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MALEDIVEN FORUM und PROTECT THE MALDIVES FORUM » UNTER WASSER UND FREMDE LAENDER » Reiseberichte-Sammlung andere Laender » Aegypten - Lahami Beach 2006-08-22 - Reisebericht von Klaus81 » Hallo Gast [Anmelden] [Registrieren]
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Zum Ende der Seite springen Aegypten - Lahami Beach 2006-08-22 - Reisebericht von Klaus81 1 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,001 Bewertungen - Durchschnitt: 10,00  
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Text Aegypten - Lahami Beach 2006-08-22 - Reisebericht von Klaus81 Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Das südliche Rote Meer gilt im Allgemeinen als Schnorchelparadies, deshalb waren wir vor 2 Jahren im Flamenco Beach. Es war ganz gut, aber nicht umwerfend. Vom Lahami hatten wir auch gehört, die überall positiven Berichte zogen uns an. Leider fanden wir keinen von einem fanatischen Schnorchler. Das hole ich nun nach.

Der Flug mit Condor war etwas außergewöhnlich, denn ein Pilot mit Entertainerqualitäten machte die Sicherheitsbelehrung selbst und stellte sich dazu sogar in die Passagierreihen. Er war dermaßen gut drauf, dass die Belehrung uns viel zu kurz war, immer wieder löste er Lacher aus. Dann verabschiedete er sich mit dem üblichen Versprechen, dass er sich unterwegs wieder melden würde. Noch nie hat ein Pilot das eingehalten, aber dieser meldete sich über Griechenland, verwies auf Athen, erklärte die griechischen Inseln und kam dann noch mal über dem Nil, wo er verschiedene sehr interessante Dinge erklärte. Und von dem außergewöhnlichen Piloten weiß ich nun nicht mal den Namen!

Bei der Ankunft waren wir erst mal enttäuscht. Der Wüstensand ganz im Süden hat schwarze Einschläge und sieht dadurch schmutzig-grau aus, ein ziemlich öder Anblick. Das Lahami selbst liegt etwas verloren in einem riesigen Baugebiet – was man da noch alles bebauen will, ist furchteinflößend. Glücklicherweise haben die Ägypter seit dem Pyramidenbau ihr Bautempo stark verlangsamt – von Bautätigkeit spürt man gar nichts.
Erwartet hatten wir ein protziges Empfangsgebäude, das aber ist klein und gediegen. Wir wurden sofort in unser Zimmer geführt. Dazu war ein kleiner Spaziergang durch das Gelände erforderlich, da das Hotel aus vielen kleinen Reihenhäusern besteht, sehr nett angeordnet und solide gebaut. Man fühlt sich sofort wohl, alles klein und übersichtlich, die Häuser nur einstöckig, Im Zentrum der Anlage ist eine große Grünfläche, die mit Hibiscus, Bougainville, Frangipani und anderen blühenden Sträuchern bepflanzt ist. Es ist beachtenswert, was da in der Wüste mit hohem Einsatz an Pflanzen herangezogen wurde. Große Falter und einige Vögel haben sich bereits angesiedelt. Vor den Häusern stockwerkhohe Ficusbäume ohne ein einziges gelbes Blatt!
Das Zimmer wie üblich in Ägypten sehr großzügig, wir haben in den zwei Wochen im Hotel nicht den kleinsten Mangel gefunden. Na ja, im holidaycheck bemängelt jemand, dass das Duschwasser auf der Ablage stehen bleibt – mit einem Waschlappen und einem Ritsch hat man das “Problem” behoben. Luxus in der Wüste heißt offenbar Wasserverschwendung, so gibt es im Bad eine sinnlose Badewanne und Badetücher werden täglich gewechselt.
Aber die Enttäuschung beim Blick vom Balkon blieb – vor dem Roten Meer dieser wenig einladende graue Strand.
Das Abendbuffet war hervorragend und erinnerte an die Malediven. Am nächsten Tag dann das erste Erkundungsschnorcheln – wie wird wohl das angeblich intakte Riff aussehen?

