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MALEDIVEN FORUM und PROTECT THE MALDIVES FORUM » MALEDIVEN » gesammelte Reiseberichte von 80 Hotelinseln und 8 Tauchschiffen » Boduhuraa » Anantara Boduhuraa 2008-01-21 - Reisebericht von pit_landin » Hallo Gast [Anmelden] [Registrieren]
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Zum Ende der Seite springen Anantara Boduhuraa 2008-01-21 - Reisebericht von pit_landin 1 Bewertungen - Durchschnitt: 8,001 Bewertungen - Durchschnitt: 8,001 Bewertungen - Durchschnitt: 8,00  
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Text Anantara Boduhuraa 2008-01-21 - Reisebericht von pit_landin Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

15.01.08 - 21.01.08

Die Anreise:

Trotz des in der Luft liegenden Streiks bei der Bahn haben wir den Beginn des Kurzurlaubs anlässlich unserer Silberhochzeit mit deren stählernen Rössern geplant. Die Fahrkarte zum Flug war Bestandteil des Reisepakets bei DERTOUR, was wir aber zunächst überhaupt nicht wussten. Und wenn man sich die Autotour nach Tegel ersparen kann, na dann sollte man dies auch tun. Schneller als die 85 Minuten, welche wir dann per Zug/Bus gebraucht haben ist man mit dem PKW von hier aus auch nicht.
Unser zweigeteilter Flug mit Quatar Airways startete nachts um 22:05 Uhr. Die Airline fliegt von Tegel aus nicht so häufig, war aber bis zum 1. Stopp in Doha vollkommen ausgebucht. Dementsprechend war dann auch der Andrang beim Einchecken. Nicht ganz so prickelnd war der allgemeine Zustand des A300. Ältere Technik und alles bereits ein wenig angeschmuddelt aber wir haben die 5 Stunden dank des sehr aufmerksamen Personals dann doch noch ganz gut hinbekommen. Angenehm überrascht wurden wir bei der 2.Etappe von dem doch etwas komfortableren Flieger A330 ab Doha bis Male. Die Flugzeit von wiederum 6 Stunden war ebenfalls recht kurzweilig mit dem Unterhaltungsangebot am Sitz sowie freundlicher Bedienung.
Auch in Male standen bereits alle möglichen Reisebegleiter für die weiteren Transfers bereit. An den einfach gestalteten Schaltern wurden die Formalitäten erledigt und die entsprechenden Gruppen zusammengestellt. Dann ging es mit dem Schnellboot auf zum Anantararessort, welches wir in 35 Minuten erreicht hatten. Dort stand nun am Steg das Empfangskommitee, bestehend aus einem Trommler und einem Ressortmanager und begrüßte alle Ankömmlinge persönlich. Sehr angenehm, dass wir uns dort auch in deutscher Sprache verständigen konnten. Nach der herzlichen Begrüßung an der sehr bequemen Rezeption mit einem Begrüßungstrunk zeigte man uns unsere Wasservilla, in welcher das Gepäck bereits angekommen war. Insgesamt gesehen ist es jedoch wirklich eine recht lange Anreise (ca. 16 h mit Wartezeiten) von Deutschland aus.


Die Inseln:

