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Zum Ende der Seite springen Indonesien - Sulawesi Pulisan, Siladen 2015-03-12 - Reisebericht von julia 1 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,00  
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Text Indonesien - Sulawesi Pulisan, Siladen 2015-03-12 - Reisebericht von julia Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Reisebericht Indonesien/Nord-Sulawesi: Pulisan & Siladen, 18.2.-11.3.2015

Auswahl: Indonesien stand ja eigentlich schon letztes Jahr auf meiner Wunschliste – da haben dann aber doch die Philippinen das Rennen gemacht. Also wurde heuer Nord-Sulawesi nachgeholt.

Anreise/Hinflug: am 16.2. ging es wieder Richtung München, wo wir im Airporthotel Regent in Halbergmoos um € 105,-- übernachtet haben (inklusive Parkplatz für 15 Tage,Verlängerungstag f. Auto € 2,--). Transfer zum Flughafen (5 Min.) ist ebenfalls im Preis inbegriffen und hat wieder sehr gut funktioniert.
Am 17.2. dann Abflug mit Singapore Airlines nach Singapore und weiter mit Silk Air nach Manado. Singapore Airlines fliegt von München mit einer Boeing 777-300 (von Frankfurt auch mit A380).
Sitzaufteilung 3-3-3, Fußstützen vorhanden, gutes Service. Zum Glück war der Flieger nicht wirklich so voll, wie bei der Online-Sitzplatzreservierung angegeben. Somit hatten wir beim Hinflug eine 3-er Reihe für uns und konnten uns auch ein bisschen ausbreiten.
Flughafen in Singapore wieder ein Genuss: keine Lautsprecherdurchsagen, keine Berieselungsmusik. Gratis-Fußmassage genossen. Die schönen Geschäfte laden zum Geld ausgeben ein. Aufenthalt ca. 2 Stunden bis zum Weiterflug mit Silk Air (A-320) nach Manado. Die Silk Air Maschine war etwa halbvoll, auch hier war das Service wieder sehr gut. Pünktliche Landung bei Regen und grauem Himmel in Manado.

Einreise: bei der Einreise in Indonesien muß eine Visum-Gebühr von $25,-- pro Person in bar!!! bezahlt werden. Danach erfolgt noch ein Scan von Gesicht und Fingerabdrücken von jenen Personen, die zum ersten Mal das Land besuchen.
Geldwechselschalter in der Ankunftshalle vorhanden.

