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Zum Ende der Seite springen Medhufushi - 2015-05-03 - Reisebericht von Thym1959 1 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,00  
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Text Medhufushi - 2015-05-03 - Reisebericht von Thym1959 Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Reisebericht Medhufushi, vom 18.04 bis 03.05 2015

Zuerst wollten wir gar keinen Reisebericht schreiben, es ist unser 3. Aufenthalt dort und im Prinzip hat sich nicht so sehr viel geändert. Unseren letzten Reisebericht zu Medhufushi haben wir nun einfach kopiert und entsprechend der (teils subjektiven) Aktualität angepasst.

Es gibt bei den Fluggesellschaften wohl immer wieder schlaue Leute, die es schaffen, alles noch ein bisschen billiger zu machen, obwohl man selbst glaubt, einfacher geht es eigentlich nimmer. Das ohnehin sehr einfache Besteck in der Holzklasse von Condor ist jetzt in appetitanregenden mausgrau, die Servietten haben die Konsistenz und Größe von 2 Blättern einlagigem Klopapier. Auf dem Hinflug brauchte man eine Flex um das Laugenbrötchen wenigstens einigermaßen auseinander zu kriegen. Der Rückflug toppte dies noch mit verschimmeltem Brot und lauwarmen Nudelgericht. Den ersten 2 oder 3 reklamierenden Fluggästen konnte man das Brot noch umtauschen, als es immer mehr wurden war dies gar nicht mehr so einfach. Nach einer aktuellen Kundenbefragung soll ja Condor die beliebteste Airline der Deutschen sein (nach Preis- Leistungsverhältnis), vielleicht haben wir uns die Vorkommnisse also nur eingebildet. Naja, für die insgesamt nur rd. 20 Stunden für Hin- und Rückflug nonstop kann man ja einiges über sich ergehen lassen, das meiste an Verpflegung nehmen wir ohnehin schon seit Jahren selber mit.

Beim Landeanflug sahen wir, dass die Lagune zwischen Hulhulmale und Club Faru und sogar darüber hinaus mittlerweile vollständig aufgefüllt ist. Da ist eine Menge Landmasse dazugekommen, die wohl bald bebaut werden wird.

Vom „Aufschlagen“ des großen Fliegers in Hulule bis zur Ankunft am Wasserflieger-Terminal vergingen gerade mal 45 Minuten, das muss Weltrekord gewesen sein! Leider vergingen noch ca. 2 Stunden Wartezeit und dann ging es über Hakuraa nach Medhufushi. Der Wasserflieger legt direkt am Steg der Insel an, von dort aus sind es nur wenige Schritte bis zur Bar (die auf Stelzen über dem Meer gebaut wurde), wo wir von einer Betreuerin an einen Tisch gebeten wurden. Nach kurzer Einweisung wurden wir auf unser Zimmer geführt. Das Gepäck war fast zeitgleich ins Zimmer gebracht worden.