Je nach Geschmack wird man die Anhäufung der Inseln auf dem Atoll begrüßen oder ablehnen, wir fanden diese Konstellation so jedenfalls interessanter als eine einzelne einsame Insel. Jede Einzelne ist in jedem Fall eine Erkundung wert. Negativer Touch dabei ist jedoch die vorhandene Abriegelung der 6-*-Insel Naladhu, auf welcher die dort nicht eingebuchten Urlauber auch nicht erwünscht sind. Auf dieser kleineren Insel (ca. 100 x 150 m) gibt es ca. 20 Strandvillen in der entsprechenden Preisklasse, vielmehr will ich dazu gar nicht ausführen. Die größte Insel ist Anantara (ca. 350 x 150 m) selbst mit ca. 50 Wasserbungalows und ca. 60 Strandbungalows. In diesem Ressort, welches nach dem Tsunamie völlig neu aufgebaut wurde, sind alle Einrichtungen als neuwertig zu betrachten. Die dritte Ressortinsel (ca. 200 x 250 m) ist Veligandhu-Huraa, welche ausschließlich Wasserbungalows (50) hat. Damit hat die Insel auch wieder ihren ursprünglichen Namen zurückbekommen. Zwischenzeitlich wurde sie als Bodu Huraa vermarktet und ist den meisten vermutlich auch nur unter diesem Namen bekannt. In diese Zeit fällt auch hauptsächliche Nutzung durch die Italiener, welche nun nicht mehr gegeben und die Insel insgesamt auch wieder ruhiger geworden ist. Durch einen Steg verbunden sind Veligandhu-Huraa und Naladhu, wobei sich in der Mitte des Steges das Thai-Restaurant Baan-Huraa befindet. Zwischen Anantara und Veligandhu bzw. Naladhu verkehrt ein Bootshuttle (Katamaran für max. 10 Personen), welcher über die Rezeption auch wirklich jederzeit gerufen werden konnte. Die Überfahrt selbst dauert maximal 4 Minuten.
Zur Insellandschaft selbst gehören noch das Gulhi Fushi sowie Marina. Erstere ist eine für besondere Anlässe hergerichtete unbewohnte Insel auf welcher man z.B. ein Extradinner erhalten kann. Angesichts des enormen Preises von 200 $ allein für die Durchführung des Dinners an diesem Ort haben wir jedoch darauf verzichtet und eine Alternative dazu gefunden. Zuletzt soll auch die Versorgungsinsel Marina erwähnt werden. Hier ist das Personal untergebracht, werden alle benötigten Waren angeliefert und der Bootshuttle ist dort ebenfalls stationiert.


Unsere Wasservilla:

Dazu muss ich zunächst voranstellen, dass mir bei der Reisebuchung ein Lapsus unterlaufen ist, welcher wohl nur einem Laien wie mir passieren kann. Nach langer Suche einer geeigneten und bezahlbaren Malediveninsel zu unserem Jubiläum hatten wir uns nach dem Blättern in den Prospekten von Thomas Cook auf diese Insel geeinigt. Eine Buchung zum gewünschten Zeitpunkt war jedoch nur noch über DERTOUR möglich. Der Unterschied war jedoch, dass TC das Ressort auf der Insel Anantara direkt anbot, während DT das Bungalow-Ressort by the Anantara-Ressort verkaufte. So richtig hab ich das erst nach der Buchung gemerkt (man sollte schon vorher alles richtig lesen, aber….) und hab mich dann in allen möglichen Foren sowie direkt beim Ressort unruhig erkundigt. Zu den Unterschieden komme ich noch einmal.
Wir hatten also einen Deluxe-Water-Bungalow auf Bodu Huraa gebucht und waren damit absolut zufrieden. Diese sind etwas kleiner (85 m² zu 110 m²) als die Waterbungalows direkt auf Anantara, bieten jedoch gleichwertigen Komfort. Vom äußeren Erscheinungsbild sind die Bungalows sicherlich nicht mehr so frisch wie die in 2006 direkt auf Anantara neu errichteten, in der Innenausstattung gibt es jedoch keine Differenzen. Das heißt, Flat TV, DVD Player, Surround System mit Anschluss für MP3- Player waren da, Klimaanlage, offenes Bad mit einer übergroßen Wanne und Meerblick, Safe usw. also alles bestens. Dazu eine große Terrasse mit Tisch und Stühlen sowie einem Tagesbett. Eine Etage tiefer gab es noch einmal Sonnenliegen und Sonnenschirm und von hier konnte man dann direkt absteigen ins traumhafte Wasser. Originell sicherlich auch das WC mit Wasserblick, welches Fischbeobachtungen zu jeder Tages- und Nachtzeit ermöglicht. Zum Empfang wurde auch eine Schale mit Obst bereitgestellt, welches wir dann im Laufe der nächsten Tage langsam vernascht hatten. Auch sonst ließ die Ausstattung eigentlich keine Wünsche übrig, die Minibar war gut gefüllt. Die Preise waren identisch mit den Preisen in den Restaurants, so dass man sich beim Zugriff auch nicht zurückhalten musste.
Zur Lage der Bungalows bzw. Aussicht von Bodu Huraa gab es in den Foren schon viele negative Äußerungen, welche ich überhaupt nicht bestätigen kann. Von der Aussicht vermag ich ja der Ansicht noch folgen, dass der Blick nicht ganz frei auf das Meer ist, jedoch wird dies durch die größere Entfernung zur Versorgungsinsel mit dem leider nicht zu überhörenden Generatorgeräusch mehr als wettgemacht.


