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MALEDIVEN FORUM und PROTECT THE MALDIVES FORUM » MALEDIVEN » gesammelte Reiseberichte von 83 Hotelinseln und 8 Tauchschiffen » Ellaidhoo » Ellaidhoo 2016-07-14 - Reisebericht von Spyro2 » Hallo Gast [Anmelden] [Registrieren]
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Zum Ende der Seite springen Ellaidhoo 2016-07-14 - Reisebericht von Spyro2  
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Text Ellaidhoo 2016-07-14 - Reisebericht von Spyro2 Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

2016 waren zum achten Mal die Malediven angesagt. Mit unserer netten Urlaubsbekanntschaft von Velidhu aus dem Jahr 2010 hatte ich wieder einen perfekten und verlässlichen Buddy zum Tauchen. Sowohl unter als auch über Wasser passte die Frequenz mit beiden. Somit mussten wir uns nur noch auf eine Insel einigen, die allen gerecht war. Schließlich einigten wir uns auf Ellaidhoo. Somit verließen wir uns auf veraltete Reiseberichte und auf die eigene Recherche. Meiers Weltreisen bot ein Promo-Zimmer an. Den Differenzbetrag zum Beach Bungalow legten wir lieber in den Transfer mit dem Wasserflieger an. Der Aufpreis zum AI war p.P. recht üppig, sodass wir nur VP buchten, was sich im Nachhinein aufgrund der völlig überteuerten Getränkepreise leider als falsch herausstellte.

Am 26.06. ging es gegen Zehn Uhr bei 18 Grad zum ersten Mal nach Hamburg zum Flughafen. Einen Parkplatz für die nächsten 18 Tage hatten wir im Vorfeld ebenfalls über unser Reisebüro gebucht. Kaum in Norderstedt angekommen wurden wir freundlich empfangen, das Gepäck umgeladen und der Autoschlüssel ausgehändigt. Der Shuttle fuhr ca. eine viertel Stunde bis zum Terminal. Das Einchecken bei Emirates dauerte dieses Mal extrem lange, da sehr viele Fluggäste diese tolle Airline wählten. Vorab hatten wir für die vier Flüge online unsere Sitzplätze als auch das Essen reserviert. Wie immer passte alles. Details erspare ich mir hier. Der Abflug war relativ pünktlich, ebenso die Landung kurz nach Mitternacht bei 36 Grad, wo tagsüber noch 42 Grad waren.

Ein Bus brachte uns zum bekannten Terminal 3, das Teil ist wirklich ein anderer Schnack, und wir kennen schon richtig gute Flughäfen! Schnell noch billiges Wasser kaufen, die Füße hochlegen und warten auf den nächsten check-in. Die Zeit verging sehr schnell, wir bestiegen den Flieger in Richtung Malé. Aufgrund häufiger Turbulenzen war kaum an Schlaf zu denken. Zum Glück dauert diese Etappe ja nicht ganz so lange.

Beim Sinkflug waren die kleinen „Spiegeleier“ bei teilweiser Bewölkung nicht ganz so gut zu sehen. Die Boing 777 landete auf die Minute um 07:35 Uhr. Wir stiegen als Letzte aus und wurden wie immer sofort von feucht-schwüler Wärme empfangen. Dann das routinierte Prozedere. Die Abfertigung ging diesmal fix, da alle Schalter geöffnet waren. Wir hatten idealerweise sofort unser Gepäck, bei der Sicherheitskontrolle wurde jeder durchgewinkt. Kein Stress; lag’s etwa am Ramadan? Endlich waren wir wieder „zu Hause“. Im Freien ging es zum Schalter von MWR. Viel brauchten wir uns nicht erklären lassen. Zügigen Schrittes steuerten wir den Stand von TMA an. Übergepäck musste von keinem bezahlt werden; schon komisch. Der Mini-Bus brachte uns zum Terminal C der seaplanes. Im Abfertigungsgebäude gönnten wir uns einen Kaffee und genossen die Sonne. Lange mussten wir nicht auf den Weiterflug nach Ellaidhoo warten.

