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Text Angaga 2009-03-05 - Reisebericht von Pascalinah Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Hallo liebe FoMIs,

nun habe ich es endlich geschafft einen Bericht zu erstellen. Er ist aber etwas anders als die meisten der hier eingestellten Berichte. Ich schreibe immer so, wie ich gerade denke und hoffe, dass der eine oder andere von euch doch Zeit und Lust hat sich meine Sicht zu Angaga durch zu lesen...

Reisebericht Angaga 21.02. - 05.03.2009

Irgend wann im Juni 2008 packt uns wieder einmal das Fernweh. Dieses mal soll es nicht wie meistens das südliche Afrika sein, nein, wir wollen einmal richtig ausspannen, dem Alltag entfliehen, einfach mal die Seele baumeln lassen... Und wo kann man das besser als auf den Malediven! ...M-a-l-e-d-i-v-e-n... seufz, der Name zerfließt auf der Zunge.... wie lange träume ich schon davon? Norbert warvor langen Jahren schon zwei mal auf diesem herrlichen Insel-Archipel, 1 x auf Meerufenfushi und 1 x Ellaidhoo.

Als ich in der Stadt bin, tragen mich meine Füße auf direktem Weg ins nächste Reisebüro, das ich mit einem Stapel Urlaubskataloge unter dem Arm schon bald wieder verlasse. Beim Durchstöbern der Kataloge stolpere ich über die kleine Insel Angaga, die mir von all den angebotenen Inseln am besten gefällt. Sie ist formschön, nicht zu groß, soll ein schönes Hausriff, eine gut geführte Tauchbasis haben und vor allem verspricht sie Entspannung pur. Das ist es! Schnell werde ich im Internet fündig und arbeite mich durch die vielen informativen Beiträge im Malediven-forum.at. Ein Telefonat mit Stop-over-Reisen und wir wissen, wo wir 2009 unseren Hochzeitstag und meinen Geburtstag verbringen werden.

Die Vorfreude lässt sie Zeit schnell vergehen und ehe wir uns versehen, stehen wir in Frankfurt am Check in - Schalter der Condor. So super pünktlich wie dieses mal sind wir noch nie gestartet. Auf die Minute rollt die Maschine auf das Rollfeld und ca. 10 Std. später erscheinen die fragilen Spiegeleier-Inselchen unter uns. Fein abgestimmt in verschiedenen Blau-Türkis- und Grüntönen erheben sie sich zart aus dem tiefen Blau des Indischen Ozeans. Die Hochhäuser der kleinen Hauptstadt des Inselstaates gleiten am Fliegerfenster vorbei und schon ertönt der Tuch-Down auf den International Airport Male. Beim Betreten maledivischen Bodens schlägt uns feuchte Hitze entgegen. Herrlich nach dem nasskalten Wetter der Heimat endlich Wärme und Sonne tanken! Es ist zwar etwas schade, dass wir nicht sofort weiter nach Angaga fliegen können, aber das ärgert uns nicht weiter. Schließlich lernen wir schon hier am Flugplatz Jürgen und Beate kennen, mit denen wir noch etliche schöne Stunden verbringen werden. Nach 3 Stunden Wartezeit, umgeben vom Lärm und Gestank der startenden Wasserflugzeuge, (selbst Schuld, wir hätten ja im Flughafengebäude warten können, wollten wir aber nicht...) hebt auch unsere blau-gelbe Maschine ab. Schon 25 Minuten später liegt die kleine paradiesische Insel Angaga unter uns.

An der Rezeption werden wir freundlich mit einem erfrischenden Cocktail begrüßt und die Bungis werden verteilt. Wir sind die letzten und warten gespannt, ob wir einen der begehrten Strandbungis zugeteilt bekommen. Alles, nur kein Gartenbungi - bete ich! Phhhhh... es hat geklappt: der Holzfisch am Schlüssel weist die Zahl 135 auf. Es ist der erste der drei doppelstöckigen Bungis, direkt am Steg zu den Wasserbungalows. Im Bungi haben wir Platz ohne Ende, das Bett steht oben auf der Empore und ist nett zurecht gemacht. Das kleine Bad entpuppt sich als Freibad. Herrlich! Alles ist sauber und ordentlich. Schnell sind die wenigen Sachen aus dem Koffer in den Schrankregalen verstaut – die Schuhe werden ganz weit nach hinten gestellt - und dann folgen wir dem Lockruf des Wassers. Keine 10 Meter eilen unsere Füße durch pulverigen, weißen Sand und schon aalen wir uns in den Fluten. Boaaah, eine Badewanne ist ja gar nichts gegen dieses herrlich warme Wasser. Als die Haut langsam schrumpelig wird, verlassen wir das klare Nass und begeben uns auf die Liegen im Schatten einiger Schraubenpalmen. Hier kann man es aushalten!

