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Text aaaVeee 2017-01-26 - Reisebericht von julia Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

13.1-26.1.2017

Anreise:
Abflug von München mit Qatar Airways. Parkplatz am Flughafen München: P41 Nord Parkplatz (bei Novotel, Urlauberparkplatz!) um 36 Euro für 14 Tage inkl. Bustransfer, der aber nicht länger als 10 Minuten dauert.
München-Doha mit A350: zum ersten Mal habe ich eine Enteisung miterlebt – war interessant zu beobachten. Bestuhlung 3-3-3, Verpflegung und Service ausnehmend gut. Flugzeug ganz neu. Kameras aussen auf mehreren Positionen angebracht, witzig zum Mitverfolgen. Board Entertainment ebenfalls gut. Keine Fußstützen.
Aufenthalt in Doha: 2,5 h
Flughafen Doha: seit unserem letzten Aufenthalt vor 5 Jahren komplett neu, keine Busfahrt mehr,sondern direkt am Terminal angedockt. Eine Bahn zwischen den Terminals gibt es ebenfalls. Nette Geschäfte zum Einkaufen.
Flug Doha-Male: A330: Bestuhlung 2-4-2, plus Fußstützen
Abendessen aber kein Frühstück.
Der Flughafen in Male heißt mittlerweile Velana Int. Airport und nicht mehr Ibrahim Nasir Airport, wie bei unserem letzten Aufenhalt vor 4 Jahren.
Im Dhiraagu Shop eine SIM inkl. Freischaltung um 20 Dollar gekauft (ohne Datenvolumen). Gesprächsguthaben reicht für ca. 45 Minuten nach Österreich und ist 14 Tage lang gültig. Neben dem staatlichen Dhiraagu Shop ist der private Ooredoo Shop.
Das aaaVeee Resort wird mit Maledivian Airways angeflogen - ebenfalls die bekannten Twin Otter Maschinen, allerdings in blau-weißer Lackierung. Das Gate für diese Airlines ist abseits von TMA. Ich hab mir dort schnell ein Wasser gekauft - und ein Wildalp Wasser aus Österreich bekommen lachen Extrem kurze Wartezeit – nach 10 Minuten bereits boarding und los geht es in 45 Minuten Richtung Süd-Nilandhe Atoll. Wir fliegen über viele Inseln und Sandbänke. Ich wundere mich, warum auf vielen Inseln fleißig gebaggert wird. Ich erfahre später auf der Insel, dass alle unbewohnten Inseln an China verkauft wurden und offenbar versucht wird, aus Sandbänken ganze Inseln zu schaffen. Auch konnten wir sehen, dass bereits mehr Resorts in den abgelegenen Atollen gebaut wurden bzw. werden, als wir bisher realisiert haben.
Nach einem kurzen Zwischenstopp im Per Aquum Niyama landen wir auf der Plattform vom aaaVeee Island Resort (ausgesprochen wird es Avi und bedeutet „Licht“)

