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Zum Ende der Seite springen Velidhu 2016-03-31 - Reisebericht von Joern 1 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,00  
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Text Velidhu 2016-03-31 - Reisebericht von Joern Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Reisebericht Velidhu März 2016

Nach 2005 erneut Velidhu. Was hat sich geändert? Zunächst mal einen Eignerwechsel. Die Insel steht unter Maledivischer Führung. Tauchbasis immer noch Eurodivers. Bungalows noch dieselben, in einem viele Jahre dauernden Renovierungsprozess befindlich. Aktuell wird auf der Insel gebaut, auf der Stelle des ehemaligen Sportplatzes entsteht ein Mitarbeiterquartier. Dies sind meine Eindrücke.

Die Insel ist wunderschön. Der Bewuchs und der Pflegezustand der gesamten Anlage ist beeindruckend. Die vielen Palmen, der riesige Banyan Tree, in dem morgens die Flughunde lautstark streiten, die supergepflegten Wege und die tausend gärtnerischen Details machen jeden Spaziergang zu einer Freude. Immer wieder entdeckt man etwas Neues.



Es gibt sehr viele Einsiedlerkrebse und Schönechsen, und neben den üblichen Köls, Reihern, Wasserhühnern und Flughunden auch importierte Arten wie Katzen und Ziervögel. Ich möchte meinen, dass das Innere der Insel zum Schönsten gehört, das ich kenne. Dazu gehört auch, dass sich die Bungalows sehr schön einfügen. Toll!
Die Strandsituation hat sich stark verschlechtert. Zwar gibt es nach wie vor reichlich, aber der seinerzeit breiteste Abschnitt im Süden ist nun ziemlich erodiert. Auch im Westen kann man nicht mehr von einer üppigen Strandsituation sprechen, dafür aber im Osten, wo es einen riesigen Abschnitt gibt. Insgesamt aber kein Problem, nur halt unzweifelhaft deutlich weniger als vor zehn Jahren.

Bungalows sind super, Zustand und Sauberkeit einwandfrei, ich hatte weder Kakerlaken noch Wanzen noch Mücken, obwohl Klimaanlage permanent aus ist. Essen zwar immer reichlich, aber irgendwie mittelmäßig. Ich bin ziemlich anspruchslos, aber ich vermisste bei allen Gerichten den Geschmack, wobei ich das nur für die fleischlosen beurteilen kann. Dafür waren das Brot und die Nachspeisen super und die Kellner angenehm nett und schnell.



Wie immer zum Wichtigsten: Unterwasser. Das Riff hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Grundsätzlich ist es riesig, hat aber nur zwei echte Einstiege: Steg und Bootseinfahrt im Süden. Für die Beschreibung platziere ich eine Uhr auf der Insel … Norden ist 12 Uhr. Man schnorchelt also meistens von 6 nach 7 oder von 6 Richtung 3 und zurück. Es sei denn, es ist Flut, dann kommt man auch über die höchsten Teile des Korallengürtels herüber. Das sollte man bei seiner Schnorchelplanung unbedingt beachten. Wer um die Ostspitze Richtung 12 Uhr schnorchelt, kommt bei Ebbe nicht über die Korallen!
Eine Umrundung dauerte bei mir fast 4 Stunden, was man nur machen sollte, wenn die Strömungen es erlauben.

Das Schnorcheln ist auch dadurch gekennzeichnet, dass das Riff an den meisten Stellen nicht steil, sondern relativ sanft abfällt. Dadurch beginnen viele schöne Bereiche erst bei 3 m Tiefe und sind damit immer etwas außer Sichtweite. Es gibt sehr viele sehr schön bewachsene Abschnitte, die aber immer wieder von sehr schrottigen Abschnitten unterbrochen sind. Im Norden zwischen 12 und 3 gibt es riesige Tischkorallenfelder, aber neben gesunden Bereichen folgen riesige tote Bereiche.




Apropos tot: es muss ein fürchterliches Desaster westlich der kleinen künstlichen Aufschüttung gegeben haben. Der gesamte innere Bereich ist großflächig mausetot. Ein einziger Korallenfriedhof. Da die Gerippe noch stehen, ist das vermutlich erst ein paar Jahre her. Ich tippe mal auf fatale Sedimentation, wenn ich A den Sandbagger und B die künstliche Aufschüttung zusammenzähle. Ein schreckliches, frustrierendes Bild und in meinen Augen ein Verbrechen.



Wie wundervoll das mal ausgesehen haben muss, kann man sich vorstellen, wenn man sich z.B. die inneren Bereiche östlich der Aufschüttung ansieht. Dort auch als Geheimtipp: folgt man der Bootseinfahrt ins Innere, so findet man dort ganz wunderbare Korallenformationen! Das ganze westliche Riff von 8 bis 11 ist eher belanglos, aber im Norden von 11 bis 3 gibt es viele sehr schöne Abschnitte voller gesunder Korallen. Eigentlich. Denn genau dort fand ich auch einen Abschnitt mit akuter Bleiche. Insgesamt korallenmäßig eine Schulnote 3.