Glühend rot und ohne sich hinter Wolken zu verstecken versinkt die Sonne im Meer. Ein Dhoni dümpelt im spiegelglatten, gold-schimmernden Wasser. Lautlos fliegen ein paar Flughunde übers Meer, den Nachbarinseln entgegen. Langsam knurrt uns der Magen. Gegen 19.45 Uhr gehen wir die paar Meter durch den liebevoll angelegten Garten im Inselinneren zum Restaurant. Der Sandweg führt uns vorbei an Seerosenteichen, die zu dieser Uhrzeit jedoch schon ihre Blüten geschlossen haben. Nur noch ein einsamer Wellensittich hockt traurig im offenen Gehege der Anlage. Wir umrunden den schön angestrahlten Spa- und Wellnessbereich, passieren die Rezeption und betreten das zu allen Seiten offene, mit feinem Sand ausgelegten Restaurant. Unser Kellner Habeeb begleitet uns zu unserem Tisch am Rand des Restaurants, wo Gott sei Dank immer ein kühles Lüftchen weht. Das Essen ist hervorragend, es fehlt absolut an nichts... doch halt! Etwas fällt mir im Nachhinein auf: nirgendwo auf dem Buffet habe ich frische Kokosnuss vorgefunden. Dabei fallen die Dinger doch tagtäglich von den Bäumen und man muss aufpassen, dass man nicht von solch einer Nuss K.O. geschlagen wird. Nein ehrlich: um solch eines Todes auf Angaga zu sterben, müsste man schon gewaltiges Pech haben. Die Kokospalmen mit ihren Wurfgeschossen stehen immer weit genug vom Gehweg oder Bungi entfernt, sodass man nicht Gefahr läuft, eins auf die Nuss zu bekommen. Am heutigen Abend werden wir nicht alt; das lange â€×auf den Beinen sein“ fordert seinen Tribut. Durch die Dunkelheit schleichen wir zurück zu unserem Bungi. Natürlich nicht ohne mindestens 1-2 mal barfuss auf so eine dämliche Betelnuss zu treten. Autsch, das tut weh! Müde fallen wir ins Bett. Die Matratzen sind bretthart, aber wir schlafen sowieso nicht gerne in weichen Betten. Außerdem sind wir harte Schlafstätten von unseren Dachzeltübernachtungen in Afrika gewohnt. Wir schlafen wie ein Stein, bis uns in den frühen Morgenstunden so ein blöder Beo (oder was immer das auch sein mag) mit seinem Geschrei weckt. Kann der nicht am anderen Ende der Insel rum krakelen? Norbert knurrt: â€×Gleich binde ich ihm den Schnabel zu!“

Als es langsam hell wird, hält mich nichts mehr im Bett. Begleitet von Vogelgezwitscher genieße ich die Freiluftdusche, schnappe ich mir unsere Kamera und umrunde erst einmal die Insel. Leicht schlagen die Wellen an den Strand und ganz allmählich kriecht auch die Sonne über den Horizont. Im Gebüsch oder unter hohen Kokospalmen versteckt ducken sich die kleinen Bungis. Weiße Liegen warten auf ihre Benutzer. Der â€×Inselreiher“ - ich taufe ihn Kunibert- steht still am Strand und wartet auf Beute. Einmal zuschnappen und ein Gitter-Doktorfisch zappelt in seinem Schnabel. Das arme Fischlein wird ein paar mal hin-und her geworfen, bis er in der richtigen Position zum Verschlucken liegt. Zwei mal schlucken und weg ist das Doktorchen... Wow, war das eine lange Wanderung! Schon nach etwa 20 Minuten (Fotostops inbegriffen) komme ich wieder an unserem Bungi an. Noch fällt es mir schwer dem Alltagsstress zu entkommen. Keine Dusche muss nach dem Benutzen geputzt, keine Betten gemacht, kein Frühstückstisch gedeckt werden. Und vor allem... heute ist Montag und keine Patienten warten vor der Tür! In der Zwischenzeit ist auch Norbert aufgestanden und wir gehen frühstücken. Wie schon am Abendbuffet gibt es auch am Frühstücksbuffet nichts auszusetzen. Alles, was das Herz begehrt wird einem gewehrt. Kaum ist die Kaffeetasse leer steht Habeeb da und schenkt nach. Ach, kann es uns gut gehen. Die Sonne blinzelt zwischen den Büschen hindurch und lässt den feinen Pudersand erstrahlen. Die hübsche, weiße Resortkatze liegt im Schatten einer Nipapalme und putzt sich genüsslich. Ein gut erzogenes Tier, weder betritt sie das Restaurant, noch bettelt sie.

