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MALEDIVEN FORUM und PROTECT THE MALDIVES FORUM » MALEDIVEN » gesammelte Reiseberichte von 83 Hotelinseln und 8 Tauchschiffen » Olhuveli » Olhuveli 2013-07-12 - Reisebericht von fetzenflug » Hallo Gast [Anmelden] [Registrieren]
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Zum Ende der Seite springen Olhuveli 2013-07-12 - Reisebericht von fetzenflug  
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Text Olhuveli 2013-07-12 - Reisebericht von fetzenflug Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hi allerseits,

da ich von der Lektüre anderer Berichte sehr profitiert habe, hier nun eine kurze Zusammenfassung unserer ersten Malediven-Reise vom 28.06.-12.07.2013. Wir hatten sehr rasch über Jahn-Reisen gebucht ob Zeitmangels und nur noch wenig überlegt, "welche Insel"...

Wichtig war uns u.a. Abflug Wien direkt nach Süden statt via Air Berlin oder Condor via Deutschland. Daher Flug mit Emirates via Dubai, war teurer, erschien uns aber angenehmer als einmal gegen Norden und dann wieder 10 Stunden gegen Süden. Die Maschine von Wien nach Dubai bzw. retour war nicht besonders toll - relativ eng, Sitze teilweise kaputt (am Rückflug mussten wir sogar einen Sitz reklamieren, da fehlte praktisch bereits der Schaumstoff an der Sitzfläche. Wir konnten zum Glück umgesetzt werden, weil der Flieger nicht voll war. Das Essen war auch nicht wirklich toll - wir waren etwas enttäuscht von dieser hochgepriesenen Fluglinie, die uns mehr Geld als andere kostete. Von Dubai nach Male und retour ging es dann aber mit neuen Fliegern, die waren eindeutig besser (z,B. Touch Screen funktionierte).

Abholung in Male klappte perfekt, ca. 50 min. Speedboat zur Insel.

Dort hatten wir einen Delux Bungi mit Blick nach Westen, Palmen, Strand, Meer. Der Bungi selbst war ok, Betten sehr angenehm, Sofa innen und am Balkon (wir waren im oberen Stockwerk, oben erschien uns netter als unten wegen Aussicht). Einzige Kritik: es gibt wenig Abstellflächen, Regale oder so. Dafür Wasserkocher, Tee, Kaffee im Bungi. Bad war auch ok, immer warmes Wasser. Pro Person gab es täglich 0,5 L Wasser, aber unser Room Boy stellte uns sogar jeweils 1 L pro Person hin. Handtücher wurden täglich gewechselt, sowohl Strandtücher als auch Badetücher. Anfangs erschien uns das Luxus, aber da das Wasser sehr salzig, war es schon angenehm, jeden Tag frische Strandtücher zu haben. Dass die Badetücher auch täglich gewechselt werden, ist eher nicht notwendig, aber es gab auch kein Schild, dass man seine Badetücher noch einen Tag länger verwenden möchte zwecks Ökologie.

Wir hatten HP, was völlig ausreichend war. Frühstück ist von 07:30-10:00 im Sunset-Restaurant am Beginn der Jetty. Es gab alles, was man sich wünschen kann, von Müsli über jede Menge verschiedener Brötchen, Käse, Spiegelei, Omelette etc. Abendessen von 19:00-21:30 - auch hier jede Menge Angebot und es war immer etwas dabei. Besonders geschätzt haben wir die Curry-Ecke und das riesige Obstangebot. Wir nahmen nur Wasser zum Essen, 1,5 L kosteten 3,56 US § (ohne Steuer).

Punkto Essen veränderte sich jedoch etwas ab ca. 10. Juli, als ein neuer chinesischer Manager das Restaurant übernahm (das erfuhren wir von unserem Kellner, mit dem wir uns angefreundet hatten). Er stellte recht zackig gleich das ganze Buffet um, sodass es keine Salate mehr zur freien Entnahme gab (zuvor konnte man sich selbst Karotten, Gurken, Blattsalat etc. anrichten). Stattdessen richtete ein Inder Salate an, was zu endlosen Warteschlangen führte. Das gesamte Arrangement des Buffets war ab diesem Datum etwas unlogisch, so stand der Käse neben dem Obst (der nette Mann, der zuvor Obst aufschnitt, war damit eingespart; das Kuchenbuffet vom Obst damit getrennt), danach Brötchen etc. etc. etc. Reis gab es ab da in einem riesigen Kessel wie in einer Fabrikskantine... die Currys verloren an Geschmack... Da wir bald zu den wenigen zählten, die das Buffet vorher und nachher kannten, wurden wir fast täglich von irgendwelchen "Unter-Managern" nach unserer Meinung gefragt. Wir können uns vorstellen, dass das Buffet mehr und mehr auf das chinesische Publikum zugeschnitten werden wird.