Insel/Bungalows/Restaurants:
Die Insel wirkt in Natura größer als auf den Bildern der Homepage. Die Hafeneinfahrt ist etwas unansehnlich: Korallenschutt, Betonplatten und Metallgitter liegen da herum. Ab dem Ankunftssteg aber das gewohnte maledivische Flair + Begrüßung mit frischer Kokosnuss. Auffallend schöner Palmenbewuchs und endlich wieder einmal eine neue Insel, die ohne Wasserbungalows und Swimming Pool auskommt. Mittlerweile eine Seltenheit... Die Insel hat nur 33 Bungalows in 3 verschiedenen Kategorien. Wir haben uns für die Günstigste, die Kotari-Villa, entschieden: ist ein Reihenbungalow mit Dachterrasse. Zimmer ist länglich nach hinten ausgerichtet, offenes Bad mit 2 Duschen, Minibar, Safe, Schreibtisch, Ablageflächen, Wasserkocher für Kaffee und Tee + Wasser. AC + Ventilator, die Zimmer haben einen Türspion, vor der Eingangstür noch eine Sitzbank. Vor unserem Bungalow ein kleiner Frangipani-Strauch mit Blüten. Das war für mich ein besonderes Extra, diese herrlichen Blüten jeden Tag riechen zu dürfen! Überhaupt war die Insel sehr grün, und schön mit Blühpflanzen angelegt, ohne jetzt wie ein künstlich angelegter Garten zu wirken – ein sehr ausgewogenes, harmonisches Gesamtbild.
Die Zimmer wirken nicht mehr ganz so neu, obwohl sie das ja eigentlich sind. Das Resort hat erst vor 10 Monaten geöffnet. Im Badezimmer werden Seife, Schampoo und Duschgel zur Verfügung gestellt. Außerdem liegen Kleinigkeiten wie Zahnputzzeug, Nähzeug, Zündhölzer, etc. zur freien Entnahme bereit. Eine Seifenschale fehlt. Das Klopapier hätte stärker sein können und die Klorollenhalterung hätte neben dem WC mehr Sinn gemacht als neben dem Spülkasten... Das Bett war sehr bequem, die Tuchent war fast etwas zu warm. Bisher hatten wir zum Zudecken immer nur Leintücher. Das Bett hat eine eigene Beleuchtung unterhalb – vielleicht zur Kakerlakenabwehr?? Zum Glück hatten wir keine Moskitos am Zimmer – es wird aber auch jeden zweiten Tag gesprüht/geräuchert. Das Zimmer ist mit einer Schlüsselkarte zu sperren. AC, Minibar und Adapterstecker (für Ladegeräte), bleiben auch aktiv, wenn man das Zimmer verläßt. Sehr praktisch fand ich die schwenkbare LED-Leselampe, dafür überflüssig den Flatscreen. Die Kotari-Villen sind sehr hellhörig. Wir hatten zum Glück ein nettes italienisches Päärchen als Nachbarn. Weniger toll stell ich mir vor, Honeymooner, Familien mit Kleinkindern oder Leute, die laut Fernsehen, neben sich zu haben. WLAN im Zimmer ist gratis, aber oft sehr schwach. Das Zimmer wird 1 x täglich gereinigt – am Abend kommt der Roomboy und bringt frische Badetücher für den Strand. Zu meinem Geburtstag wurde das Bett mit Blüten sehr schön dekoriert.
Außergewöhnlich schön waren die Sonnendecks, die sehr bequeme Liegebetten hatten, allerdings ohne Schatten. Daher haben wir diese nur abends genützt, wenn es nicht mehr so heiß war.

Vindhu Spa:
Ich habe mich im Vorfeld schon sehr auf die Massagen gefreut, musste aber Vorort feststellen, dass die Preise „geschmalzen“ sind. Die günstigste 60 Minuten Massage kostet $ 120. Es gab zwar ein Package für 3 Massagen zu je 90 Minuten um $ 416 (wo wir auch noch 15% Rabatt bekommen haben), trotzdem waren mir die Preise für weitere Massage dann doch zu hoch, obwohl ich gerne mehr gebucht hätte. Die Auslastung dort war dementsprechend gering. Jeder Gast bekommt eine 10 Minuten Willkommens-Massage. Der Spa-Shop ist noch nicht geöffnet – wird im Laufe der nächsten Monate passieren. Am Weg zum Spa stinkt es sehr unangenehm. Bin mir nicht sicher, ob das vom Dieselgenerator kam oder von irgendeinem Abfluss.
Gym und Inselshop befinden sich im Inselinneren, eine Bibliothek gibt es nicht.
Noch ein Wort zu den Preisen: Alle angegebenen Preise (Bar, Ausflüge, Spa...) sind Endpreise und beinhalten 10% Service-Charge und 12% Government-Tax.