Um halb Zehn hob die rot-weiße Twin Otter in Richtung Nord-Ari-Atoll ab. Nach einer 20minütigen Flugzeit (Entfernung von Malé 42 km) landete die Maschine an einer Plattform. Der Wasserflieger brachte weitere Gäste nach Halaveli und Safari Island. Uns brachte ein Dhoni in knapp 10 Minuten zur Insel, wo wir von unseren Bekannten freudig empfangen wurden. Erster Gedanke; endlich wieder „daheim“. Luft, Meer, Farben und Sonne waren Wonne für die Sinne. An der Rezeption bekamen wir das obligatorische kühlende Tuch, und ein Getränk konnten wir uns aussuchen. Schnell war der Papierkram erledigt. Bezüglich eines Zimmers ließen wir uns überraschen. Zwar hatten wir im Vorfeld nach einem schönen Zimmer angefragt, doch die Promo-Zimmer von MWR werden je nach Verfügbarkeit bereitgestellt. Wir erfuhren, dass Gäste, die ein Standard Bungalow gebucht hatten, für drei Tage einen Beach Bungalow „als Anreiz“ beziehen durften, dann aber in die Standard Bungalows umziehen mussten. Gegen Bezahlung könnte man dann aber auch im Beach Bungalow bleiben. Naja. Auf unserem Schlüsselschild war die Nummer 303. In etwa wussten wir, wo sich dieser Bungalow befand.

Nummer 303 liegt am Südstrand; tolle Lage für mich, da nur gute 10 Meter von der Tauchbasis entfernt. Der Bungalows hat eine normale Größe und ist farblich modern. Rechts und links vom Doppelbett hat man Nachtschränke. Links stehen ein weiterer, kleiner Tisch und ein Sessel. Ein großer Schreibtisch bietet genug Platz. Hier ist auch die Mini-Bar, die nicht im AI enthalten ist. Auf dem Tisch steht ein Wasserkocher plus Tee, Kaffee plus Weißer und Zucker, welche täglich nachgefüllt werden. Täglich bekommt man normalerweise zwei kleine Wasserflaschen aufs Zimmer. Unser Roomboy hat uns die dreifache Menge zur Verfügung gestellt. Rechts vom Schreibtisch ist noch eine Art Sofa. Der Kleiderschrank bietet ausreichend Platz und beinhaltet einen Safe. Desweiteren findet man zwei Regenschirme, zwei Rettungswesten, zwei Regencapes (die ich ab und an sinnvoll nutzte) sowie eine Taschenlampe. Durch eine Tür gelangt man ins offene Badezimmer mit einem großen Waschtisch und der Toilette. Neben der Toilette befindet sich die Dusche. Ebenfalls vorhanden ist eine Wäscheleine.

Nach einer erfrischenden Dusche hauten wir uns für eine knappe Stunde auf’s Ohr, bevor es zum Mittagessen ging. Die Koffer packten wir vorsichtshalber nicht komplett aus, da wir nicht wussten, ob wir auch nach drei Tagen noch „umgesiedelt“ werden. Im Restaurant bekamen wir einen Zweier-Tisch. Optisch gefiel uns das Resti nicht. Irgendwie fehlt hier das typische Malediven-Flair. Nach dem Essen checkte ich in der Tauchbasis ein, die Formalitäten mit Samir sind ebenfalls schnell erledigt. Der check-dive mit Chris findet am nächsten Morgen um 09:00 Uhr statt. Weitere Eindrücke: siehe weiter unten.

Danach machten wir unseren ersten Rundgang, die Insel umrundet man in ca. 20 bis 30 Minuten. Zeit – das weiß man ja inzwischen – wird hier anders definiert. Es folgte das erste ausgiebige Bad im Indik. Ja, und man merkt, dass es hier Strömung gibt. Und ich bin kein Freund von Strömung. Ist halt immer eine Ansichtssache. Schaun mer mal, wie das Schnorcheln und Tauchen so wird. Langsam versinkt die Sonne; Zeit für ein Käffchen auf der Terrasse. Pünktlich ging es zum Abendbrot. Und immer wieder staunt man, wo nur all die vielen Gäste auf einmal herkommen. Tagsüber sieht man kaum einen, abends ist die Hütte voll. Zum Essen: die Auswahl ist völlig ausreichend, die Qualität absolut topp. Wir sind begeistert. Nach dem sehr guten und umfangreichen Abendbrot gingen wir in unseren Bungi und fielen todmüde in die Falle. Der erste Tag auf Ellaidhoo war vorbei. Erstes statement: Ellaidhoo gefällt uns nicht so richtig; aber warten wir mal ab. Natürlich, das sei hier erwähnt, sind alle geschilderten Eindrücke subjektiver Natur; und das in einem achtzehntägigen Zeitfenster.