Die Restaurants und Bars:

Von denen gab es auf dem gesamten Atoll mehr als reichlich. Ich versuche hier mal die kurze Aufzählung:

Insel Name Art Form
Veligandhu 73 Degree Frühstück, Abendbrot Büffet
Veligandhu Baan-Huraa Mittag, Abendessen Menü (Thai)
Veligandhu Dhoni-Bar Snack, Bar
Anantara Aqua-Bar Snack, Bar
Anantara Fuddan-Grill Mittag, Abendessen Karte bzw. Menü
Anantara Fushi-Cafe Frühstück, Abendbrot Büffet
Anantara Terazzo Abendbrot Karte bzw. Menü (Italian)

Wir haben versucht überall die den jeweiligen Zeiten die Formen zu testen und sind letztendlich auch deshalb mit viel zu vielen angefutterten Pfunden nach nur einer Woche zurückgekehrt. Wegen der möglichst einfachen Verpflegungsorganisation hatten wir uns im Vorfeld für Vollpension entschieden. Für die Speisen konnten somit alle Restaurants kostenfrei genutzt werden. Etwas anders sah das schon bei den Getränken aus, welche nun mal nicht Bestandteil einer Vollpension sind. Hier hat sich das sehr hohe Preisniveau tatsächlich bemerkbar gemacht. Die Flasche Wein beginnt bei 60 $, das Bier für 6 $, Cocktails 10 $ und nicht zuletzt auch das Wasser für 5 $. Im Lauf der Zeit kommt da schon eine richtig runde Summe zusammen. Nun mal zu den „Testergebnissen“:
Das Frühstück kann sowohl im 73 Degree als auch im Fushi-Cafe als gleichwertig betrachtet werden.
Selbiges kann man auch zum Abendessen in den genannten Restaurants sagen, wobei im letztgenannten die Auswahl geringfügig größer ist. Für das Mittagessen steht eindeutig der Fuddan-Grill an der Spitze, mit seinen täglich wechselnden Spezials, welche sehr, sehr gut waren. Wenn man dort auch zum Abendessen hin möchte, so ist eine Reservierung zwingend notwendig, da sonst erst wieder ab ca. 21:30 Uhr Einlassmöglichkeit besteht. Selbiges trifft übrigens auf das Terazzo zu. Da uns das so nicht bekannt war, mussten wir an einem Abend einfach wieder umdrehen und eine Alternative suchen. Dies war nun allerdings wieder eine unserer besten Entscheidungen welche wir dort getroffen haben. Der Abend im 73 Degree war nämlich absolute Spitzenklasse. Super Buffet, individuellste Bedienung, klasse Unterhaltung mit dem Personal und das Ganze endete dann mit einem kleinen Fotoshooting.
Für den Ankunftstag hatte ich anlässlich unseres Jubiläums bereits im Vorfeld ein sogenanntes Diner by Design geordert. Ganz, ganz große Klasse dieses Ereignis. Menü vom allerbesten, serviert an weiß gedeckten Tisch und Stühlen, umrandet von vielen Kerzen und Fackel am Strand von Veligandhu. Dazu der Koch und der freundliche Bursche, welcher uns durch den Abend begleitete. Einziger Makel war der manchmal aufkommende stürmische Wind, welcher bei mir zum Teil Erinnerungen an einen Sketch (das Essen verwehte im Winde) aufkommen ließ. Aber meist sorgen ja gerade solche Sachen für die langen Erinnerungen.