Es ist Ebbe und am Steg zum Hausriff ragen die Korallen aus dem Wasser. Am Strand vor unserem Bungi liegen die Korallenplatten frei. Schnell sind die Badesachen angezogen und wir nehmen ein Morgenbad im seichten Wasser. Schließlich klemmen wir doch Schnorchel, Brille und Flossen unter den Arm und gehen zum Hausriff. Beim raus paddeln muss man schon aufpassen, dass man nicht die Korallen streift. Das Wasser ist ruhig und so lassen wir uns mit der seichten Strömung treiben. Buckelkopf-Papageienfische und andere Arten der Parrotfischfamile nagen hörbar Korallenbröckchen von den Stöcken. Ein Nasenhöcker-Männchen wird von vier seiner rot gefärbten Weibchen umschwirrt. Unter dem Steg hat ein Schwarm Blaustreifenschnapper mit einer einsamen Orient-Süßlippe sein Revier. Neugierig schwimmen mir immer wieder Flötenfische vor die Kameralinse. Nahe der Riffkante tobt das Unterwasserleben. Große Schwärme Rotzahn-Drückerfische, Meerbarben und Schnapperfische huschen geschäftig hin und her. Doktor- und Drückerfische tauchen vor der Brille auf, um rasch hinter der nächsten Koralle wieder zu verschwinden. Man kann eigentlich gar nicht richtig beschreiben was sich hier unten alles tummelt. Ich bekomme Wasser in die Brille und will sie rasch säubern. Beim Abtauchen schaue ich direkt in die Augen und das leicht geöffnete Maul eines Großen Barrakudas. Himmel, der Brocken war vorhin noch nicht da! Mir schwirrt durch den Kopf â€× ... ein Schwarm Barrakudas ist o.k., ein einzelner kann schon mal griffig werden...“ Und seine Zähnchen sind nicht zu verachten. Doch dann sehe ich den Grund seines Hierseins: er lässt sich genüsslich von einem Putzerfisch bearbeiten. Phhhh... mein Blutdruck sinkt wieder... Wir dümpeln weiter durch die Unterwasserwelt. Was über der Wasseroberfläche mit seinen ganzen alltäglichen Problemen passiert wird mir langsam egal. Ich merke, ich kann abschalten, vom Alltag runter kommen und nur das Jetzt und Hier genießen. Da wir jeden Tag ein bis zwei, oft 1 ½ - stündige Schnorcheltouren unternehmen, schließe ich meine Erlebnisse zusammen, denn oft begegnet man den selben Fischen, den selben Schwärmen. Wir halten nach Weissspitzen-Riffhaien Ausschau und werden nicht enttäuscht. Ist doch komisch... man schaut und schaut und plötzlich ist er da! Gemächlich zieht er an der Riffkante entlang und verschwindet bald wieder im Grau des Ozeans. Norbert gibt mir Zeichen nach unten zu schauen. Einige Meter unter uns verlässt eine große Languste ihren Unterschlupf und schreitet gemächlich über den Grund. Wir können dieses prachtvolle Tier eine ganze Weile beobachten. Nur wenige Minuten später entdeckt Norbert einen Rotfeuerfisch. Leider verkriecht er sich rasch unter einer Tischkoralle und nur noch ein paar Stacheln sind von hier oben sichtbar. Nahe der Fahrrinne für die Dhonis und Boote begegnet uns eine Karett-Schildkröte. Sie ist alles andere als scheu und posiert so vor meiner Kamera, dass ich später auf einem Bild nur noch ihren Kopf auf dem Foto habe. Hier und da nagt sie an den Korallen und lässt sich sanft von mir über den Schild streicheln. Mir gelingen schöne Aufnahmen, vor allem auch, weil sie nicht so schnell verschwindet. Das Manko meiner günstigen Unterwasserkamera ist, dass die Batterien rasch ihren Geist aufgeben und vor allem, dass sie verzögert auslöst. Das Ergebnis meiner Bilder sind somit oft nur noch Fischschwänze und jede Menge Korallen, wo ich eigentlich einen Fisch fotografieren wollte. Dennoch bin ich nach über 1.000 Aufnahmen mit einigen zufrieden... na, ja... Ein großer Schwarm Gitter- Doktorfische zieht an mir vorüber... Sind die auf dem Weg zu einem Ärztekongress? Eine riesige blaue Grabende Riesenmuschel taucht zwischen den Korallen auf. Wenig später beobachte ich verschiedene Zackenbarsche und Drückerfische, die sich um einen Korallenstock versammeln. Meine Neugierde ist geweckt, was es bei denen denn alles so zum Frühstück gibt. Das scheint den Flossenträgern allerdings nicht so recht zu behagen, denn sie verstecken sich unter einer Koralle und suchen Schutz. Als ich näher komme, flutscht eine Riesenmoräne hervor und zeigt mir ihr beeindruckendes Gebiss. Deutlich ist der große, dunkle Fleck an der Kiemenöffnung sichtbar. O.k., o.k., ich verschwinde schon. Diese Biester tauchen aber auch überall auf! Nahe der Sanddüne nagen große Schwärme von Mimikry- und Gitter-Doktorfischen an Warzigen Buschkorallen. Wieder versuche ich still zustehen, was bei der heutigen Strömung nicht so ganz einfach ist und Fotos zu schießen. Und wieder kommt mir so eine zähne-fletschende Moräne in die Quere. Ist ja schon gut, ja, das ist eure Welt hier und ich bin nur Gast. In der Lagune begegnen mir noch 3 Federschwanz-Rochen, ein Igelrochen und ein Adlerrochen. Nahe der Plattform wundere ich mich über lautes Geschrei. Kann denn das vom Land her kommen? Nein! Ich schaue hoch und genau vor mir sitzen 2 Feen-Seelschwalben die dieses Gezeter veranstalten. Meine Anwesenheit scheint sie zu nerven! Wenige Schwimmzüge weiter baut ein Riesendrücker an seinem Nest. Er wühlt in senkrechter Position im Sand, trägt einige Korallenstücke mit sich fort, ohne mich aus den Augen zu lassen. Sein Gebiss ist beeindruckend und ich möchte nicht unbedingt Bekanntschaft damit machen. So wie ich gelesen habe, scheint er wenig Spaß zu verstehen und kann schon mal heftig zubeißen. Bekanntschaft mit beiß-wütigen Fischchen mache ich auch. Am Abend schwimme ich entspannt in der Lagune, als mich ein Picasso-Drücker in den Oberschenkel zwickt. Himmel, ich habe doch gar nichts gemacht! Wer wird denn gleich so wütend sein? Nahe unseres Strandabschnittes befindet sich ein kleines Korallenriff, dass eine Rußkopfmoräne sein Zuhause nennt. Unter anderem fühlt sich auch ein Masken-Igelfisch hier wohl und unter einem flach aus dem Sandboden ragendem Rohrstück hat ein kleiner schwarzer Fisch seine Bruthöhle angelegt. Der kleine Kerl ist alles andere als zimperlich, wenn ein menschliches Bein seinem Nest zu nahe kommt. Unerschrocken zwickt er zu. Es ist lustig an anzusehen, wenn die Leute plötzlich hoch hüpfen und quieken. Gemütlich im Schatten liegend beobachten wir immer wieder das Spielchen. Mit Taucherbrillen bewaffnet umkreisen Badende das kleine Riff um zum ersten mal zu erschrecken, wenn sie die Moräne sehen und zum zweiten mal, wenn sie von dem kleinen, schwarzen Teufelchen gezwickt werden.