Gäste: in der ersten Woche überwogen eindeutig die Chinesen, die scheinbar zu Hauf für 4 Tage auf die Malediven gekarrt werden. Sie wohnen 2 Tage in den Deluxe Bungis und übersiedeln dann für weitere 2 Tage in die Wasserbungis. Es war keine ausschließlich angenehme Begegnung mit den Chinesen. Manche verbrachten den gesamten Tag auf ihrer Terrasse und lärmten nur rum. Punkt 19:00 stürmten sie das Restaurant und türmten Berge von Essen auf ihre Teller, kreuz und quer durcheinander, als ob sie sonst verhungern würden..., sodass wir beschlossen, erst ab 19:45 essen zu gehen (da waren sie dann wie ein Heuschreckenschwarm zumeist wieder verschwunden und zum Essen gab es immer noch genug - wird ja auch nachgelegt). Es kann einem schon passieren, dass noch welche da und dann neben einem bei der Essensauswahl laut vor sich hinrülpsen...

In der zweiten Woche waren scheinbar mehr Europäer dort, aber unser Kellner meinte, der Schein trügt.

Ein amüsantes Bild am Rande: eine Gruppe von 4 Chinesen in voller Schnorchelmontur, mit Schnorchelbrille auf der Nase und Schnorchel im Mund machte sich auf den Weg zur Jetty - das sind ca. gute 600 Meter zu laufen... sah lustig aus. Flossen hatten sie noch nicht an.

Andere lustige Szene: ein älterer Chinese, wohl der Opa einer kleinen Familie, versuchte jeden Abend, sich im Restaurant abzuseilen (gelang ihm selten...). Einmal saß er neben uns, er aß nur Weißbrot vom Buffet und hatte ein Plastiksäckchen dabei, aus dem er die seltsamsten Algengebildete zauberte... und er war der einzige, der einem in die Augen sah und richtig nett lächeln konnte.

Auf alle Fälle hatten wir den Eindruck, dass die Malediven mehr und mehr zur Destination für Politkader (Belohnung für Unterdrückung anderer eine Malediven-Reise?) und aufsteigende Mittelschichten Chinas werden ??? Meinetwegen - aber diese 4-Tagesreisen sind irgendwie auch ziemlich abgefahren...

Anlage: alles sehr gepflegt und nett. Es gibt 2 Pools (erschien uns etwas überflüssig), Tischtennis, Tennis, einen Gymnastikraum, ein privates Sportzentrum, wo man Kanus etc. ausborgen kann. Lustig: ein junger Deutscher, der dafür Werbung macht, erzählte einem deutschen Pärchen lautstark an der Rezeption, dass das Riff rechts von der Jetty toller sei als links. Als wir dann länger mit ihm plauderten wegen Schnorcheltour, bekamen wir zu hören, dass er noch hier vor der Jetty geschnorchelt hatte. Wirkte ziemlich inkompetent... Die anderen beiden Restaurants haben wir nie besucht, nur einmal die Dhoni Bar, wo es abends immer Programm oder Musik gibt. Wir haben den maledivischen Tanzabend am Freitag genossen, es war einfach und nett gemacht. Die Tauchschule am Ende der Jetty wirkt sehr kompetent, außerdem ist dort ein Einstieg, von dem aus man schneller zum Riff kommt, bzw. gibt es dort Duschen und Becken, wo man alles reinigen kann. Die Jetty ist sehr schön und abends kann man rechts davon bei Beleuchtung den Fischen zusehen. Spa haben wir nicht benutzt, wirkt aber von außen sehr nett (nicht gerade billig). Nicht angenehm war das Versprühen des Insektizids, was einige Male pro Woche versprüht wird - es riecht übel und vernebelt alles für einige Minuten.