Wetter und Pflanzen:

Erwartungsgemäß hatten wir unser Traumklima wirklich vorgefunden. Am Ankunftstag hatte es wohl bis kurz vor unserer Anlandung geregnet und das war dann auch das einzige Wasser von oben, welches in der gesamten Zeit runtergekommen ist. Entsprechend den Vorwarnungen hatten wir uns mit reichlich Sonnenschutzcreme (LSF50 !) eingedeckt und vor dem Ausgang an die Sonne präpariert.
Bei dieser intensiven Nutzung befürchtete ich manchmal schon die ausbleibende Bräunung, welche sich letztlich aber doch einstellte. Und trotzdem hatten wir beide am 3. Tag einen kleinen Sonnenbrand wegen einer „ungeschützten“ Boots- bzw. Schorcheltour. Bei ca. 30 °C Lufttemperatur war es aber nie zu heiß, vermutlich auch wegen der immer vorhandenen Luftbewegung. Das Wasser war eigentlich nur einen sehr kleinen Moment (beim Einstieg) kälter als die Luft, danach merkt man das einfach nicht mehr. Auf allen Inseln gab es reichlich Grün, für mein gärtnerndes Mädel war es die pure Entdeckungsreise. Ein Kokosnusssamen ist nun am Ende auch bis nach Deutschland mitgekommen.


Wasser und was darinnen und drauf ist oder auch nicht:

Wir hatten uns bereits im Vorfeld etwas präpariert und Masken sowie Schnorchel in Berlin gekauft. Maske war insofern erforderlich, da wir als Brillenträger ohne Sehhilfe nur noch eingeschränkt die Umwelt wahrnehmen (Nein, nicht ganz blind aber…) Mein Mädel hatte sich daher Kontaktlinsen beschaffte (Tageslinsen) um mich auch ohne Maske führen zu können und ich ließ mir die optischen Gläser für meine Maske fertigen und einsetzen. Und weil schon im Laden waren haben wir die Schnorchel gleich mitgenommen, damit man dann das eigenen Equipment hat.
Und damit ging es dann ab dem 2.Tag zu unserem allerersten Schnorchelgang ins Wasser. Ein klein wenig Zeit haben wir beide gebraucht um nicht immer wieder Tauchgänge mit Wasseratmung zu machen. Dazu kam dann auch noch ein versuchter laienhafter Wechsel des Mundstücks vom Schnorchel, welcher damit endete, dass das Mundstück in den unendlichen Weiten des Indischen Ozeans landete und bisher nie mehr wieder gesehen wurde. Toller Start, oder? Bin ich also zum DiveCenter und habe mir von dort einen Schnorchel ausgeliehen und auch gleich noch einmal die korrekte Anpassung des Mundstücks erläutern lassen. Schnorchelausrüstung kann man dort übrigens fast vollständig und ganz kostenfrei ausleihen. Haben uns also von dort noch die Flossen mitgenommen.
Ja und nun die nächsten Versuche wurden dann schon besser. Nachteilig waren jedoch die abgestorbenen Korallen am Meeresboden so man den Versuch unternahm darauf zu gehen. Deshalb der Rat an alle Nachfolgenden, welche keine Flossen nutzen: Unbedingt Gummischuhe zum Schnorcheln mitbringen, ist in jedem Falle angenehmer und ungefährlicher. Wir hatten alle beide auch die Nutzung der Flossen versucht aber nachdem wir immer wieder Krämpfe bekamen es am Ende sein gelassen und sind trotzdem bestens geschnorchelt.
Von mir selber hätte ich niemals diese Ausdauer beim Schnorcheln vermutet, aber das Feeling sowie die vorgefundenen Fische und Pflanzen waren einfach fantastisch. Dies hat mit dazu geführt, dass wir in der ganzen Zeit eigentlich nur noch zum Schlafen in unserem Wasserbungalow waren. Ansonsten Touren, Touren, Touren. Wir waren also jeden Tag unter Wasser. Am 3. Tag sind wir zu einer geführten Schnorcheltour (25 € p.P.) mit dem Dhoni nach Biyadhoo geschippert und das war dann schon überwältigend. Gut, dass wir zuvor geübt hatten, denn es ging sofort in die Vollen. Aber diesen Ausblick im Meer am Riff, das kann kein Film ersetzen, das kann ich wohl auch kaum richtig erzählen, das muss man einfach mal erlebt und gesehen haben. Und weil wir so fasziniert waren von dieser Tour haben wir sie am 5. Tag mit dem gleichen Erfolg noch einmal wiederholt.
Eine größeres Unternehmen haben wir uns dann an unserem letzten Tag geleistet. Am Vortag erfuhr ich im Gespräch mit dem Piloten des Chefmanagers der Anantara-Gruppe, welchen ich zufällig in der Dhoni-Bar getroffen hatte, von einem alternativen Schnorchelgang am Hausriff. Also haben wir uns ein Kajak ausgeliehen (ebenfalls kostenfrei) und sind dann zum diesem Standort rausgerudert. Das Kajak haben wir dann mit zwei Bändern an einem Pfahl angebunden und los ging es. Super Aussichten waren das unter Wasser und immer mal wieder einen Kontrollblick zum Liegeplatz des Kajaks geworfen, man weis ja nie. Nach ca. 400 Metern Schnorchelgang noch mal ein Blick und nun? Ist die Erdkrümmung auf dieser Entfernung plötzlich größer geworden? Ich kann jedenfalls nur noch mit Mühe den Pfahl aber kein Kajak sehen. Oh Schreck, verdammt was nun los. So schnell wie wir es nur konnten sind wir zurück zum Pfahl aber außer vielen Wellen in den offenen Ozean ist nichts, aber auch gar nichts von unserem Kajak zu sehen. Völlig ausgepumpt stehen wir nun allein auf dem Hausriff, in weiter Ferne kann man unsere Inseln sehen aber im Gegensatz zum Zeitpunkt der Ausfahrt ist nun kein einziges Boot in Ruf- oder Winkweite. Hilfe, SOS, was machen wir jetzt. Obendrein hatten wir am Kajak unseren Bungalowschlüssel befestigt, damit er beim Schnorchelgang nicht verloren gehen kann.
Ich winke und winke und winke…….. Letztendlich entscheiden wir uns zur Selbstrettung durch schwimmen, schnorcheln und laufen an das rettende Ufer unserer Insel. Das war dann eine Tour von rund 50 Minuten. Mein Mädel nahm Kurs direkt auf unseren Wasserbungalow und hatte am Ende auch Glück, dass der Housekeepingservice gerade bei uns war und sie nach Aufstieg über unsere Leiter dann auch eingelassen wurde. Mein Weg war etwas länger, da ich vom Wellengang auch immer wieder abgetrieben wurde aber endlich landete auch ich am rettenden Ufer. Auf zum DiveCenter und zunächst mal die Lage erläutern und das in der Aufregung mit meine bescheidenen Englisch. Die Mädels haben aber verstanden und die Suche nach dem Kajak sofort eingeleitet. Der nächste Gang ging dann zur Rezeption um das Anliegen an den deutschsprachigen Ressortmanager ebenfalls loszuwerden und einen Ersatzschlüssel zu erhalten. Auf meine Frage zur Anzahl solcher „Unfälle“ bekam ich nun die Information, dass wir gewissermaßen Ersttäter waren. Auch die Rezeption versuchte aber sofort alles Notwendige zur Kajaksuche einzuleiten. Den Schlüssel erhielt ich dann, allerdings mit dem Hinweis, dass die möglicherweise notwendige Neufertigung eines Schlüssels Kosten in Höhe von 50 $ verursacht, welche mir in Rechnung gestellt würden. Zu den möglichen Kosten des Kajaks wollte man sich noch erkundigen (Am Ende sollten dies 1000 $ sein). Was sollte es, ich war zufrieden glücklich angelandet zu sein. Den Rest muss dann eben eine Versicherung regeln, wie auch immer.
Nachdem wir uns im Bungalow erfrischt hatten, orderte ich per Telefon über die Rezeption das Shuttleboot um anlässlich der Rettung noch ein Mittagsmahl zu genießen. Die Order war o.k., noch viel besser war aber die Information, dass das Kajak gefunden worden ist und somit alles wieder bestens. Es war ein rechtes Abenteuer.