Pulisan 18.2.-1.3.:
Wir wurden von einem Fahrer des Pulisan Jungle Resort abgeholt – die Fahrt dorhin dauert eine gute Stunde. Auf der Fahrt ins Resort haben wir schon auf den Straßenrändern die vielen Standln mit Rambutan und Lansas gesehen & auch gleich eingekauft + eine Simpati-Telefonkarte. Auf der Fahrt ins Pulisan stellten wir bald fest, dass die schlechten Straßen eigentlich die guten sind und die ganz schlechten die Bezeichnung Straße eigentlich gar nicht mehr verdienen... Jede Schotterstraße bei uns ist in einem VIEL besseren Zustand. Die durchschnittliche Geschwindigkeit beträgt ca. 20 km/h.
Die 15 Minuten Fußmarsch durch den Dschungel ins Pulisan sind zum Glück nicht steil und somit ohne Probleme für jedermann zu bewerkstelligen. Träger haben unser Gepäck geschultert und für uns bis zu unserem Bungalow gebracht.
Die Lage des Pulisan ist herrlich: ruhig & abgeschieden, direkt am Meer, weißer Strand mit vielen Muscheln & Einsiedlerkrebsen. Wir wurden von Anni, der indonesischen Besitzerin und Gabi begrüßt. Katrin kam erst am Abend von einer Tour zurück.
Wir hatten einen teureren Bungalow gebucht, der eine westliche Dusche hat (im Gegensatz zu der Mandi-Dusche mit Schöpfkelle) und auch lauwarmes Wasser haben sollte. Die Dusche war wohl vorhanden, aus dem lauwarmen Wasser wurde allerdings nichts. Der Bungalow an sich war hübsch und mit einem guten Bett aus dickem Bambusrohr ausgestattet, inkl. Moskitonetz. Leider gibt es keinen Hänge- sondern nur einen Liegekasten. Strom war nur in der Zeit von 17.30.-22.00 h vorhanden, also unbedingt eine Taschenlampe mitbringen! Leider gibt es nur eine einzige Steckdose am Zimmer, was bedeutet, dass man sich gut einteilen muss, wann man seine elektronischen Geräte/Kameras aufladet. Das Licht im Bungalow ist ziemlich düster, was für Leseratten schlecht ist. Ein Ebook-Reader ist hier von Vorteil, weil man auch noch nach 22 h lesen kann. WLAN ist nicht vorhanden. Das Badezimmer lässt wirklich zu wünschen übrig: es gibt kein Waschbecken, was für das Zähne putzen und das Abstellen von Shampoo und anderen Utensilien äußerst unpraktisch ist. Das WC hat keinen Spülkasten sondern wird mit Schöpfkelle bedient - das hat problemlos funktioniert. Die Fenster und Lüftungsschlitze sind alle ohne Fliegengitter, somit kommt wirklich jegliches Getier herein. Ein Gecko oder eine verirrte Kakerlake stellt da noch kein wirkliches Problem dar, aber eine Krabbe im Badezimmer (das in der Nacht stockdunkel ist) und eine Vogelspinne am Plafond des Schlafzimmers, ist selbst für mich als ausgesprochener Tierfreund zu viel. Ein tapferer Fischer hat uns von dem Spinnenvieh befreit und es draußen wieder ausgelassen. Wie ruhig unsere Nächte nach diesem Vorfall waren, muss ich wohl nicht näher erläutern...
Gegen die allgegenwärtigen Moskitos wird jeden Tag eine Räucherspirale im Bungalow bereitgestellt. Haben wir täglich genützt & es hat auch wirklich geholfen.
Von der Massage, die wir in einem offenen Pavillon am Stand genossen haben, kamen wir komplett zerstochen zurück. Deshalb ist es leider bei dieser einzigen Massage geblieben (€ 6,--). Auch hier wäre ein Moskitonetz oder Fliegengitter äußerst nützlich.

Verpflegung: wir hatten VP - Trinkwasser inklusive. Bei dem Wasserspender im Restaurant konnte man sich jederzeit einen Krug mit Wasser anfüllen und aufs Zimmer mitnehmen.
Das Frühstück bestand täglich aus Spiegelei, Früchten, 2 Stk. Toast mit Butter und köstlicher selbstgemachten Mango-Marmelade (gemacht aus den wilden Mangos, die zwar deutlich kleiner aber um vieles süßer sind als die Früchte, die bei uns angeboten werden). Wer von den 2 Stück Toast nicht satt wurde, konnte sich ohne extra Verrechnung etwas nachbestellen. Dazu Tee bzw. Kaffee, der mit heißem Wasser aufgegossen wurde. Um das Kaffeepulver, den Zucker und Tee gegen die allgegenwärtige Luftfeuchtigkeit zu schützen, wurden diese in Plastikbehältern bereitgestellt. Wenn auch praktisch, so hat mich das ein bisschen an Camping-Urlaub erinnert. Ein einziges Mal wurden auch Palatschinken angeboten (wieder mit Mango-Marmelade). Mit einem Wort: die Abwechslung ließ zu wünschen übrig (für so manchen wohl auch die Auswahl). Die meisten Gäste waren nur einige Tage hier – wir waren die einzigen, die länger als eine Woche blieben.
Mittagessen: bestand meistens aus einem Nudelgericht mit Salat.
Abendessen: Suppe, Hauptspeise, Nachspeise (Früchte: mit bzw. ohne Fruchtsaftgemisch). Die Hauptspeise besteht mehrheitlich aus Fisch, wobei es äußerst schade war, dass dieser immer kalt (und demnach auch zäh) serviert wurde. Wir wussten zwar aus unserem Reiseführer, dass in Indonesien gerne kalt od. lauwarm gegessen wird, warum der Fisch immer etliche Stunden vor dem Abendessen gegrillt wurde und nicht kurz vorher, kann ich trotzdem nicht nachvollziehen. 2 x gab es auch Huhn, mehrmals sehr gut zubereitetes Tempeh. Oft wurde zu den Gerichten die äußerst gute Dabu Dabu-Sauce serviert. Gutes Gemüse - Vegetarier kommen hier voll auf ihre Kosten. Das Essen war insgesamt schmackhaft, kann sich aber sicherlich nicht mit den Küchen von 3* Inseln auf den Malediven messen.
Im Restaurant gibt es auch eine kleine Vitrine mit Souveniers (z.B. Muskatnuss, Nelken, Zimtrinde, Pfeffer, Postkarten, Decken).
Das Tischchen mit Spielen & informativen Büchern war derart abgegriffen, dass es auch kaum von jemandem genutzt wurde, was wirklich schade war.
Schade fanden wir, dass es keine Übersicht (Karte oder auch mündlich) gab, wo ersichtlich gewesen wäre, was es alles gibt. So kamen wir z.B. nur durch Zufall darauf, dass es frisch gepressten Mango- und Papayasaft gab. Man musste diese Informationen dem Personal sozusagen „aus der Nase ziehen“. Die Standard-Ausflüge waren im Restaurant ausgehängt – auch hier wurde nicht dazugesagt, dass man sich quasi jede Tour zusammenstellen hätte lassen können. Ein bisschen mehr Zuvorkommen hätte ich mir da schon gewünscht. Ansonsten war das Personal äußerst nett und hilfsbereit.