Nachstehend kommen die am meisten abgefragten Hauptpunkte:

Die Gäste der Beach Bungalows und Standard- und Superior Zimmer nehmen die Mahlzeiten im Restaurant „Madi“ ein. Es bietet eine große Auswahl an lokalen und internationalen Gerichten. Für die Dauer des Aufenthaltes bekommt man einen Tisch zugewiesen. Es gibt Zweier-, Vierer-, Sechser- Tische, aber auch größere Tischgruppen (für die Chinesen bzw. Saudies). Die überwiegende Zeit hat man seinen Kellner, aber auch die anderen Kellner werfen einen Blick, ob alles in Ordnung ist. Akzeptable Kleiderordnung im Restaurant wird erwartet, leider aber nicht von allen Gästen eingehalten. Badebekleidung ist nicht erlaubt. Schön anzusehen: täglich kommt ein bettelndes Paar Beos.

Die Gäste der Wasserbungalows speisen im Restaurant „Malamathi“.

Frühstück von 07:30 bis 09:30 Uhr: Kaffee und Tee werden von den Kellnern gebracht, Milch, vier verschiedene Säfte, Gesundheitswasser (sehr lecker!), Cornflakes (vier Sorten), diverse Joghurts, Müslis in einigen Varianten, Toastbrot (hell und dunkel), Butter, Honig, etliche Sorten Marmelade, sehr viele verschiedene Sorten Gebäck, Kuchen und Brot (hell und dunkel), Eierkuchen, Waffeln, Käse (zwei Sorten), Wurst (drei Sorten), gekochte Eier, Omeletts mit etlichen Zutaten sowie knusprigem Bacon, Spiegel- und Rührei, Würstchen, Speck, Curries, Bohnen, variierende warme Speisen, Obst, usw..

Mittagessen von 12:30 bis 14:30 Uhr: zwei verschiedene Suppen, diverse Brotsorten, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Sandwiches, Geflügel und Fleisch in verschiedenen Varianten, ab und an Mini-Burger oder Hotdogs, frische Salatzubereitung (top), immer gebratenen Fisch, verschiedenes Süßspeisen, usw..

Abendessen von 19:30 bis 21:30 Uhr: zwei verschiedene Suppen, Reis, Nudeln, Kartoffeln und Gemüse, Geflügel, Rind, Lamm, Fisch. Die Auswahl ist nicht üppig, aber übersichtlich und vollkommen ausreichend. Großer Vorteil: es gibt fünf live-cooking stations; dadurch bilden sich i.d.R. keinerlei Warteschlangen, wie man es sonst so von anderen Inseln her kennt. Sehr begehrt ist abends die Indien/Malediven-Ecke, die ebenfalls live kocht und dazu etliche Curries und andere unbekannte Köstlichkeiten bietet. Topp ist wie schon mittags die frische Salatzubereitung. Knaller sind leckere Dressings jeglicher Art. An Nachspeisen gibt es neben Obst viele Leckereien wie Kuchen und Torten verschiedenster Sorten, und auch Eis und warmer Pudding. Themenabende gibt es keine.

All Inclusive:
Die Gäste mit AI-Buchung erhalten bei Ankunft für die gesamte Zeit ein orangefarbenes Armband.

Irouhsenee Bar: Knackpunkt sind die generell völlig überteuerten Getränkepreise! Aus unserer Sicht muss man kein „Vieltrinker“ sein, damit sich AI rechnet. Zwei große Bier schlagen mit 25 USD zu Buche!!! Das nennt man dann gepfeffert oder gesalzen. Eine große Wasserflasche steht mit 5,75 USD auf der Rechnung, 0,3 l Softgetränk mit 5,75 USD, ein Glas Wein genießt man für 9,25 USD. Internationale Cocktails und Mocktails beginnen ab 12,49 USD und werden mit Markenspirituosen korrekt gemixt. Ab und an gibt es verschiedene Angebote. Bspw. einen Cocktail in einer frischen Kokosnuss für 10 USD. Oder aber drei Cocktails zum Preis von zwei. Auf Wunsch kann man hier auch á la carte essen. Bedienung von 08:00 Uhr - bis der letzte Gast geht. Übrigens: allabendlich findet hier um 17:30 Uhr eine Fischfütterung statt. Präsent sind dann i.d.R. zwei große Stechrochen, zwei Muränen und unzählige große blaue und schwarze Makrelen. Und natürlich Fischreiher.