Auf dem Steg zu den Wasserbungis hat sich ein kleiner Menschenauflauf von etwa 7 Leuten gebildet, die angespannt ins Wasser schauen. Da muss es was zu sehen geben. Ich bewaffne mich mit der Kamera und geselle mich zu ihnen. Ein Riesenschwarm Ährenfische befindet sich unterhalb des Stegs und wird von einem etwas 25 cm großen Sepia belauert. Leuchtend grün sind seine Augen, denen keine Bewegung entgeht. Wunderschön anzusehen ist seine Färbung und seine eleganten Bewegungen. Etwas später entdecke ich eine Spinnenschnecke direkt am Strand. Ich drehe sie um, bewundere und fotografiere sie. Sie schaut mich mit langen Stielaugen an. Dem Blick kann ich nicht widerstehen und werfe sie bald wieder in tieferes Wasser.

Unser Nachbar winkt mir, als ich mich träge im Schatten aale. Ich solle mal kommen... Direkt am Strand schwimmt eine Gemalte Moräne entlang. Sie ist etwa 60 cm lang, recht zutraulich und gestattet mir Modell für Unterwasser-Nahaufnahmen zu stehen. Dann schlängelt sie sich langsam wieder ins tiefere Wasser. Einige Tage später begegnen wir ihr wieder, als sich der große Schwarm Ährenfische wenige Meter vom Strand entfernt aufhält. Ich bewundere noch die Massen der kleinen Fischchen, als Norbert nur sagt: â€×Schau mal zu deinen Füßen..“ Und da ist sie wieder, will wahrscheinlich mal nachschauen ob mein Nagellack noch o.k. ist. Die Farbe Pink zieht sie wohl an.