Schnorcheln: sowohl in meinen Reiseführern als auch auf der Homepage vom Pulisan wird das schöne Hausriff gelobt. Leider konnten wir während unseres gesamten Aufenthalts dort wegen extrem starker Brandung nicht schnorcheln gehen. Wir haben uns bei unsere Ankunft nach den Gegebenheiten am Riff erkundigt. Da wurden wir darauf hingewiesen, dass die Unterstörmung derzeit extrem stark ist und man nicht (durch den Bootskanal) hinausschwimmen sollte. Diese wichtige Information dürfte nicht an alle Gäste gegangen sein, denn eine junges holländisches Pärchen kam einige Tage später genau an dieser Stelle in Seenot. Obwohl es hieß, die Fischer, die de facto immer beim Bootskanal anwesend sind, würden jederzeit Hilfe leisten, machten diese in diesem Fall überhaupt keine Anstalten mit ihren Booten rauszufahren und den Holländer zu helfen. Beide konnten sich glücklicherweise letztlich ans Ufer retten, da sich offenbar die Strömung änderte.

Sehr schön ist es den Strand entlang zu wandern. Dabei folgen einem auch manchmal die lieben, Resort-eigenen Hunde (5 Stück). Man passiert bei Ebbe auch Stellen, wo es viele schöne Steine & Muscheln gibt. Am Ende der Bucht, haben wir auch 2 gestrandete portugiesische Galeeren gefunden. Sehr schön fand ich die vielen Operculum („Schnecken-Deckeln“), die es in verschiedensten Größen gab.

Empfehlenswert ist auch die schweißtreibende Wanderung auf den „Telefonberg“ von dem aus man eine wirklich herrlichen Ausblick auf die gesamte Bucht und das saftige Grün der umliegenden Felder hat. Unbedingt genug Wasser mitnehmen!!!! Außerdem ist festes Schuhwerk empfehlenswert. Mein Lebensgefährte hat sich im hohen Gras am Knöchel aufgeschürft und sich daraufhin eine hässliche Schmutzinfektion zugezogen (großflächige Eiterpusteln an den Unterschenkeln). Wieder daheim wurde diese mit einem Antibiotikum behandelt und ist nach einiger Zeit wieder ganz verschwunden.

Schnorchelausflüge: leider sind Halbtgs-Ausflüge nur dann möglich, wenn auch Taucher hinausfahren. Ganztages-Touren werden auch mit nur 2 Schnorchlern durchgeführt. Wir sind einmal bei Banka-Island gewesen, was sehr schön war. Durch die raue See war die Sicht allerdings sehr eingetrübt.
Die zweite Tour ging in eine Bucht, gleich hinter dem Kap (wo die Wellen schon ordentlich hoch waren). Auch hier schöne Schnorchelgründe – aber unglaublich viel Dreck im Wasser und auf dem Strand. Hier haben wir nicht nur einen Cuttle-Fisch gesehen, sondern auch eine junge, prachtvolle Harlekin-Süßlippe!