An dem Tag fielen alle meine bisherigen Schnorchelrekorde. Ich war über 7 Stunden im Wasser und fast ohnmächtig vor Begeisterung! Zunächst schnorchelten wir am Saumriff entlang, das viel höher ist als am Flamenco, mit einer noch größeren Korallenvielfalt und einem viel besseren Fischbestand. Etliche große Riffstöcke liegen noch vor dem Saumriff und können umschnorchelt werden. Auch die vielen kleinen Buchten verhindern, dass man nachmittags das Riff nur im Schatten sehen kann, wie es am Flamenco der Fall ist. Überall Unmassen von kleinen Schwarmfischen, aber auch große Zackenbarsche, Napoleons, Barrakudas, Drückerfische, Schildkröten...und das in den ersten 2 Stunden. An der Lahami-Bucht wird die Innenseite des Saumriffs zum Hausriff und ist erneut atemberaubend, denn jetzt reichen Feuerkorallen von oben bis unten, und immer sind Unmassen von Fischen am Riff!

In der großen Bucht dann ein sehr langes Hausriff, das erst in der Ferne von den auslaufenden Tauchbooten umfahren werden kann. Bis dahin schnorchelt niemand, denn das Riff ist zerklüftet und bietet vorher für Hin- und Rückweg unbeschreiblich viel. Myriaden kleiner bunter Riffbarsche Meter um Meter, es hört einfach nicht auf! Die größeren Fische an der Riffkante, auch dicht an dicht. Stundenlang schwimmt man durch die Schwärme durch, immer wieder tauchen im blauen Dunst vor einem neue auf. Am Boden findet man hin und wieder einen Napoleon, wenn er einem nicht gleich an der Oberfläche entgegenkommt. Am Riff selbst ein großer Artenreichtum, dazu die wunderbare Korallenwelt ohne jede Todeserscheinung. Liebe Schnorchler – das MÜSST Ihr Euch ansehen, und zwar bevor das Hotel erweitert worden ist und es dort voll wird! Taucher mögen bei Gorgonienwäldern nicht ausflippen, aber im Schnorchelbereich ist das in diesem Umfang wahrscheinlich einmalig.

Auf dem Malediven konnte ich hin und wieder ein Napoleonfoto machen, hier habe ich bei 100 und mehreren Kameravideos aufgehört. Einer am Außenriff sonnte sich stundenlang an der Oberfläche und ließ sich weder durch das Motorboot noch durch das Gruppenschnorcheln vertreiben. Nicht der Napoleon verschwand - wir verschwanden, weil es irgendwann mal genug war.

Nach drei Tagen frischte der Wind etwas auf. Was bei 40 Grad am Strand als sehr angenehm empfunden wird, hat im Wasser unliebsame Folgen: Das Schnorcheln verliert durch eingetrübtes Wasser etwas an Reiz. Zum Glück verbleiben aber immer noch Bereiche mit Klarwasser. In unseren letzten Urlaubstagen setzte leider eine Trübung des gesamten Gewässers ein, so dass auch bei ruhiger See die Sicht stark beeinträchtigt war. Wie immer wenn man keine Erklärung hat, sagt man “Algenblüte” dazu. Am letzten Tag war sie am Saumriff so stark, dass ich wegen “dichten Nebels” umkehren musste – auch ein Glück, denn im Flachwasser wenige Meter vor dem Ufer wollte noch ein Steinfisch abgelichtet werden. Ich habe kein Auge für Drachenköpfe und Steinfische und hätte auch diesen Burschen übersehen, wenn der sich nicht bewegt hätte, weil ich direkt auf ihn zuschwamm. Nicht auszudenken, wenn ich mich neben ihn gesetzt hätte, um die Flossen abzulegen...Aber keine Sorge, das war abseits der üblichen Einstiegsstelle. Trotzdem sollte man beim Startpunkt in der Bucht hinter dem Nordstrand beim Hineinlaufen ins Flachwasser sicherheitshalber an einen möglichen Steinfisch denken.