Medhufushi ist ca. 900 Meter lang und ca. 100 Meter breit, wunderschön mit sehr vielen hohen Palmen und anderem Grünzeugs bewachsen. Vom Meer aus sind keine Landbungis zu sehen, bzw. lässt sich nur ab und an einer erahnen. Die Insel hat kein eigenes Hausriff, und die Lagune ist auf der Ostseite - die stellenweise mit Seegras bewachsen ist - an vielen Stellen sehr flach. Die Westseite hat meist den breiteren Strand, jedoch an vielen Stellen (zwischen Resti und Wasserbungis) ist eine kleinere Abbruchkante von bis ca. 0,5 Meter sichtbar. Es existieren keine Wellenbrecher oder sonstige Befestigungen auf der Insel, der Strand geht - mit Ausnahme der ersten Bungis von Rezeption Richtung Wasserbungis an der Ostseite - rundum, an manchen Stellen etwas grobkörnig. Es gibt nur einen Weg in der Mitte der Insel, links und rechts davon verschiedene Kategorien von palmenblattgedeckten Bungis. Weiterhin gibt es 2 Honeymoon-Watervillas in der Lagune der Ostseite, die nur mit einem Boot erreichbar sind, der eigens dafür vorhandene Steg ist auf Rezeptionshöhe. An der Nordspitze der Insel - mit Blick auf eine Einheimischeninsel - befindet sich der Staffbereich, die letzten Bungis vor dem Staffbereich waren durch Management und Tauchschulenmitarbeiter belegt. So fielen schon die ersten ca. 200 Meter der doch recht großen Insel weg und durch die fast mittige Anordnung von Resti, Bar, Rezeption, Muckibude, Tauchschule, Sportcenter usw. waren die Wege am Land dorthin längstens etwa nur 300 Meter. An der Südspitze der Insel befinden sich die Wasserhütten und das SPA. Die Bar, das Resti, die Tauchschule und der Pool befinden sich an der Westseite. Das Resti (mittlerweile überall Nichtraucher) ist außen herum mit schmalem Holzboden, der Rest ist Sand. Medhufushi ist im Prinzip eine feinere und sehr legere Barfußinsel! Das Publikum ist mittlerweile (oder nur zu unserem Aufenthalt?) in der Hauptsache asiatisch. Leider die meisten davon von der Sorte, die man nicht am Nebentisch beim Essen haben möchte oder denen man nicht so gerne beim „Fressen“ - auch aus größerem Abstand - zuschauen möchte. Das in allen Facetten: von der „Riechprobe“ am Buffet (und anschließend wieder in den Topf schmeißen), teils für europäische Verhältnisse fehlende allgemeine Manieren oder auch fehlende selbstverständliche Bekleidung in einem Resti, laute Unterhaltungen über mehrere Tische hinweg. An schmatzen, rülpsen, „auf den Teller spucken“ usw. haben wir uns ja schon fast gewöhnt. Das alles zieht mittlerweile das allgemeine Niveau der Insel schon ein bisschen nach unten.

Wir hatten eine sogenannte Beachvilla gebucht, die sind zum Strand hin freistehend, mit Palmblätterdach, die Seite zum Inselinnern in U-Form an der Dusche mit einer anderen Villa „zusammengewachsen“. Die Villas sind nett mit massiven Holzmöbeln eingerichtet, im Innern und ohne Bad etwa 30 Quadratmeter groß mit großem Bett einschließlich Moskitonetz, E-Safe (kostenlos), Minibar, Schrank, Kommode, Sessel, Stuhl, Wasserkocher (ein Liter Trinkwasser/Tag kostenfrei), Fön, TV (keine deutsche Welle). Es gibt auf dem Papier auch WLAN auf jedem Zimmer, Kostenpunkt 100 $ (oder waren es 120 $?) die Woche, alternativ auch zeitlich begrenzter Zugang z.B. für 5 $/Stunde. Die Front zu Meer/Terrasse hin besteht aus insgesamt 3 Glastüren, weiterhin gibt es 4 kleinere Fenster. Das halboffene Bad hat 2 Waschbecken, das WC ist durch einen extra kleinen Raum mit Tür abgetrennt. Zur Dusche muss man 2 Stufen hinab über einen kleinen Holzsteg gehen, die Dusche steht im Freien, rund gemauert mit einem extra Palmblätterdach, sieht einfach sauschön aus. Im Badezimmer steht auch ein Holzgestell zum Aufhängen der Badesachen. Standardmäßig hängen dort auch zusätzlich 2 große Strandhandtücher, bei Bedarf auch mehr. Was uns schon beim ersten und auch zweiten Besuch dieser Insel beeindruckte, ist die Terrasse der Beachvillen. Sie ist auch etwa 30 Quadratmeter groß, aus Holz und fast vollständig überdacht. Ausgestattet mit 2 bequemen Stühlen mit Auflagen, einem Tisch und einer Schaukel. Vor der überdachten Terrasse befinden sich 2 Holzliegen mit Auflagen. Plastikmöbel oder -Liegen gibt es keine. Der Blick von der Terrasse zum Meer ist nicht ganz frei, alles schön grün bewachsen, bis zum Strand sind es wenige Meter. Links und rechts der Terrasse ist auch alles ausreichend begrünt, man sieht nichts oder sehr wenig von der Nachbarterrasse (Achtung: gilt nur für Beachvillen!!). Kurzum, die Beachvillen sind mit allem ausgestattet, was benötigt wird und schön noch dazu, lediglich könnten ein paar mehr Ablagemöglichkeiten im Innern der Villen vorhanden sein. Durch die Nähe zu Einheimischeninseln ist zur Gebetszeit ab und an der Muezzin zu hören.