Zu Banka Island sollte man noch erwähnen, dass hier eine große Umweltzerstörung durch Mienen im Gange ist. Die Bevölkerung und die umliegenden Tauchschulen versuchen dieses geplante Projekt mit Protesten abzuwehren. Im Internet gibt es auch eine Petition dazu: https://www.change.org/p/gov-sarundajang...-north-sulawesi

Natur: am Strand kann man die herrlichen Schmetterline (schwarz mit schillernd blauer Umrandung) und auch den prachtvollen Eisvogel „Ruddys Kingfisher“ regelmäßig beobachten. Auffallend sind die äußerst lauten Zickaden. Am Anfang dachte ich, unser Auto gibt dieses Geräusch von sich – bis ich herausfand, dass es sich bei diesem „Lärm“ um Zickaden handelt.
An Blühpflanzen gibt es am Wegesrand alles, was bei uns nur mühsam in Töpfen gedeiht: Schönmalve, Passionsfrucht, etc.


Ausflüge (ober Wasser): wir haben die Halbtagestour in den Tankoko Nationalpark gemacht. Dachte mir, das wird ganz nett sein – vielleicht ein paar Affen aus sicherer Entfernung. Weit gefehlt: die schwarzen Celebes-Makaken waren äußerst zahlreich und noch dazu mit Jungtieren vorhanden. Man konnte sich ihnen bis auf ein paar Meter gefahrlos nähern. Auch wenn man nicht alle Tiere auf einmal sieht, so war ich von der Größe der Gruppen doch beeindruckt: eine Gruppe besteht aus ca. 70, eine zweite Gruppe aus ca. 100 Tieren. Glück hatten wir auch bei den kleinen Tarsiern. In einer Baumhöhle konnten wir dieses faszinierende Mini-Äffchen eine Weile beobachten. Mit den Nashorn-Vögeln hat es nicht ganz so gut geklappt. Wir haben sie zwar gesehen und ihren imposanten Flügelschlag gehört, konnten aber leider keine Fotos machen. Lästig waren die kleinen Ameisen, die immer an den Schuhen hochgeklettert sind und ordentlich zugebissen haben.
Die Vulkan-Tour ist ebenfalls sehr empfehlenswert. Der steile Aufstieg in einem ausgetrockneten Flussbett, führt zum aktiven Lokon hinauf. Nach spätestens 5 Minuten ist man schweißgebadet. Die Luftfeuchtigkeit ist unglaublich und nicht so dezent, wie auf den Inseln (die Landmasse macht sich bemerkbar) . Der Weg führt weiter durch schroffe, bizarre Gesteinslandschaften, bis man ganz oben ankommt und auf den qualmenden Kratersee hinunterschauen kann. Kaum dass wir ein paar Fotos gemacht haben, fiel der Nebel massiv ein. Eine schöne Stimmung da oben!
Der Mahawu (nicht aktiv) ist dagegen recht unspektakulär. Ein betonierter, steiler Fußweg führt nach oben zu einer Aussichtsplattform. Auf einem Rundweg, kann man den Krater umwandern. Dabei sieht man z.B. fleischfressende Pflanzen und Orchideen. Das Gras rundherum ist allerdings recht hoch, sodass kleinere Menschen Probleme haben, einen guten Blick auf den Krater zu erhaschen.
Als dritte Tour hatten wir noch die Rad-Umrundung des Lake Tondano geplant. Leider fiel der Fahrer aus, so haben wir eine Alternativ-Tour mit Marktbesichtigung in Tondohon gemacht. Beeindruckend was hier so alles an Früchten und Fischen angeboten wird. Unserem Guide habe ich gleich gesagt, dass ich keine Hunde sehen möchte. Er hat daraufhin mit uns einen großen Bogen um sie gemacht. Die „Steckerlfisch“-Ratten haben wir schon gesehen, aber nicht gekostet.
Dann sind wir noch zu einem schönen Wasserfall marschiert – auf dem Weg dorthin konnten wir Nelken- und Muskatnuss-Bäume sehen. An Bäumen gab es: Avocado, Kakao, Mangostane und die allgegenwärtigen Rambutan mit ihrer roten Kräusel-Schale. Wir haben auch einen Abstecher zum kleineren Vulkansee Lake Linow gemacht, wo Katrin ein kleines Resort betreibt.
Mit unserem Guide hätten wir noch gerne den Vulkan Saputan weiter südlich bestiegen. Allerdings hätte der Aufstieg ca. 4 Stunden gedauert. Mit 2 Stunden Anfahrt war uns das dann doch zu anstrengend, also haben wir es bleiben lassen. Hätte ich trotzdem gerne gemacht, weil es landschaftlich sicher sehr interessant gewesen wäre - ist aber sicher machbar, wenn man bei Lake Linow nächtigt und von dort aus startet.