Weitere Bar:
Malamathi Bar (bei den Wasserbungalows): Bedienung von 08:30 bis 24:00 Uhr; auf Wunsch kann man hier auch á la carte essen.

Chavana Spa:
Ein Chavana Spa kennen wir noch von Meedhupparu. Das dort war echt Spitze. Das Spa auf Ellaidhoo ist im Inneren der Insel gelegen. Vom Äußeren her ist es leider sehr unscheinbar. Im Inneren (gelegen im Obergeschoss) erkennt man, dass hier aber auch professionell gearbeitet wird. Geöffnet ist das Spa von morgens 10:00 Uhr bis abends 20:00 Uhr. Folgende Behandlungen werden angeboten:

Journey oft the Senses – 2 Std 10 Min – 179 $
Frangipani Body Glow – 2 Std – 169 $
Heaven & Earth – 1 Std 20 Min – 100 $
Elemis Pro-Collagen Quartz Lift Facial – 1 Std 15 Min – 125 $
Elemis Skin IQ+ Facial for Men – 1 Std 15 Min – 125 $
Elemis Skin Specific Facial -1 Std – 75 $
Fruit Active Glow
Exotic Moisture Dew
Herbal Lavender Repair
Elemis Exotic Frangipani Body Nourish Wrap – 45 Min – 75 $
Elemis Exotic Lime & Ginger Salt Glow – 45 Min – 75 $
Chavana Massage – 1 Std 20 Min – 139 $ oder 50 Min – 99 $
Muscle Ease Massage – 1 Std 20 Min – 115 $ oder 50 Min 85 $
Traditional Balinese Massage 1 Std 20 Min – 95 $ oder 50 Min – 79 $
Asian Foot Massage – 50 Min – 79 $
Purity Facial – 50 Min – 79 $
Spa Pedicure – 1 Std 15Min – 69 $
Spa Manicure – 1Std. 59 $

Hat man eine Behandlung vereinbart, muss man sich 15 Minuten vor der Zeit einfinden. Im geräumigen Vorraum wird man vom Personal freundlich empfangen, bekommt einen kühlen Jasmin-Tee sowie ein kühles Tuch und trägt seinen Namen, Zimmernummer und Nationalität in eine Liste ein. Im eigentlichen Spa gibt es mehrere Behandlungszimmer. Einrichtung und Optik gefallen. Im Hintergrund läuft dezente Entspannungs-Musik. Die Behandlungen sind perfekt, man fühlt sich im Anschluss wie neugeboren dank der sanften Hände. Im Abschluss bekommt man auf Wunsch noch einmal einen Tee. Vom Personal werden Produkte zum Kauf angeboten, leider zu sehr hohen Preisen. Achtung; zu den aufgeführten Preisen kommen noch 10% Service Charge und 12% Tourism, Goods and Service Tax! Was uns gar nicht gefallen hat: es gibt keine Nachlässe für die eine oder andere Behandlung; auch haben wir Aktionen vermisst. Schade, fragt man sich doch, wie das Spa wirtschaftlich sinnvoll ausgelastet wird.

Bibliothek: befindet sich in der Main Bar

Weitere Einrichtungen:
Arzt und kleine Ambulanz (Gebühr pro Behandlung 40 $ + GST + SC)
zwei Souvenirläden in der Lobby
Cyber Café

Sport und Freizeit: Tennis, Fitness-Studio, Badminton, Tischtennis, Billard

Touristen: Italiener, Engländer, Franzosen, Schweizer, Österreicher, Saudis, Japaner, Russen, Chinesen en masse und Deutsche. Die Altersspanne lag – von kids abgesehen – zwischen jungen honeymoonern und fitten Senioren. Anfangs lag die Belegung bei ca. 50%, steigert sich in der zweiten Wochen dann auf über 80%.

Ausflüge: verschiedenster Art verbunden mit einer Mindestteilnehmerzahl und abhängig vom jeweiligen Wetter. Die Preise p.P. beginnen bei 25 $.