An zwei unserer 11 Tage Aufenthalt auf Angaga fahre ich nach Pineapple Island zum Schnorcheln. Das erste mal fahre ich ohne Norbert, da er zur Walhaitour raus gefahren ist. Prompt begegnet mir, direkt in meiner Höhe ein ca. 1,20m langer Weissspitzen-Riffhai. Das wäre die Gelegenheit für ein gutes Foto! Und nun habe ich die Kamera natürlich nicht dabei. Mir scheint als würde er grinsen und schon gleitet dieses wunderschöne Tier an mir vorbei. Später entdecke ich einen riesigen Schwarm Goldrand- und Weißkehl-Doktorfische. Es sind Hunderte von schwarzen und blauen Fischleibern. Leider ist Ebbe und der Wasserstand so niedrig, dass man Mühe hat, ohne Blessuren wieder an den Strand zu kommen. So umrunde ich einmal das Inselchen, wobei ich Respekt vor der Strömung habe, die mich raus aufs Meer zu ziehen droht. Eine etwa 1 ½ Meter lange Moräne schwimmt unter mir vorbei, würdigt mich (Gott sei Dank) keines Blickes. In der Ferne sehe ich noch eine große Schildkröte. Doch dieses Exemplar hat es so eilig ins Tiefe zu verschwinden, dass ich lahme Ente nicht hinterher komme.

Was mir besonders gefallen hat, sind die kleinen Aufmerksamkeiten des Managements zu unserem Hochzeitstag und zu meinem Geburtstag. Zum Hochzeitstag bekamen wir von der Resort-Leitung eine Flasche Wein gesponsort und das Bett war wunderschön mit Blumen dekoriert. An meinem Geburtstag war der Tisch hübsch gedeckt, eine Torte wurde zum Dessert gereicht und wieder war unser Bett liebevoll mit Blüten dekoriert. Solche Aufmerksamkeiten sind mit Sicherheit nicht überall zu finden.

Zweimal in der Woche (So. und Do.) wird ein Grillabend am Strand veranstaltet. Das verschafft dem Personal eine Menge an Arbeit, die man würdigen sollte. Dennoch gibt es Leute, die am Essen immer etwas auszusetzen haben (… ich denke da speziell an unseren â€×Mr. Al-dente“... Zitat: â€×...die lernen das hier auch nicht mehr, die Nudeln aldente zu kochen....“) Dazu fällt einem wirklich nichts mehr ein!

Im Bericht habe ich gar nicht all die schönen Fische, Korallen, Seegurken und Muscheln aufgezählt, die ich als Schnorchlerin schon sehen konnte. In einer stillen Stunde habe ich sie mir mal alle aufgeschrieben. Ich will nur kurz aus Norberts Logbuch zitieren, was er in Begleitung von Beate, Jürgen, Sven, Ellen, Georg und noch einigen anderen beim Tauchen gesehen hat:

24.02.: Angaga Hausriff: Weissspitzen-Riffhai, Weißmaulmuräne, Karett-Schildkröte

25.02.: Mantas, Weissspitzen-Riffhai, Muräne, Rotfeuerfisch

26.02.: Hoodhoo Tila: Weissspitzen-Riffhaie Moränen, super Tauchplatz
26.02.: Angaga Tila: Schildkröten, Riesen Anglerfisch, Steinfisch

28.02.: Aussenriff Süd Ari Atoll: Steinfisch, Schildkröte, gelber Kugelfisch, Walhai (ca. 5m), Rotfeuerfisch, Leoparden-Drückerfisch

01.03.: Kudu Rah Tila: sehr starke Strömung, viele Fische, zwei große Muränen zusammen in einem Unterschlupf

02.03.: Bila Lohi Caves: Rotfeuerfisch, schöne Überhänge

03.03.: Mantas, Schildkröte

(Falls die Namen nicht stimmen, gebt mir bitte Bescheid, damit ich das korrigieren kann!)

Fazit: Der Aufenthalt auf Angaga hat uns sehr gut gefallen, das Personal war freundlich und aufmerksam. Wir haben beschlossen zu unserer Silberhochzeit wieder dem grauen Alltag zu entfliehen und herrliche Tage auf Angaga zu verbringen.

Liebe Grüße
Pascalinah
19.03.2009 11:45 Pascalinah is offline Send an Email to Pascalinah Search for Posts by Pascalinah Add Pascalinah to your Buddy List
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