Noch ein paar allgemeine Eindrücke: die Schweine haben hier ein herrlich artgerechtes Leben – sie laufen in kleinen Gruppen frei herum, freuen sich ihres Lebens, suhlen sich im Sand. Massentierhaltung ist hier ein Fremdwort. Obwohl hier alles gegessen wird, was 4 Beine hat (außer Sesseln und Tischen wie uns von Einheimischen gesagt wurde), haben die Hunde hier ebenfalls ein sehr freies Leben. Offensichtlich haben viele Hunde Räude o.ä. Wenn man abgemagerte und verkrätzte Tiere sieht, bricht einem das schon das Herz. Insgesamt wirken sie aber sehr ausgeglichen, schrecken nicht davor zurück auf der Straße ein Nickerchen zu halten – die Autfahrer bleiben stehen oder fahren einen Bogen um sie herum. Das Verhalten der Hunde gibt mir immer noch sehr zu denken, denn sie wirken viel ausgeglichener als bei uns. Nie ist mir ein Hund hinaufgesprungen oder war sonst wie ungestüm. Wie schon auf den Philippinen machen auch hier die Hunde keine Anstalten jagbares Getier (wie z.B. Hühner) zu erbeuten. Sie wirken alle gut erzogen, obwohl das ja gar nicht sein kann – sie müssen offenbar von Natur aus so sein. Katzen haben wir nur sehr wenige gesehen. Ich möchte nicht wissen, wie die Geburtenkontrolle hier funktioniert.
Aufgefallen sind mir große viereckige Betongebäude, wo mir nicht klar war, wofür die sein sollen. Unser Guide hat mich dann aufgeklärt: in diesen Beton-Klötzen werden Schwalbennester für Bird-nest-Soup „geerntet“. Da das viel Geld bringt, werden diese Gebäude extra für die Schwalben errichtet.
Die Menschen: sehr freundlich und zugänglich. Man ist als Europäer in den kleinen Dörfern immer noch ein „bunter Hund“ – man wird von jung & alt gleichermaßen freundlich begrüßt & bestaunt . In jedem noch so kleinen Ort, sammeln die Leute Spenden für neue Kirchen mittels Mikrofon-Durchsagen, obwohl die Gotteshäuser eh schon sehr zahlreich vorhanden sind. Jeder der vorbeikommt, wird dezent um eine Spende ersucht. Die Kirchen werden andauernd zu klein. Am Sonntag stehen die Menschen auch noch draußen, um den Gottesdienst mitzuverfolgen oder stellen zusätzliche Sesseln auf. Ein Zustand, von dem unsere Kirchen hier nur träumen können. Sehr häufig sahen wir noch Weihnachtsdekrationen an den Häusern – und das Ende Feb./Anfang März. Unser Fahrer sagte, die Dekoration wird einfach vergessen wegzuräumen.

Fazit: Das Pulisan Jungle Resort ist wirklich sehr schön gelegen und hätte meiner Meinung nach viel Potential wenn ein paar Dinge verbessert würden. Auch in einem günstigen Resort muss man nicht auf jeglichen Komfort verzichten. Verbesserungswürdig sind meiner Meinung nach: Warmwasser, ein Nachtlich (das durch z.B. durch Solar-Energie gespeist werden könnte), ein Waschbecken, Fliegengitter und eine ordentliche Leselampe. Die hölzernen Strandliegen machen meiner Meinung nach auch nur dann Sinn, wenn es eine entsprechende Auflage gibt – ein Strandtuch dazu wäre dann noch die Krönung. (Wer legt sich schon gerne auf ein Holzbrett?) Für anspruchslose Gäste demnach für Kurz-Aufenthalte durchaus geeignet, nicht zu empfehlen für einen längeren Aufenthalt.