Fischmäßig gibt es auch gut und schlecht. Insgesamt ist ziemlich viel los. Vor allem morgens und abends kommen extrem viele Ährenfischschwärme und vernebeln einem die Sicht auf die interessanten Sachen. Es gibt jede Menge Haie, Rochen und Schildkröten — wundervoll. Sehr viel vom üblichen Kram. Recht wenige Schwärme, bis auf den tollen Makrelenschwarm direkt am Steg.




Vermisst habe ich Napoleon, große Makrelen, große Zackenbarsche … leergefischt. Insgesamt eine Schulnote 2, wenn … ja, wenn da nicht ein zweifelhaftes Hailight daraus eine glatte 1 machen würde. Abends kann man mit einer ca. 25-köpfigen Ammenhaifamilie schnorcheln. Diese sind sehr neugierig und mit derart kleinen Augen müsste ich auch bis auf Tuchfühlung ran, um was zu erkennen. Es ist überwältigend schön, inmitten dieser wunderschönen Tiere zu sein, zu deren Begleitung noch 5 riesige Stachelrochen, hunderte Makrelen und etwa 100 Remoras gehören, die neugierig checken, ob man sich an dem Menschen nicht ansaugen kann. Man kann die Ammenhaie richtig lange beobachten und mit ein bisschen Mut und Luft taucht man zu ihnen hinab und verweilt inmitten dieses fasszinierenden Gewimmels. Das ist definitiv in den Top 5 meiner 15-jährigen Maledivenschnorchelei!




Warum zweifelhaft? Auf dem Sonnendeck steht ein Schild für die Touristen „Don’t feed the fish“. Finde ich gut und richtig. Die Ammenhaie sind nicht meinetwegen da, sondern weil zum Sonnenuntergang ein Dhoni mit drei 500-Liter-Fässern voller Küchenabfälle etwa 200 Meter vors Riff fährt und den Kram dort in die Strömung schmeißt. Die Ammenhaie, die ich beobachtet habe, sind also aus unnatürlichen Gründen dort, womit das Ereignis leider einen schlechten Beigeschmack bekommt. Ich kann mich ja auch nicht daran erfreuen, die schönen Doktorfischschwärme am Fäkalrohr zu beobachten, das im Osten den ganzen Scheiß ins Riff leitet. Falls das jemand liest, der die Malediven nicht kennt: beides ist absolut üblich auf den meisten Inseln.

Tauchen war sehr nett mit den Eurodivers. Nette Menschen, gute Organisation, gutes Equipment, klare Ansagen. Besondere Sachen blieben mir beim Tauchen leider verwehrt, aber das war natürlich nur Pech.

Angesprochen gehören noch 3 Sachen. Erstens habe ich sowohl beim Tauchen als auch beim Schnorcheln lediglich 1 Dornenkrone gefunden. Die Tauchbasis bestätigte aber, dass sie vermehrt größere Anzahlen an bestimmten Tauchplätzen finden. Zweitens habe ich im Norden des Hausriffs, aber auch nur dort, eine Korallenbleiche entdeckt. Das bereitet mir Sorge für April, Mai, Juni, wo erst die höchsten Wassertemperaturen infolge des aktuellen El Ninos erwartet werden. Drittens wurde außergewöhnlich viel Müll angeschwemmt, obwohl wir kaum Wind nur sehr schwache Strömung während meiner Zeit hatten. Es hat mich so aufgeregt, dass ich darüber eine kleine Fotostory gemacht habe, die auf meiner Homepage zu finden ist: http:www.joernbernard.de Ich sehe dafür zwei Ursachen. Genau in Strömungsrichtung liegen Ukulhas, Thilafushi und Male. Viele Fundstücke sind aber nicht-maledivischen Ursprungs und ich fürchte, die generelle Vermüllung der Ozeane hat eine Schwelle überschritten, vor der niemand mehr die Augen verschließen kann.

Unterm Strich hatte ich einen schönen Aufenthalt auf einer sehr schönen Insel und viel Spaß beim Schnorcheln. Das alles zu einem sehr guten Preisleistungsverhältnis. Ich wäre gerne noch länger geblieben.

PS: Noch ein Bonus: wie sehen eigentlich Ammenhaie aus, die sich gerade erschrecken?



PPS: Als Bonus noch ein Tipp aus der Praxis: prüft, ob sich nicht eine Ameise in euer Unterwassergehäuse geschlichen hat. Denn sie wird euch garantiert dann die Aufnahmen versauen, wenn etwas Einmaliges vor die Linse kommt:



Nachtrag vom 28.04.2016: Werte Maledivenfreunde, ich habe noch ein paar Impressionen von Velidhu zusammengeschnippelt:



06.04.2016 13:20 Joern ist offline E-Mail an Joern senden Homepage von Joern Beiträge von Joern suchen Nehmen Sie Joern in Ihre Freundesliste auf
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