Sunset Fishing ab 8 Personen
Night Fishing ab 8 Personen
Dolphin Watching ab 8 Personen
Sand Bank Picnic ab 8 Personen
Sand Bank Picnic für zwei Personen
Sunset Photo Cruise ab 8 Personen
Visiting Hangnaameedhoo ab 8 Personen
Island Hopping Diggiri & Hangnaameedhoo ab 8 Personen
Island Hideaway für zwei Personen

Das Wetter auf Ellaidhoo: die ersten drei Tage sonnig, danach nahm die Bewölkung mehr oder weniger zu, abends mit ergiebigem Regen. Neben reichlich Wind gab es auch eine Menge Wasser von oben. Gewitter waren meist nachts. Ab der zweiten Woche schlug der Monsun jede Nacht voll zu; so stark, dass an Schlaf nicht zu denken war. Wir dachten, die Insel ersäuft! Sturm ohne Ende. An den letzten Tagen beruhigte sich das Wetter wieder etwas. In Gedanken waren wir bei den Abreisenden, die ganz früh morgens mit dem Speedboot knapp zwei Stunden nach Malé mussten. Und wir machten uns zunehmend Gedanken, ob denn bei diesem Wetter die Wasserflugzeuge fliegen.

Montag 31 Grad Celsius 1011 mb sonnig
Dienstag 31 Grad Celsius 1011 mb sonnig
Mittwoch 32 Grad Celsius 1011 mb sonnig
Donnerstag 32 Grad Celsius 1010 mb sonnig, abends kräftige Schauer
Freitag 31 Grad Celsius 1010 mb bewölkt, zunehmender Regen
Samstag 28 Grad Celsius 1010 mb bewölkt, zunehmender Regen
Sonntag 31 Grad Celsius 1010 mb sonnig, abends starker Regen

Montag 31 Grad Celsius 1010 mb sonnig
Dienstag 32 Grad Celsius 1010 mb sonnig, abends kräftiger Regen
Mittwoch 31 Grad Celsius 1010 mb bedeckt
Donnerstag 31 Grad Celsius 1011 mb sonnig
Freitag 31 Grad Celsius 1012 mb sonnig
Samstag 31 Grad Celsius 1012 mb diesig, nachmittags sonnig, sehr windig!
Sonntag 29 Grad Celsius 1011 mb stürmig und verregnet

Montag 31 Grad Celsius 1011 mb sonnig
Dienstag 29 Grad Celsius 1011 mb bedeckt und verregnet
Mittwoch 31 Grad Celsius 1011 mb vormittags trüb, nachmittags kurz Sonne, dann Regen
Donnerstag 30 Grad Celsius 1009 mb zunehmend bedeckt und Schauer

Tauchschule „Dive & Sail“:
Öffnungszeiten 08:00 bis 12:30 und 14:30 bis 18:00 Uhr. Die Basis wird von Urgestein Alfons Straub geleitet. Im Januar auf der boot hatten wir noch mit ihm ausgiebig geklönt, und er gab uns wertvolle Tipps. Die Tauchgänge hatte ich vier Wochen vor unserem Abflug online gebucht. Vielen Dank an Sylvia, dass das alles so easy geklappt hat. Während unserer Zeit war Alfons leider nicht auf der Insel; schade. Das Einchecken geschieht mittels Vorlage von Brevet, Logbuch und Tauchtauglichkeitsuntersuchung. Die Tauchbasis besteht aus Werkstatt, Equipmentraum, Wasserbecken, Duschen, Toiletten, etc.. Wer kein eigenes Equipment hat, erhält dieses hier, welches einen sehr guten Eindruck hinterließ. Das Gerödel kommt dann in eine Kiste. Alle Abläufe werden ausführlich erläutert und lassen keinerlei Fragen offen. Das ganze Areal ist absolut aufgeräumt, sauber und ordentlich. Dafür sorgen zwei gute maledivische Seelen, die auch bei den Hausriff-Tauchgängen das Gerödel zu den Einstiegspunkten bringen. Ich als Perfektionist habe mich jedenfalls sofort wohlgefühlt. Der Checkdive wird in der Lagune durchgeführt (zu meinem Erstaunen im Liegen!); Maske fluten und ausblasen, Wiedererlangen des Atemreglers. Bei Chris habe ich mich in guten und sicheren Händen gefühlt. U.a. war es auch ein Treffen von zwei Berlinern.