Siladen-Resort 1.3. – 11.3.:

Mit dem Auto vom Pulisan knappe 1,5 Stunden bis nach Manado – dort Wechsel in den klimatisierten Siladen-Bus und eine weitere halbe Stunde zu einem beschrankten Anleger, wo unser Bott als einziges „parkte“ - ca. 20 Min. Bootsfahrt über die ruhige See nach Siladen (Betonung auf „a“). Auf der Insel ein deutlich angenehmeres Klima als auf dem Festland, da die Luftfeuchtigkeit weniger unangenehm auffällt.

Uns wurde bei unserer Buchung im Frühjahr 2014 gesagt, das Siladen sei bis Ende Februar wegen Renovierungsarbeiten geschlossen und erst ab 1.3. wieder buchbar. Nach vielen verzögerten Malediven-Eröffnungsterminen waren wir skeptisch, ob dieser Termin tatsächlich halten würde. Allerdings haben wir schon bei unserer Ankunft am Flughafen in Manado am 18.2., Personal vom Siladen-Resort gesehen und uns gewundert – das Resort sollte doch geschlossen sein, warum wurden dann Gäste in Empfang genommen? Wie sich danach herausstellte, war das Resort nur im Jänner für diverse Instandhaltungsarbeiten für 3 Wochen geschlossen, nicht aber im Februar. Was allerdings stimmte ist, dass derzeit neue Beach-Bungalows gebaut werden. Diese waren bei unserer Ankunft noch nicht bezugsfertig.
Das Siladen Resort ist sehr gepflegt & ansprechend. Nach unserem einfacheren ersten Urlaubsteil, haben wir uns schon sehr auf die Annehmlichkeiten hier gefreut. Ein Begrüßungsdrink, eine kurze Einweisung, eine 30-minütige Willkommens-Massage im Spa… So kann der Urlaub beginnen J
Erschrocken bin ich als ich im Infoblatt gelesen habe, dass es im Siladen einen Dresscode gibt und Frauen zu den Mahlzeiten Kleider tragen sollten (ich natürlich kein einziges Kleid im Gepäck…) Auf meine dezente Nachfrage hin, wurde mir sogleich bestätigt, dass das nicht so ernst gemeint sei und Shorts absolut okay sind. Auch wird man ersucht im Restaurant Schuhe bzw. Schlapfen zu tragen. Was dann so ausgesehen hat, dass die Gäste wohl mit Schlapfen gekommen sind, zum Buffet dann aber barfuß gegangen sind J

Bei unserer Ankunft waren nur sehr wenige Gäste anwesend. Daher gab es kein Buffet, sondern Menü, das ausgezeichnet war (Auswahl aus: 2 Vorspeisen, 3 Hauptspeisen, 2 Nachspeisen). Obwohl ich normalerweise ein Buffet bevorzuge, war das Menü hier um Klassen besser. Das Buffet, das es im späteren Verlauf unseres Urlaubs gab, als wieder mehr Gäste anwesend waren, war eher durchschnittlich. Im Restaurant lief immer eine dezente Musik (Sade,etc.)
Zum Mittagessen wurde öfters am Strand gedeckt – war durch die Briese und die Aussicht sehr angenehm. Das Abendessen wurde immer im Restaurant eingenommen (Holzboden).
Jeden Abend gab es ein „Betthupferl“.
Egal ob Housekeeping, Service, Tauchschule – das gesamte Personal war unglaublich freundlich und zuvorkommend. Die Damen und Herren von der Rezeption tragen die Gäste auf Händen. WLAN Empfang sehr gut - ein Ausfall an einem Abend wurde äußerst flott wieder behoben. Der Chef vom Housekeeping hat uns zum Abschied noch ein paar der Siladen-eigene Zimtseifen geschenkt. Eine wirklich nette Aufmerksamkeit.