Restaurant/Bar:
Es gibt 2 Restaurants: das „normale“ Restaurant und ein a la carte Restaurant (das wir aber nicht besucht haben). Außerdem die Main und die Beach Bar. Die Main Bar, mit schönen schiefen Plamen davor, (inkl.präparierten Palme zum Hinaufklettern) befindet sich direkt neben Rezeption und Standard-Restaurant. Die Beach Bar ist herrlich an der Sandzunge gelegen und verfügt sowohl über Schatten- wie auch Sonnenplätze. Vom Sonnendeck aus hat man einen herrlichen Blick Richtung Sonnenuntergang. Die Sonne verschwindet allerdings nicht im Meer, sondern hinter der Nachbarinsel Vommuli, wo sich das Luxus-Resort „The St. Regis“ befindet. Eine Nacht in der günstigsten Kategorie kostet dort knapp über 1.800,-- . Wir sahen dort jeden Tag die Wasserflugzeuge starten und landen – über mangelnde Nachfrage dürfte man sich hier wohl nicht beklagen... Neben der Beach Bar ist eine nachgebaute maledivische Behausung zu besichtigen. Auf der Sandzunge bei der Beach Bar gibt es außerdem im seichten Wasser eine Holzkonstruktion mit zwei Schaukeln und eine Plattform, wo man ungestört zu zweit ein Gläschen trinken kann (wurde gerade fertiggestellt). Und sofern frische Mangos auf der Insel gerade verfügbar sind: lasst euch den köstlichen frisch zubereiteten Mango-Milkshake nicht entgehen! Der steht zwar nicht auf der Karte, wird aber auf Wunsch zubereitet schmunzeln Es gibt von 17.30-18.30 h eine happy hour. Die Main Bar hat eine umfangreichere Auswahl als die Beach Bar, jedoch werden auf Wunsch in der Beach Bar auch die Cocktails der Main Bar serviert.

Verpflegung:
wir hatten HP gebucht, d.h. Frühstück + Abendessen. In der HP ist auch das Trinkwasser inkludiert – das war super. Leider wird das Wasser (und Softdrinks) noch in Plastikflaschen angeboten. Wir hoffen aber, dass in absehbarer Zeit auf Glasflaschen umgestiegen wird. Man hat einen fix zugewiesenen Tisch.
Frühstücksbuffet: es gibt einen frisch gespressten und einen Packerl-Saft. Eierstation, Müsli/Corn flakes, frische Früchte (Papaya, Melone, Ananas, Bananen), Joghurt, süße Croissants, Grießkoch (mhhh!), french Toast, normalen Toast, Marmelade, Honig, Nutella, Bohnen + Würstchen, Banana bread und die Zutaten für ein maledivisches Frühstück. Frisches Brot (auch dunkel) wurde angeboten, es hat aber nicht richtig frisch geschmeckt – vielleicht wurde es bereits am Vortag gebacken? Kaffee und Tee.
Abendbuffet: Suppe, Salatbar, Pasta/Grillstation, Fisch, Hendl, Rind, nur einmal in den 2 Wochen wurde Lamm angeboten, immer 2 Currys, die hervorragend waren, Gemüse, Reis in 2 Varianten, Kartoffeln (die auch knusprig hätten sein können), das gute Papadam-Brot. Ein reichhaltiges Nachspeisenbuffet mit Kuchen, Panna cotta, frischen Früchten (auch Mangos und Passionsfrucht). Kaffe oder Tee wurde abends nicht angeboten.

Aktivitäten:
1 x pro Woche Beach Party, ist ganz nett und nicht allzu laut. 1 x pro Woche Karaoke. Kanus können ausgeliehen werden. Viele Ausflüge werden angeboten: Halbtags-Schnorchelausflug, Sandbank, Nachtschnorcheln, Einheimischeninsel, Fischen, Delfine. Wir konnten diesmal leider keinen mitmachen, da mein Lebensgefährte arge Knieprobleme hatte und wir somit auf kein Boot steigen konnten.Taucher haben wir nur einmal gesehen. Es gibt am Steg eine Hai-Fütterung, die aber nicht täglich stattfindet und auch nicht angekündigt/beworben wird. Neben dem Hauptrestaurant wird Tischtennis, Billiard und Dart angeboten.