Die divespots des kommenden Tages werden bereits am Morgen des Vortages angeschlagen. 45 verschiedene Einträge kann man in sein Logbuch verewigen. Vormittags (Abfahrt um 08:30 Uhr) und nachmittags (Abfahrt um 14:30 Uhr) fährt das Dhoni hinaus (das zweite ist momentan in der Werft). Die Tauchplatzbeschreibungen sind recht ausführlich. Sein Equipment muss man bis zu einer festgelegten Zeit auf einer Bank neben der Basis stellen. Diese wird von den Jungs zum Boot gebracht, man braucht sich um gar nichts kümmern. Pro Boots-Tauchgang werden z.Zt. 16 USD berechnet. Nitrox ist für brevetierte Taucher kostenlos. Getaucht wird mit 10 l – Flaschen, wer einen höheren Luftverbrauch hat, kann sich auch eine 12 l – Flasche auf den Rücken schnallen. Und es gibt auch 15 l – Flaschen, die dann aber mit einer Extra Gebühr berechnet werden. Nach dem Tauchgang bekommt man eine kleine Flasche Wasser, einen heißen Tee, und die üblichen Kokosnussspalten machen die Runde! Beim Ausschecken wird einem die Rechnung ausführlich erklärt. Herzlichen Dank an das gesamte Team für die Zeit bei euch!

Protect the Maldives:
Leider liegen die Broschüren, mit denen Ellaidhoo beliefert wurde, nicht in den Bungalows aus. Ein Gespräch mit dem General-Manager fand trotz Aushändigung aller Unterlagen leider nicht statt. Die Tauchbasis hatte natürlich sofort ein offenes Ohr für die Aktivitäten. Unser zweites Projekt, die Broschüre „Eco-friendly Diver“ („Umweltschonende Unterwasser-Fotografie“), wurde gleich an der Tauchbasis ausgelegt. Ein Aufkleber von PTM ziert nun den Tresen der Basis.

Meine Tauchgänge:
Insgesamt habe ich das Hausriff achtmal betaucht. Die Südseite mit dem Wrack hat mir besser gefallen. Da das Wrack auf ca. 30 Meter Tiefe liegt, sollte man seine Grundzeit gut im Auge haben. Mit Glück sieht man schlafende Ammenhaie im Kiel oben liegenden Wrack. Zwei Tauchgänge wurden mit einem kleinen und einem großen Napoleon belohnt. Schön anzusehen ist auch der stationäre üppige Fünfstreifen-Schnapper-Schwarm. Es macht jedes Mal Spaß hier ganz vorsichtig durchzutauchen und nur so von Fisch umgeben zu sein. Ansonsten bietet das Hausriff die üblichen „Kollegen“. Es vergeht kein Tauchgang, bei dem man nicht von Fledermausfischen begleitet wird.
In den großen Überhängen, wo man mal ohne Strömung tauchen kann, findet man u.a. Muränen, Partner-Grundeln, verschiedene Nacktschnecken als auch Gebänderte Scherengarnelen. Weitere Bekannte: Schildkröte, Makrelen, White Tip, Rotzahn-Drücker, Strahlen-Rotfeuerfisch, Grauer Riffhai, Vlamings-Nasendoktor, Kaiserfisch, Leoparden-Drücker, Drachenkopf, Meyer’s Falterfisch, Kugelfisch, Leucht-Anemone (!), Nemos, Kartoffel-Zackenbarsch und Stechrochen. Leider war bei allen Tauchgängen eine sehr schlechte Sicht.

Die anderen vier Tauchplätze (Fus Faru, Maaga Inside Corner, Medu Corner, Bikuru Giri) wählten wir für die Nachmittags-Touren mit wenig Strömung aus. Leider muss ich sagen, dass mich diese Tauchgänge nicht vom Hocker gehauen haben. Auch hier war die Sicht nicht berauschend, Schwebeteilchen ohne Ende. Bikuri Giri hat mir am besten gefallen. Dieser Tauchplatz war doch sehr fischreich. Vielleicht hat man auch generell die Erwartungen viel zu hoch gesetzt.

Ungeordnetes, was noch so spontan eingefallen ist: Die Flora von Ellaidhoo hält sich in Grenzen. Man staune: wir haben nicht eine blühende Frangipani gesehen. Palmen haben wir allerdings auch schon wesentlich mehr gesehen. Die Fauna bietet die typische Tierwelt der Malediven; Rallen, sehr viele Fischreiher, dann die Koels, nur wenige Schönechsen, Geckos. Es gibt eine Garden Villa. Einfach die Tür öffnen, und schon steht man vor einem riesigen Gehege mit unterschiedlichsten Papageien, die dann natürlich ordentlich Krach machen. In Richtig der Bibliothek gibt es ein kleines Bonsai House. Naja, wir haben hier mehr erwartet. Irgendwie fehlt hier tatsächlich jemand auf der Insel, der einen grünen Daumen hat.