Beach-Bungalow: sehr schön gepflegt & geräumig. Man merkt, dass alles gut in Schuss ist. Terrasse mit Liegemöglichkeit – zusätzlich zu den 2 Strandliegen mit Auflagen & Sonnenschirm.
Wasserkocher, Tee, Löskaffee und Trinkwasser werden täglich bereitgestellt. Auch zum Zähneputzen wird Wasser aus der Flasche empfohlen (leider in Plastikflaschen).
Minibar, TV, Föhn, Safe vorhanden. Das große Open-Air Badezimmer ist in Siladen-blau gehalten.
Es gibt auch billigere Garten-Bungalows.

Zwischen Rezeption und Restaurant gibt es ein großes Pool (mit Strandtüchern) und sehr sauberen WC’s. Hinter bzw. neben der Rezeption ist ein kleiner Shop und die Bar, die sehr gute Cocktails anbietet. In diesem Bereich auch ein Billiardtisch, eine Sitzgarnitur aus Bambus, eine kleine Bibliothek wo auch Kaffee, Tee und Kuchen in Selbstbedienung angeboten werden. Am Strand vor der Bar gibt es auch ein paar Sonnenliegen – mit Auflagen und Badetüchern. Ebenso 2 Strandbetten mit Moskitonetz. Moskitos haben wir nur vereinzelt im Badezimmer angetroffen. Manchmal hat es abends nach Räuchern gerochen - eine Vernebelung wie auf den Malediven hat es allerdings nicht gegeben.

Spa: es gibt mehrere Behandlungsräume. Umkleidekabinen mit Dusche & WC. Auch hier wurden Packete für mehrere Massagen angeboten, die wir natürlich ausgenützt haben (besonders gut fanden wir die „Siladen Chill“ und die „Traditional Indonesian“). Die Damen vom Spa konnten nur sehr wenig Englisch. Wenn man spezielle Fragen hatte, haben wir uns an die Rezeption gewandt.

Was wir erst Vorort erfahren haben: auf die Konsumationen und auch die Spa-Behandlungen wird eine Steuer von 21% aufgeschlagen.

Schnorcheln: Als Schnorchler kann man ein „unlimited snorkel“-Paket in der Tauchschule buchen. Zahlt sich ab 6 Ausfahrten aus. Man fährt mit den Tauchern mit hinaus. Wir haben die Vormittags-Ausfahrten mitgemacht, weil da die Sicht am besten war. Das Boot ist mit WC, Trinkwasser und Badetüchern ausgestattet. In der Oberflächenpause werden Tee, Kekse & Ananas/Melone angeboten. Das Boot hat am Dach eine Bank, wo man sich sonnen lassen kann. Was ich sehr praktisch fand, war ein Plastikbehälter mit Süßwasser gefüllt – zum Schwemmen von Kameras und Taucherbrillen. Bei starker Ebbe konnte das Tauchboot bei der Rückkehr nicht beim Siladen Resort sondern im tieferen Bereich beim Dorf anlegen. Dabei sind Schlapfen sehr empfehlenswert, da der Weg sehr heiß ist. Vom Boot aus sieht man die unzähligen großen Seesterne im Flachwasserbereich.

Unterwasser: viele größere Igelfische, Haarsterne in allen Variationen, Schwämme, viele gelbe, nierenförmige Seescheiden, viele junge und scheue Blaupunktrochen, Fledermausfische, Weißmaulmuränen, Schnepfenmesserfische, Trompetenfische, Feuer-Zackenbarsche, Stachel-Anemonenfisch, Halsband-Anemonenfisch, Weißrücken-Anemonenfisch, Clarks-Anemonenfisch, westlicher Clownfisch, Traum-Kaiserfisch, Schlüsselloch-Zwergkaiserfisch, gestreifter Zwergkaiserfisch, Perlschuppen-Zwergkaiserfisch, viele junge Orientalische Süßlippen, Diagonal-Süßlippe, Sattelfleck-Falterfisch, Schmuck-Falterfisch, ein seltenes dunkles Exemplar von einem Röhrenmaul-Pinzettfisch, Pazifik und Gehörnter Wimpelfisch, Gelber Pyramiden-Falterfisch, Tränentropfen-Falterfisch, Gelbschwanz-Perljunker, Zigarren-Lippfische, Gelbschwanz-Junker, Jansen's Junker, viele Scherenschwanz-Torpedogrundeln, Paletten-Doktorfische, Fuchsgesicht, Schwarzbauch-Picassodrücker, Schrift-Feilenfische, Weißpunkt-Kofferfisch, scheue Suppen- und Karettschildkröten, Adlerrochen, ein wirklich großes Exemplar einer Gelblippen-Seekobra.