Wetter:
Sonne pur bis auf den Abreisetag, wo es bewölkt war. Regen 2 x kurz in der Nacht. In der Nacht vor unserer Abreise hat es geschüttet. Insgesamt war der Jänner auf dieser Insel bzw. in diesem südlich gelegenen Atoll äußerst regenarm. Dafür dürfte der Dezember sehr regnerisch gewesen sein – es hat sogar zu Weihnachten und Silvester geregnet. Ein Mitarbeiter, der sich 8 Tage in einem nördl. Atoll aufgehalten hat, hat uns erzählt, dass er nur Regen hatte. Es gibt also ordentliche Unterschiede, je nachdem, wo man sich befindet. Der Wind war teilweise sehr stark (wie schon bei unseren früheren Jänner-Urlauben beobachtet).

Schnorcheln:
der erste Blick unter Wasser ist erschütternd, die Korallen sind zu gut neunzig Prozent kaputt. Die ersten drei Tage hatten wir noch dazu schlechte Sicht. Da sieht dann alles noch trüber aus als sonst. Sobald die Sicht besser wurde, kann man durchaus noch ein paar schöne Flecken entdecken. Eine Passage ist besonders schön: ein Flachwasserbereich, der allmählich in ein Steilwandriff übergeht. Hier findet man auch noch intakte Korallen und eine äußerst fischreiche Passage: fast alle Zackenbarsch-Arten, die es auf den Malediven gibt. Auch Röhrenaale, Adlerrochen, große Kupferschnapper, wunderschöne Fahnenbarsche, jagende Makrelen, Muränen, viele Schwarzspitzenriffhaie, weniger Weisspitzen, einen scheuen Fledermausfisch, alle möglichen Arten von Kugel- und Igelfischen, einen kleinen Zitronenhai, Schildkröten, eine Languste, Oktopusse, Stachelrochen, wir haben sogar fünf scheue Mobulas gesehen. Es gibt auch ein paar seltenere Fische wie der Bäumchenlippfisch und ein Paar Geisterpfeifenfische. Besonders beeindruckend ist der riesige Schwarm mit Glasfischen, der ständig seine Formation ändert, sobald er gejagt wurde. An einem Tag gab es haufenweise Nacktschnecken mit rosa Tupfen in Ufernähe.
Obwohl ich ja ordentlichen Respekt vor Quallen habe, konnten wir an einem Tag eine große Anzahl dieser schönen Lebewesen beobachten. Sie waren ca. 10 cm lang, leuchteten am Rand aber wunderschön in allen Regenbogenfarben. Um welche Art es sich dabei handelt, weiß ich leider nicht.
Dort wo die Korallen am ärgsten zerstört sind ist auffallend, das besonders häufig blaue Korallen und Pilzkorallen übrig geblieben sind. Auch gibt es viele Seesterne, inkl. Dornenkrone.











Sicht:
Die ersten Tage waren extrem trüb, anfangs schien das Wasser sogar eine leicht grünliche Färbung zu haben. Vielleicht von den Algen, die die toten Korallen überziehen? Danach folgen 4-5 Tage mit extrem guter Sicht. An diesen Tagen war das Schnorcheln der reinste Genuss! Nach dem Auffrischen des Windes wurde die Sicht wieder sukzessive schlechter.

Tiere am Land:
auffallend ist sofort die künstliche Holzplattform, die für die Schwarznacken-Seeschwalben gebaut wurde. Dort brüten nun die Vögel, die das früher auf der Insel - vor dem Bau des Resorts – am Strand gemacht haben. Respektabstand zu den Tieren ist empfehlenswert. Auch die vielen Koels auf der Insel sind ein Zeichen dafür, dass beim Bau des Resorts Rücksicht auf den Baumbestand genommen wurde. Krähen gibt es sowieso. Eine davon gibt ganz eigenartige Laute von sich – klingt fast wie ein Papagei. Es gibt zwei Inselreiher, die sich oft in Spanähe aufhalten. Außerdem ein Flußuferläufer, den wir bisher noch nicht auf den Malediven gesehen haben. Eine Palmenratte haben wir auch einmal erspäht. Und ja, es gibt auch Kakerlaken – wir hatten ein großes Exemplar und zwei kleinere im Badezimmer. Schön waren das abendliche Konzert der Grillen. Flughunde waren auch zahlreich vorhanden – es gab immer einen regen Flugverkehr zwischen den Inseln. Die vielen Einsiedlerkrebse waren ebenfalls schön zu beobachten – es gab die normalen graubraunen, kleineren Exemplare als auch etliche der größeren, roten Gattung.
Überhaupt hat mir die Geräuschkulisse auf der Insel sehr gut gefallen: egal ob es das unglaubliche Klangspektrum der Koels war oder der Muezzin, der von der Nachbarinsel Rinbudhoo herübertönte. Und auch die startenden und landenden Wasserflugzeuge – all das war für uns einfach nur angenehm und erholsam zugleich.