Auch der schönste Dreiklang aus Puderzuckerstrand, türkisfarbener Lagune und grüner Vegetation endet einmal. Der Tag der Abreise fiel einem nicht schwer. Warum? Man kennt das Prozedere, und wir wissen, dass wir die Malediven wieder besuchen werden. Wann? Wahrscheinlich wieder in zwei Jahren; also 2018. Also: Tschüß, Malediven! Bis demnächst! 2017 geht es mit unseren Bekannten – das steht jetzt schon fest – nach Bali. Die kleine Schwesterinsel Lombok kennen wir schon.

Fazit: Ellaidhoo konnte uns nicht überzeugen; schade. Die Insel bietet kein perfektes Malediven-Flair. Für strömungsliebende Taucher und für AI-Freaks ist sie aber durchaus empfehlenswert. Das Hausriff ist hinsichtlich Korallen leider nicht zu empfehlen, was das Schnorcheln betrifft. Fisch hingegen sieht man genug. Sämtliche Fische von A bis Z sind hier vertreten. Viele Fischschwärme lassen das Herz höher schlagen. Hinweis: die Strömung ist mitunter recht kräftig, sodass man wirklich gute Flossen braucht um nicht wegzutreiben. An die die ganze Insel umrundenden Wellenbrechern muss man sich gewöhnen. Diese sind absolut notwendig, da hier die Wellen extrem am Strand nagen.

Positives:
schöner Bungalow
sehr freundliche und kommunikative Köche
exzellentes Essen
sehr gute Cocktails
sechs Einstiege zum fischreichen Hausriff

Negatives:
ungepflegtes Äußeres der Insel (gibt es keine vernünftigen und ausgebildeten Gärtner?)
jeden Abend „Party-Time“ (Disco, Live-Musik, Beach Party, Open-Air-Disco auf dem Tennisplatz, etc.)
Spa ohne Angebote
Restaurant hat kein maledivisches Flair
sehr hohe Getränkepreise
korallenarmes Hausriff
Gäste aus China und Saudi-Arabien ohne jedes Benehmen
Liegen reservieren mit einem Handtuch

Schreckmomente:
29.06.16: Beim safety stopp im Freiwasser werde ich plötzlich mehrfach an meinen Flossen gerammt. Ein großer Riesen-Drücker zeigt mir schnell, wo die Grenzen sind. Mein Buddy filmte den Angriff aus nächster Nähe.

01.07.2016: Wir checken an der Tauchbasis den Nitroxgehalt unserer Flaschen. Ich verspüre plötzlich an meinem rechten Arm eine schnell mich streifende Berührung und höre nur noch einen lauten Knall am Boden. Eine große Kokosnuss hatte sich in gut 12 Metern Höhe für den freien Fall entschieden. Das war im wahrsten Sinne des Wortes „Haaresbreite“. Ich mag nicht daran denken, was passiert wäre, wenn ich nur 20 cm weiter rechts gestanden hätte. Die Heimreise hätte ich dann u.U. im Liegen angetreten. Lt. Statistik sterben jährlich 150 Menschen durch herab fallende Kokosnüsse.

08.07.16: Beim Abendbrot krabbelt es an meinem Bein in Richtung Hosenbeinöffnung. Ich merke nur noch einen schmerzhaften Biss oder Stich, springe auf und klopfe die Hose aus. Am Boden sucht ein ca. 15 cm langer, behaarter Tausendfüßer das Weite. Es folgen Schweißausbrüche ohne Ende, leichte Schwindelattacken, sowie eine gute Schwellung. Zum Glück lässt das alles nach gut einer Stunde nach. Aber als Insektengiftallergiker macht man sich dann schon seine Gedanken.

Hinweis: Alle Eindrücke basieren auf dem angegebenen Zeitraum und wurden versucht weitestgehend objektiv wiederzugeben.

Die aktuellen Kontaktdaten:
Ellaidhoo Maldives by Cinnamon
North Ari Atoll, Rep. of Maldives
Telefon: +960 6660669
Telefax: +960 6660514
E-Mail: fom.ellaidhoo@cinnamonhotels.com
Web: www.cinnamonhotels.com

__________________
Best 73, Spyro2

2017 Bali war genial!!!


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