Delfin-Tour: es wird eine Halbtages Delfin-Tour angeboten, bei dem auch ein Schnorchelspot angefahren wird. Während unseres Aufenthaltes wurde eine Delfin-Tour gemacht, bei der hunderte Tiere gesichtet wurden. Dieselbe Tour einen Tag später sichtete kein einziges Tier. Wir haben die Delfin-Tour nicht mitgemacht.

Schildkröten-Aufzucht: Am letzten Abend vor unserer Rückreise wurden die zwei Monate alten Schildkröten, die bei der Tauchschule in einem Becken aufgezogen wurden, in die Freiheit entlassen. Die Kleinen wirkten teilweise wirklich sehr unbeholfen, haben sich aber letztendlich doch alle dazu aufgerappelt in die “große Badewanne“ zu übersiedeln lachen Ihre Überlebenschance erhöht sich mit diesem Alter enorm, da ihr Panzer bereits fest ist.

Die Insel Siladen ist bei Ebbe in ca. 1 Stunde zu umrunden. Barfuß nicht machbar, da man über spitzes Korallengestein muss. Man sieht viele Eidechsen, Einsiedlerkrebse, ein „Brahminy Kite“ (braun mit weißem Kopf), ein scheuer Waran/Leguan mit gelber Zeichnung. Das Onong Resort war geschlossen, hat aber sehr hübsch ausgesehen. Bei der Umrundung sieht man auch wieder viel Müll, wo nicht regelmäßig gekehrt wird.

Vergleich mit den Philippinen: recht ähnlich, doch insgesamt etwas besserer Lebensstandard: die meisten Häuser sind gemauert, mehrheitlich Autos (vorwiegend Toyota, Daihatsu) und nicht die vielen (und stinkigen) Zweiräder. Unterwasser ziemlich gleichwertig, allerdings hatten wir auf den Philippinen nicht ansatzweise so viel Müll im Wasser wie in Indonesien.

Vergleich mit Malediven: kann mit dem feinsandigen Strand & Flair der Malediven nicht mithalten. Auch muß man sagen, dass das Siladen Resort doch recht teuer ist und man um diesen Preis eine hübsche Malediven-Unterkunft bekommt (und die Anreise noch dazu deutlich kürzer ist). Dafür hat man aber im Bunaken-Marinepark wirklich schöne Weichkorallen, die man auf den Malediven als Schnorchler nicht zu sehen bekommt. Die Schnorchel-Spots waren allesamt sehenswert. Auf den Hotelinseln der Malediven sieht man kaum etwas von dem unsagbaren Müll, der überall dort sichtbar wird, wo nicht täglich gekehrt wird (also abseits der Hotels) und wo die Strömung ihn von großen Städten, wie z. B. Manado, hertreibt. Kaum Großfisch. Die vorhandenen Fische sind sehr sehr scheu und nicht in der Menge wie auf den Malediven vertreten. Selbst im Bunaken Marinepark haben wir bei fast jedem Schnorchelgang einen Jäger mit Harpune gesehen. Die Fischer mit ihren kleinen Auslegerbooten sind auch immer in Sichtweite. Allerdings muß man sagen, dass ja auch auf den Malediven gefischt wird – warum die Fische dort trotzdem nicht so scheu sind, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Siladen bzw. Bunaken ist meiner Meinung nach ein interessanter Flecken, den ich jederzeit wieder gerne besuchen würde (vielleicht sogar in Kombination mit Raja Ampat)

Rückflug/Ausreise: bei der Ausreise sind pro Person 100.000,-- Rupien zu bezahlen. Rückflug war voller als beim Hinflug – leider keine 3-er Reihe für uns und die meiste Zeit gab es Turbulenzen. Service wieder sehr gut – gute Filmauswahl, wenn auch viele nur auf Englisch.
12.04.2015 21:26 julia ist offline E-Mail an julia senden Beiträge von julia suchen Nehmen Sie julia in Ihre Freundesliste auf
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