Bei den Beachvilla-Suiten gibt es zwar 2 Terrassen (für 2 Parteien), die sind zum Meer hin aber nur ca. 1 Meter überdacht und haben keinen Sichtschutz untereinander. Der größere überdachte Teil der Terrasse ist zwischen den Bungis, und den muss man sich mit dem Bunginachbarn teilen. Die Familienvillas bestehen aus 2 Bungis mit einer vollständig überdachten Riesenterasse.

Es kam mit dem Wechsel des Windes auf westliche Richtungen, auf der gesamten Westseite der Insel zu Seegrasanschwemmungen. Das wurde zwar ständig versucht, zu entfernen, es sieht aber trotzdem - gerade bei etwas stärkerem Wind - richtig scheiße aus. Wenn wir derzeit eine Empfehlung zur Bungilage abgeben müssten, würden wir die Ostseite zwischen Rezeption und Staff nehmen.

Das Hauptresti hat direkten Blick zum Meer/Pool und was es dort zu futtern gab, war von der Auswahl am Abend mehr als reichlich, jedoch durch die hohe Anzahl der asiatischen Gäste auch halt sehr asiatisch und auch eher Fisch-lastig geprägt. Alles in Buffetform und neben dem „normalen“ Buffet gab es zusätzlich jeweils eine Station mit Pasta, Sushi, Obst (frisch nach Wunsch zugeschnitten/geschält) sowie (aber nur beim Dinner) eine Station mit großer Auswahl asiatischer Currygerichte, alles frisch zubereitet, und Käsetheke. Obligatorisch beim Dinner und Lunch eine Station mit großer Auswahl von Brötchen/Brot, Vorspeise und Nachspeise. Wer am Buffet allerdings nach Pommes sucht, wird enttäuscht werden. Das Mittagessen war deutlich reduzierter.

Beim letzten Aufenthalt auf Medhufushi war auch Kaffee (auch Cappuccino und Espresso) im Resti eingenommen in der Verpflegungsleistung enthalten, ob das heute noch so ist wissen wir nicht. Durch das Verhalten bzw. „Gewohnheiten“ der bestimmten Sorte Reisgesichter war unsere Aufenthaltsdauer im Resti auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt, und wir nahmen unseren obligatorischen „nach-dem-Essen-Genuss“ lieber in der gemütlichen Bar ein.

Auch beim Frühstück gibt es reichlich Auswahl, wer da nichts findet, dem ist nicht zu helfen. Im Resti gibt es freie Platzwahl, der Kellner ist wohl wechselnd oder auch nicht, so richtig konnten wir das nicht ausmachen. Je nach dem welcher Kellner bediente, ist der Service meist sehr gut oder auch einfach sehr schlecht gewesen.

Zur Preisorientierung: Trinkwasser gibt es in 1-Liter-Glasflaschen für 3,50 $, Softdrinks 5,25 $, Presso 4,50 $, Cappu 5,50 $. 1 Glas für unsere Geschmacksnerven nicht so trinkbarer Rotwein 6,50 $, wir sind schnell auf Flaschenweine umgestiegen, da gibt es trinkbare ab ca. 40-45 $ die Flasche. Alles jeweils zzgl. 10 % Servicecharge plus z. Z. 12 % GST.

Die Bar ist auf Stelzen in die Lagune gebaut und in mehrere Teile unterteilt, dort gibt es auch ein á-la Carte-Resti mit Snacks und vollwertigen Gerichten. Da wir Vollpension hatten, haben wir dies nie genutzt und deshalb können wir auch zu der Qualität der Speisen nichts sagen. Weiterhin gibt es in der Bar noch eine Bibliothek und eine Möglichkeit zum Billard spielen. Die Touribespaßung in der Bar fängt gegen 21 Uhr an, ab und an war sie auch am Pool.