Gästestruktur:
vorwiegend Italiener, aber auch etliche Osteuropäer, keine Asiaten, wenig deutschsprechendes Publikum. Insgesamt eine gute Durchmischung. Auffallend war, dass wir die einzigen Gäste waren, die 2 Wochen gebucht hatten. Alle anderen waren 1 Woche oder kürzer da. Grund dafür dürften die hohen Preise auf den Malediven sein, d.h. viele Gäste kombinieren ihren Malediven-Aufenthalt entweder mit einer Sri Lanka-Reise oder einem Aufenthalt in den Emiraten.

Sonst noch:
der Manager der Insel war sehr präsent und es war ihm sichtlich wichtig, immer wieder Rückmeldungen der Gäste einzuholen. Wir haben auch den Eindruck gewonnen, dass die Verantwortlichen dort wirklich sehr stolz auf ihr Natur-Resort sind. Die Holzmöbel wurden aus heimischen Hölzern und von örtlichen Tischlern gefertigt. Egal ob Lampe, Wegweiser, Tisch, Sessel – keine Importware. Besonders schön fand ich die Bilder aus den Querschnitten diverser Holzstämme bzw. Äste. Der Designer der Insel, Mahdi, war ebenfalls sehr um uns bemüht. Er hat uns sogar einen Blumentopf aus einer Kokosnuss geschenkt (+ bemalt) ebenso zwei Holzscheiben mit Malediven-Motiven verziert. Eine derartige Zuwendung haben wir bisher noch nicht erlebt.

Fazit:
Gesamtkonzept hat uns sehr gut gefallen und absolut überzeugt – ich hoffe, wir können in den nächsten Jahren diese Insel wieder besuchen, da sie unseren Vorstellungen einer Malediveninsel sehr entspricht. Wer Luxus sucht, ist hier falsch. Was für Auswirkungen das chinesische Engagement auf den Malediven haben wird, wage ich mir derzeit nicht auszudenken. Ob es sich tatsächlich „nur“ auf den Tourismus konzentrieren wird oder ob sie es langfristig doch auch auf die Fische abgesehen haben?... Man wird sehen. Die Brücke von der Flughafeninsel nach Male ist schon fast fertig. Überall am Flughafen prangen die Schilder chinesischer Investoren – es wird auf Teufel komm raus gebaut. Jemand der das erste Mal auf die Malediven fährt, wird diese Veränderungen noch nicht bemerkten, aber jemand der regelmäßig hierher kommt, beobachtet mit großer Sorge diese Entwicklung. Ich kann nur hoffen, dass das letztlich für die Malediven gut ausgeht, aber allein mir fehlt der Glaube nachdem was ich da so gesehen habe. Auch die politische Zukunft der Malediven bereitet mir derzeit großes Kopfzerbrechen: die nächsten Wahlen stehen 2018 an. Opposition wird wohl keine antreten, denn die sitzt derzeit gesammelt im Gefängnis.
Für mich sind die Malediven ein einzigartiger paradiesischer Flecken auf dieser Erde, der mit nichts anderem vergleichbar ist. Und ich hoffe, dass es das in Zukunft auch noch bleiben wird!

Rückflug:
beide Teilstrecken mit A330 (eine hätte mit A350 geflogen werden sollen). Essen war beim Rückflug nicht so gut wie beim Hinflug. Aufenthalt in Doha: 3,5 h. Ankunft in München bei -15 Grad, brrr. Ein Temperaturunterschied von knapp 50 Grad. Wären wir doch noch ein Weilchen dort geblieben....
30.01.2017 20:47 julia ist offline E-Mail an julia senden Beiträge von julia suchen Nehmen Sie julia in Ihre Freundesliste auf
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