Der Nordstrand ist der beliebteste Strandabschnitt. Nach 9.00 Uhr sind die Sonnenschirme vergeben. Einmal waren wir zu spät und mussten dadurch zum Mittelstrand unterhalb des Swimming Pools. Dort ist immer Platz, weil es nicht mal grauen Sand, sondern nur harten Boden gibt. Doch wir entdeckten erst dadurch ein weiteres, ganz kleines Riff mit besten Fotomöglichkeiten. Außerdem war der Weg zum Hausriff deutlich kürzer. Wir blieben deshalb bis zum Schluss dort, zumal auch weniger Leute da sind. Während am Nordstrand ein Imbiss existiert, bringt man einem hier Speisen und Getränke an den Sonnenschirm.
Würde am Swimming Pool nicht zeitweise musikalische Berieslung herrschen, wäre auch dieser Platz sehr schön. Der Pool selbst knallesauber und ohne eine Spur von Chlorgeruch. Jedenfalls gibt es für jeden Gast irgendwo einen Sonnenschirm, was im August bei der Sonneneinstrahlung erforderlich ist. Wer aber schon mal im Sommer am Roten Meer war, kennt die wenig schwüle Hitze, die gut auszuhalten ist. Niemand muss sich von 40 Grad Lufttemperatur erschrecken lassen, das klingt nur schlimm.

Die Taucherboote nehmen auch Schnorchler mit. Für uns gab es am Riff genug zu tun, so dass wir über diese Fahrten nichts sagen können. Schnorcheltouren der Reiseveranstalter sind unakzeptabel überteuert, ebenso schimpften Taucher über hohe Preise. Die Tauchspots sollen aber gut sein. Die Preise für Wasser und Snacks im Hotel haben etwa unteres Maledivenniveau.

Das Publikum im Lahami besteht vorwiegend aus Italienern, daneben bemerkten wir Deutsche, Österreicher, Schweizer, Holländer und Spanier. Da es keine Animation gibt, geht es sehr ruhig zu. Erstaunlicherweise haben etliche Gäste nichts mit Tauchen und Schnorcheln im Sinn – besonders Italiener saßen bloß im Wasser und unterhielten sich, schnorchelten höchsten ein paar Meter in der Bucht. Sie ahnten nicht, dass um sie herum immer massig Fische waren. Durch das Flachwasser zog immer ein Schwarm Meeräschen, aber auch kleine Halbschnabelhechte und Tigerbarsche waren ständig um die Leute herum.

Animation: keine
Sport außer Schnorcheln. Tauchen natürlich, Surfen (Kurse möglich), Kraftsportraum, im Nachbarhotel auch Skysurfen

Das Essen hat annähernd Maledivenqualität. Morgens viele Brotsorten und noch mehr Konditoreiwaren, viel Obst, Käse, Wurst und Schinken, Omeletts, English Breakfast, Joghurt, Müsli...
Abends täglich Fisch, Rind, Geflügel und Pasta, Obst und noch mehr Kuchen, viele Salate europäisch angemacht. Eis nur einmal, zweimal ein sehr gutes Grillbuffet. Die Durchfallwahrscheinlichkeit ist bei dem hohen Niveau des Hotels gering. Besonders die Italiener hatten sehr kleine Kinder mit, die waren alle putzmunter und nicht krank. Alter der Gäste von 2 Jahren bis unendlich.
Mal eine Aufzählung des Obstes im Einzelnen, weil es auf den malediven oft Mangelware ist: Es gibt täglich Wassermelone, Honigmelone, Paradiesäpfel, Datteln, Feigen, Weintrauben, Äpfel, Birnen. Am Frühstücksbuffet liegen Scheiben ägyptischer Apfelsinen, die so aromatisch sind wie keine der hier verkauften Orangen. Auch Pampelmusenscheiben - eher süß als sauer - und der Mensch, der das bergeweise weggeschleppt hat, war ich. Wenig beachtet blieb ein außergewöhnlich guter Schinken von Serano- bzw. Parmaqualität, da habe ich auch jeden Morgen unanständig zugelangt. Frauen standen mehr auf einen einzigartigen, mit echter Schokolade gefüllten Kuchen. Der war das einzige Produkt, das irgendwann mal alle war und nicht nachgereicht werden konnte. Sonst ausgesprochen aufmerksame Kellner, deutlich besser als im Flamenco.

