.

Falls aber irgendwo geschrieben steht, dass das Essen mangelhaft wäre, so muss ich kräftig den Kopf schütteln. Das ist alles von toller Qualität und von überragendem Geschmack für meine Zunge. Das viele frische Obst zu jeder Mahlzeit, die Currys, die Chutneys zu den Papadams, die Nachspeisen … wirklich toll. Dazu eine super Truppe, die immer für eine nette Interaktion mit den Gästen zu haben ist. Ich sage: toll!

Ist das Hausriff tot? Ja und nein. Ja, etwa 90% aller Korallen im Bereich bis 5 m sind tot. Es gibt nicht eine einzige lebende Tischkoralle — und das war die dominierende Spezies. Es gibt keine einzige Geweihkoralle mehr, lediglich einige astlose Porites-Korallen haben überlebt, darunter dankenswerterweise der riesige Block im Westen.



Es ist ein schreckliches Trauerspiel. Man sieht auch aktuell bleiche Korallen … und das Wasser war über 30 Grad, selbst in 20 m Tiefe. Auf diesem Foto ist nicht eine einzige lebende Koralle zu sehen.



Nein, weil es immer noch eine ganze Menge Fisch gibt. Allerdings sind einige Arten deutlich dezimiert, jene, deren Habitat die Äste der verzweigten Korallen waren. Auch die Lagune ist gänzlich tot. Gefühlt gibt es weniger Fisch als vor drei Jahren, aber es reicht, um schöne Schnorcheltouren machen zu können. Viele Haie, auch graue Riffhaie jeden Tag, Tintenfische, Makrelen, Thunfische, Steinfische … es gibt viel zu entdecken.



Wenn man genau hinsieht, dann siedeln sich vereinzelt wieder neue Korallen an. Kleine Hoffnungsschimmer für die nächsten 10 bis 15 Jahre, in denen das Riff hoffentlich wieder zu seiner ursprünglichen Schönheit regeneriert.



Wenn nun aber wieder eine starke Temperatursteigerung kommt, dann könnten auch die restlichen 10% der lebenden Korallen den Kampf verlieren. Glücklicherweise gibt es nur ein paar Dornenkronenseesterne am Hausriff, so dass aus der Richtung keine erschwerten Rahmenbedingungen vorliegen.

Unterhalb von 5 m sieht die Korallenwelt deutlich freundlicher aus. Hier sind aber auch andere Arten zu Hause. Ich behaupte, wer nur taucht, bekommt gar nicht mit, welche Schäden im Top-Riff-Bereich entstanden sind.



Tauchen war hervorragend. Die Basis von Werner Lau hat ihren guten Ruf vollkommen zu Recht. Perfekt organisiert, gutes Leihequipment, gute Tauchplätze, nette Menschen — das hat Spaß gemacht und war das viele Geld wert. Positiv auch, dass wilden Tauchern schon unter Wasser und danach über Wasser klar gemacht wird, dass Lebewesen necken und durchs Riff kraxeln nicht geduldet wird. Vorbildlich.

Was noch? Das Müllproblem ist weiterhin schlimm. Wenn man mit dem Boot durchs Atoll fährt, dann ist es leider ein neues Erlebnis, das Funkeln des Mülls, dieses Glitzern, das einen kurz glauben lässt, ein Wellenkamm hätte das Licht gebrochen und reflektiert; doch dann ist klar, es ist eine Plastikflasche. Ein Graus. Ich habe wieder jeden Morgen vorm Sonnenaufgang Müll gesammelt, nur an der Ostspitze, und daraus eine Collage gemacht. 7 Tage, 7 Fotos, 1 Botschaft.



Außerdem traue ich den ganzen Safaribooten, die gerne am Bathala-Thila parken, nicht über den Weg. Irgendwie schnorchelte man danach gerne durch eine flächendeckende Verschmutzung, über deren Zusammensetzung ich gar nicht nachdenken möchte. Was soll man denken, wenn man mit dem Kopf an eine Klobürste stößt?



Der Müll begegnet einem auch IMMER beim Schnorcheln. Sehr ironisch fand ich die Plastikverpackung mit dem Aufdruck „Gift“ … schönen Dank für das Geschenk.



Unterm Strich bleibt Bathala eine der letzten Überlebenden, die zumindest vom Papier her alle Ansprüche derer erfüllt, die gerne schimpfend von den guten alten Zeiten fabulieren: klein, Hausriff, keine Wasserbungalows, kein Pool, Sand im Restaurant, keine Animation, Einzelbungalows, offenes Bad, recht alleine gelegen, kernkompetente Tauchbasis und Zugang zu herausragenden Tauchplätzen. Ich hoffe, dass dieses Konzept noch genau so bleibt. Man kann auch nach der Bleiche noch einen schönen Urlaub haben, je nachdem, wie wichtig einem das Schnorcheln ist.

24.03.2017 23:38 Joern ist offline E-Mail an Joern senden Homepage von Joern Beiträge von Joern suchen Nehmen Sie Joern in Ihre Freundesliste auf
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