Uns hat die Insel zum Spazierengehen gereicht. Am Kanal sieht man immer Interessantes, u.a. riesige Rochen in Gruppen, einmal sahen wir sogar mehrere Mantas durchziehen. Die Westseite ist sehr ruhig und eher seicht, hat aber eine starke Strömung. Am Uferrand sieht man jede Menge kleiner Riffhaie und kleiner Rochen.

Geschockt waren wir von der Tatsache, dass, würde der Strand nicht mehrmals täglich von den Beach Boys gereinigt werden, dieser in wenigen Stunden einer Müllhalde gleichen würde. Es schwemmt permanent alles Mögliche an, von Flipflops über Plastikflaschen, Feuerzeugen, Orangen bis hin zu Weinflaschen und sonstigem Krempel. Was uns aber nach vielen Gesprächen mit unserem Kellner nicht mehr so verwunderte am Ende, zumal ja scheinbar die Essensreste nicht nur gehäkselt und in den Kanal hinter der Staff Zone geworfen werden, sondern auch im Ozean ausserhalb der Atolle versenkt wird - mit dem Erfolg, dass mit den Wellen allmählich vieles wieder in die Atolle zurückzieht.

Exkursionen: Wir haben eine Schnorcheltour über das Ressort mitgemacht (50$) und mit einem Dhongi 3 Spots besucht. Dann eine private Schnorcheltour (130$ pro Kopf) zu exklusiveren Spots sowie eine Exkursion mit dem Tauchzentrum in den Süden des Ari-Atolls, um Walhaie zu sehen (250$ pro Kopf). Die private Schnorcheltour erreichte ich aber nur durch Insistenz an der Rezeption und scheinbar auch dadurch, dass ich an den "richtigen Mann" kam - ein Einheimischer, der früher Schnorcheltouren begleitete und sofort verstand, was ich möchte.

Alles war gut organisiert, die Korallen, die wir bei der privaten Schnorcheltour sahen, waren intakt und toll (darf aber nicht sagen, wohin wir gefahren sind... wir mussten das versprechen lachen ...). Was wir nicht so toll fanden, das war, dass auf die Walhaie (ca. vor Holiday Ressort) mehrere Boote angesetzt waren. Als dann endlich einer gesichtet wurde, stürzten sich etwa 100 Schnorchler auf das arme Tier. Von unserem Boot kehrten 2 Personen recht rasch zurück, weil es ein einziges Gerempel unter den Schnorchlern war, sodass eine Portugiesin von den Flossen anderer regelrecht Schürfwunden an den Beinen hatte.

Mir fällt dazu ein, dass man vielleicht besser immer nur 1-2 Boote zulassen sollte, um Walhaie zu sehen. Das Diving Center von Olhuveli hatte genaue Verhaltensregeln angegeben: 3-4 Meter Abstand, nicht berühren etc. etc. etc. Die Menscbenmasse, die sich auf das einzelne Tier stürzte, hielt sich eindeutig nicht daran.

Das Hausriff: uns hat es gereicht, wir konnten ja bislang nur mit Thailand und Malaysien vergleichen und haben noch nie eine solche Fischvielfalt gesehen. Sogar ein Schwarzspitzenriffhai war dabei. Wir waren sehr zufrieden und ich meine, für den Einstieg in solche Gewässer ist es wirklich sehr ok. Die Korallen scheinen sich langsam zu erholen, man sieht überall einiges wachsen und es ist nicht nur kahl und grau. Es gab sogar eine Muräne, Kugelfische, Igelfische, Riesendrücker, Schlidkröten, Aale etc. etc. etc. Bei den Exkursionen sahen wir außerdem noch Delfine und fliegende Fische. Wir waren praktisch die gesamte Zeit mit Schnorcheln beschäfigt - das war auch der Hauptgrund unserer Reise, abgesehen von Erholung und Ruhe. Deshalb waren wir auch nicht in Male oder auf einer Einheimischen-Insel (wobei ich mich jetzt im Nachhinein frage, ob es überhaupt einen authentischen Besuch einer Einheimischen-Insel geben kann... scheinbar ist alles auf den Malediven unter strenger Kontrolle ? - abgesehen wohl vom Umweltschutz...).