Auf dem Malediven wird man zur Trinkgeldgabe sehr direkt animiert, hier überhaupt nicht. Wir gaben zur Rechnung immer unseren Dollar, was uns beim Kellner bekannt machte - viele Gäste vergessen das offensichtlich. Ein Maledivenkellner lässt den Gast das spüren, die Ägypter nicht. Das sollte man wirklich nicht ausnutzen.
Noch beliebter war ich aber bei den Roomboys, weil ich mit denen Arabisch übte. Tauchte ich mittags mal auf, wo sie etwas Zeit hatten, gab es gleich ein großes Hallo und sie freuten sich wie die Kinder über meine Fortschritte. Unterwegs übte ich deshalb schon fleißig, um sie nicht zu enttäuschen.

Fazit: Ob ein Taucher dort gewesen sein muss, weiß ich nicht, für Schnorchler ist das Hotel ein Muss! Es bleibt allerdings nicht viel Zeit - abgetretene Gorgonienzweige am Meeresboden verweisen auf das, was in 10 Jahren passiert sein wird. Hin und wieder wird man von einem Rettungsboot belästigt und gefragt, ob alles o.k. Ist. Mir haben die einen Barrakuda vertrieben, sie sollten mal lieber den Schnorchlern zurufen, mehr Abstand zum Riff zu halten. Wenn erst die Gästezahl durch neue Häuser vervielfacht wurde, wird dieses Kleinod so nicht mehr bestehen.

Der Rückflug erwies sich als sehr anstrengend. Überlanger Bustransfer mit einstündigem Warten vor einem anderen Hotel, Zwischenstopp in Sharm el Sheikh mit langer Tankpause – summa summarum dauerte es vom Hotel bis Flughafen München 11 Stunden. Da sind die Malediven auch nicht weiter entfernt! Der Hinflug war bedeutend flotter, denn Marsa Alam wird zuerst angeflogen. Während man in Sharm el Sheikh ein neues Flughafengebäude fast fertig hat, ist die Notwendigkeit zur Erweiterung für Marsa Alam angesichts der vielen im Bau befindlichen Hotels ebenfalls abzusehen. Jedenfalls war er bei 3 abgehenden Fliegern bereits an der Leistungsgrenze.

Zu Hause klärte sich die totale Eintrübung des Wassers in den letzten Tagen auf: In einem Bildband war die geschlechtliche Vermehrung der Korallen beschrieben, die wenige Tage nach Vollmond einsetzt. Es war wenige Tage nach Vollmond, das Gesprenkel der Wasseroberfläche waren die Koralleneier, ebenso erklärlich der gelbe Schaum am Ufer. Einen Mondkalender vor der Reisebuchung zu Rate zu ziehen ist deshalb gar kein so schlechter Tipp.

Und nochmal, Ihr Schnorchler, falls Ihr es überlesen habt: Lahami MUSS sein – oder Ihr verpasst die beste Destination seit Ras Mohammed!

Fotos vom Hotel sind hier: www.isis-und-osiris.de
22.08.2006 20:42 Klaus81 ist offline E-Mail an Klaus81 senden Homepage von Klaus81 Beiträge von Klaus81 suchen Nehmen Sie Klaus81 in Ihre Freundesliste auf
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