SPA, Service und Flair:

Aus den bisherigen Berichten hatte ich entnommen, dass man den Besuch des SPA auf keinen Fall versäumen sollte. Mit diesem Wissen haben wir uns also das SPA vorgenommen und für mein Mädel eine Aromamassage verordnet. Sie war sehr angetan von dieser Behandlung. Ich habe die Zeit für einen Besuch der Dhoni-Bar genutzt. Bei dieser Gelegenheit traf ich auch den Ressortmanager Paolo sowie den bereits erwähnten Chefpiloten. Einige historische Details zu den Inseln hätte ich ohne diese kleine Coffeerunde vermutlich auch nie erfahren. Es war allerdings schon fast ein seltenes Zusammentreffen, denn in der ganzen Zeit hatte man immer das Gefühl, dass nur wenige Urlauber auf der Insel sind. Lediglich zu den Mahlzeiten bekam man im 73 Degree ein paar mehr Menschen zu sehen und das obwohl unsere Insel in den letzten Tagen ausgebucht war. Dieses Gefühl machte den Verbleib auf Veligandhu für uns so angenehm, eben wegen der auch sehr individuellen Bedienung.
Auf der Insel Anantara, welche ebenfalls vollständig ausgebucht war, ist alles insgesamt etwas voller und belebter sicherlich auch wegen der größeren Anzahl der Gäste. In Summe ist es wohl der Mix aus allem, was für uns diesen Urlaub so wunderbar gemacht hat.
Am letzten Tag gab es noch die Maledivien-Night im Fushi-Cafe mit heimischem Gesang und Tanz.
Die Begeisterung mit welcher die exotische Vorstellung erfolgt, lässt sich nur schwer beschreiben. Die Kamera kam somit nicht zur Ruhe und ich habe mindestens für eine Stunde Material mitnehmen können.


Das Ende dieses Berichtes:

Es ist schon verdammt schwer gefallen, am Ende dieser Tage anreisen zu müssen. Wir sind beide keine klassischen Langzeiturlauber (im Regelfall 1 Woche Ostsee) aber dieses Mal wären wir wohl beide gern noch länger geblieben. Mit einem nächsten Jubiläum ergibt sich sicher auch eine nächste Chance, welche wir dann wahrnehmen werden. Und bei den vorliegenden Eindrücken kann dies sehr wohl auch wieder Maledives sein.
Wir sind übrigens ganz planmäßig auch wieder mit Quatar Airways und der Bahn zurückgekommen und die Eindrücke haben sich nun in umgekehrter Reihenfolge auch wiederholt. Halt einen Unterschied gab es schon, als wir losgefahren sind war es nur kühl und trocken bei der Ankunft war in Berlin mehr kalt und richtig nass.


Anfragen:
Wenn da noch Fragen offen geblieben sind, einfach melden.

Pit Taucher

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schmunzeln 14. -21.01.08 Anantara abgenagt
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