Weniger lustig ist, dass wir gestern festgestellt haben, dass auf einem unserer Fotos eine portugiesische Galeerenqualle drauf ist - life hatten wir das gar nicht bemerkt. Warnung gab es absolut keine in dieser Sache.

Was unserer Ansicht nach komplett fehlt, das ist eine Einführung in Riff und Unterwasserwelt. Ich sah Japaner samt ihren Kids auf den Korallen stehen - viele haben scheinbar überhaupt keinen Bezug zu den Tieren. Einmal erlebten wir auch, wie sich ein Mann am Oststrand im Seichten aus Spaß auf einen Babyhai stürzte... es fehlt vielfach an Sensibilität für Tiere und Natur.

Zu guter Letzt - Staff: mehr und mehr hatte ich den Eindruck, dass hier etwas nicht so ganz stimmt. Staff wohnt in einem gesonderten Bereich, scheinbar in 4- oder 8-Bett-Zimmern. 400 Personen, davon wahrscheinlich ca. 350 Männer, zumeist aus Bangladesh, Indien, aber auch Nepal. Ob die Einheimischen dort oder zuhause wohnen habe ich nicht herausgefunden. Bei der Lektüre musste ich die letzten Tage feststellen, dass sie scheinbar sehr niedrig bezahlt werden, 2005 scheinen es um die 50 $ gewesen zu sein, aktuelle Zahlen fand ich leider nicht und ich habe mich vor Ort nicht getraut zu fragen. Bei Arbeitstagen von 7:00 bis weit über 22:00 und einem freien Tag pro Woche kommen mir da einige Fragen hoch... wie halten sie diesen vielen Männer ruhig?

Was uns nicht so gut gefiel, ist die Tatsache, dass die Leute vom Rezeptionsstaff je nach Nationalität scheinbar eher ihre eigenen Leutchens bevorzugen. So begleitet die Italienerin mal einige Italiener beim Schnorcheln am Hausriff, die Japanerin kümmerte sich um die Japaner, die russische Empfangsdame eher um die Russen... wenn ich sie auf Englisch ansprach, war kaum was zu machen (z.B. punkto privater Schnorchelexkursion). Dafür waren die Einheimischen umso freundlicher, vor allem als sie merkten, dass ich mich für ihre Lebensumstände interessiere und Fragen stelle, die wohl andere eher nicht aufwerfen... (ist eine Vermutung). Ähnlich war es übrigens mit den Kellnern aus Bangladesh - insgesamt war sehr erfreulich, dass sie so freundlich, hilfsbereit, zuvorkommend, umsorgend waren, obwohl das soziale Gefälle "Touristen-Staff" auf Dauer für sie doch eine Provokation sein muss... (unser Kellner aus Bangladesh hat meine Frage, was mit dem ganzen Essen passiert, sofort verstanden, was ich meinte... dort kennen die Leute ja Hunger).

Wetter: eine Frage, die wohl jeder vorher stellt. Nachher kann ich sagen, es war immer warm lachen
Aber es war durchwachsen, mal mehr Sonne, mal weniger, Regengüsse, Wind, nachts oft Stürme. Scheinbar, wenn ich Berichten hier Glauben schenke, kann man es auch im Februar sehr schlecht erwischen... - wir hatten also eigentlich sehr gutes Wetter! Klarerweise schnorchelt es sich bei Sonne netter ob des besseren Lichts.

Fazit: Wir können Olhuveli als Ressort empfehlen - es war sehr fein!

Die anderen Aspekte - Politik, Tourismus und China, Soziales, Umweltschutz - sind eher genereller Natur und haben mich halt beschäftigt.

Ich würde schon wieder hinfahren wegen der Unterwasserwelt, aber ich muss sagen, ich habe begonnen, mir die Philippinen anzusehen... Haben wir wieder nur 2 Wochen, dann vielleicht noch mal Malediven; haben wir mehr Zeit, dann wohl eher nicht mehr.
14.07.2013 10:33 fetzenflug ist offline E-Mail an fetzenflug senden Beiträge von fetzenflug suchen Nehmen Sie fetzenflug in Ihre Freundesliste auf
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