Zu Pool, Spa, Wassersportcenter und Muckibude können wir nichts sagen, außer dass der Pool wirklich schön aussieht. Eine Tischtennisplatte und Volleyballplatz gibt es auch.

Da Medhufushi kein eigenes Hausriff hat, wird 2 x am Tag eine Boostsfahrt für Schnorchler angeboten.

Da nur einer von uns taucht, kommt bei diesem Thema die „Ich-Form“. Das Gerödel muss man vor dem Tauchen selbst vom Trockenraum in einem Korb auf ein Wägelchen stellen. Blei muss vom Taucher selbst auf das Boot hin- und zurück getragen werden. Auch das auswaschen und wegstellen der Ausrüstung nach dem Tauchen ist Tauchersache. Das ist im Vergleich zu anderen Malediventauchbasen in dieser Hotelkategorie vielleicht nicht mehr so ganz zeitgemäß, aber sonst ist die Organisation der Taucherei typisch Lau, einfach und gut. Die Flaschen immer gut gefüllt, es fährt allerdings auf Grund der mittlerweile relativ überschaubaren Anzahl der Taucher nur noch 1 Boot. Auch wenn mal nur 1 Taucher auf dem Boot ist, es wird gefahren. Es wird vor dem Tauchen eine Flasche Trinkwasser (0,5 Ltr.) gereicht, nach dem Tauchen Kaffee, Tee oder ein Softdrink. Handtücher gibt es auf dem Boot. Die Tauchplätze im Innenatoll sind von der Strömung her im Prinzip anfängergeeignet, allerdings - wenn man es möchte - teilweise auch ziemlich tief. Die Hartkorallen im Innern des Meemuatolls sind erstaunlich gut erholt, ich behaupte es sind die intaktesten Hartkorallenbestände von all den Atollen, in denen ich bisher auf den Malediven (nach der Korallenbleiche) tauchen war. Leider ist die Fischvielfalt im Innenatoll immer noch wenig bis manchmal schon langweilig. Im Atollinneren habe ich so gut wie keine Muränen gesehen, Schwarmfisch auch nicht unbedingt reichlich. An den in der normalen Tour erreichbaren Kanaltauchplätzen (alle um den Kanal bei Muli) habe ich bei jedem Tauchgang, Haie, Rochen, Adlerrochen, Napoleons, Schildkröten usw. gesehen. Ich war diesmal nicht an die Kanäle an der Westseite tauchen gewesen, welche nur als Tagesausflug erreichbar sind. Jedoch sah ich auf dem Rückflug ein Video von Tauchern die dort gewesen sind, genauso wie vor 5 Jahren gibt es dort immer noch Grauhaie in sehr reichlicher Anzahl, wie man sie selten in so einer Konzentration sehen kann.
Zusammengenommen hat das Tauchen sehr viel Spaß gemacht und für mich ist und bleibt der Lau eine der bestorganisierten Basen auf den Malediven!

Fazit:
Medhufushi ist eine komfortable und trotz fehlendem Hausriff und der Inselgröße eine empfehlenswerte Insel für Leute, die in schattiger Vegetation, auf einer gepflegten und legeren Insel mit Anspruch und meist gutem Service, mit reichlicher Essensauswahl und gut ausgestatteten Bungis, einen ruhigen und angenehmen Urlaub verbringen wollen. Dies mit der Einschränkung, dass man sich mit dem Verhalten und den Gewohnheiten so mancher chinesischen Inselgäste im Resti arrangieren muss. Man sollte sich nicht von den meist vergebenen 5 Katalogsternen blenden lassen, die Insel ist subjektiv gesehen nach maledivischen Maßstäben auf gehobenem 4 * Niveau!

__________________
LG
Thym
17.05.2015 17:31 Thym1959 ist offline E-Mail an Thym1959 senden Beiträge von Thym1959 suchen Nehmen Sie Thym1959 in Ihre Freundesliste auf
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