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Geschrieben von Manatee am 30.12.2018 um 17:58:

  Thulhagiri Dezember 2018

Im Dezember besuchten wir zum dritten Mal die Insel Thulhagiri. Bei einem Besuch vor einigen Jahren hatten wir die Insel in guter Erinnerung. Das sollte sich dieses Mal leider ändern.

Der Transfer verlief zügig. Als alle Passagiere da waren, ging es mit dem Schnellboot in 20 Minuten zur Insel. Auf dem Weg dorthin konnten wir sehen, dass Male ganz schön „wächst“. So werden auf der Nachbarinsel ca. 10 Hochhäuser gebaut. Diese sind auch von Thulhagiri aus zu sehen. Am Abend hat man schon fast den Eindruck, auf eine beleuchtete Skyline wie Frankfurt zu schauen. Die „Lichtverschmutzung“ ist entsprechend. Ferner hat der Flugverkehr ganz schön zugenommen.

Wir bekamen den Wasserbungi Nr. 227. Nach Betreten waren wir erstmal entsetzt! Der Bungi war total abgewohnt. Der Holzfußboden sah entsprechend aus. Ferner waren Verschmutzungen an den Wänden mal kurz überpinselt worden, so dass es ein „Flickenteppich“ war. Die Holzterrasse war nicht besser. Hier waren Latten lose, standen über bzw. waren sogar brüchig.



Auf der Terrasse befanden sich zwei Liegestühle aus Kunststoffgewebe. Diese verfügten über keine Lehne und hatten eine Form (siehe Bilder), bei der ein seitliches Liegen oder gar einen Sonnen in Bauchlage nicht möglich war. Es befanden sich keine Stühle auf der Terrasse. So war ein Lesen eines Buches nicht wirklich möglich. Ich sehnte die alten Holzliegen mit verstellbarer Lehne herbei... Nach ein paar Tagen trafen wir die Mitarbeiterin von TUI. Sie konnte erreichen, dass wir zwei Stühle bekamen.



Es gibt auch keine Wäscheleinen mit Klammern mehr (war früher alles vorhanden). Zum Glück hatten wir eine eigene dabei.

Die Treppe vom Bungi ins Wasser hatte einen guten rutschfesten Belag. Leider wurde dieser nie von Algen befreit und stellte eine ziemliche Rutschgefahr dar. Am besten eine Wurzelbürste mitnehmen und diese selber abschrubben.

Als wir der Dame von TUI von den Mängeln berichteten, machte sie keine Anstalten, sich mal den Bungi mit uns gemeinsam anzusehen. Die Dame war erst einige Wochen auf der Insel und nach unserer meiner Meinung etwas überfordert mit den Mängeln. Eigentlich wäre es ja auch Aufgabe des Management, sich mal die Bungis anzusehen.

Später hatten wir über ein anderes Ehepaar Gelegenheit, einen Beachbungi zu sehen. Diese waren alle neu erbaut und super ausgestattet! Da lagen Welten zwischen unserem Bungi und den preiswerteren Beachbungis. Eigentlich sollte es genau andersherum sein. Über einen Kellner konnten wir in Erfahrung bringen, dass geplant ist, die Wasserbungis abzureißen und durch neue Bungis zu ersetzen. Es sollen dann 10 Hütten mehr gebaut werden. Meiner Meinung nach ist die kleine Insel mit derzeit 90 Bungis schon mehr als „zugepflastert“. Die Beachbungis sind sehr eng aneinander gebaut. Es wurde jeder Quadratmeter der Insel genutzt.

Meine Empfehlung, bis zum Neubau keine Wasserbungis zu buchen.

Das Essen war gut und hatte einen guten Geschmack! Die Auswahl war reichlich. Es gibt aber keine Themenbuffets wie auf anderen Inseln. Das Buffet ändert sich nur in Kleinigkeiten. Aber durch die große Auswahl war dies kein Problem. Einziges Manko war, dass viele Speisen nur lauwarm waren. Schade für dieses gute Buffet...

Hervorzuheben sind zwei Personen am Buffet. Zum einen der „Eiermann“. Dieser war dermaßen schnell, fleißig und freundlich, so was hatte ich noch selten auf den Malediven! Schon nach kurzer Zeit wusste er, was für ein Omelette wir wollten. So war dieses schon fertig, bis wir unseren Toast gemacht hatten. Ebenso freundlich und schnell war der Mitarbeiter am Obst. Er konnte gekonnt die Früchte wie Ananas, Melone und Papaya schälen und schneiden! Die Kellner waren bis auf eine Ausnahme zügig und freundlich.

Was man noch verbessern könnte. Die Butter ist in kleinen Portiönchen einzeln in Kunststoff verpackt. Diesen Müll könnte man einfach vermeiden. Wie auf anderen Inseln die Butter aufgeschnitten anbieten. Dies geht ohne jeglichen Müll! Täglich bekommt man zwei Wasserflaschen auf die Bungis.... in Plastikflaschen. Leider hat die Insel keine Abfüllanlage für Trinkwasser.... was da an Plastikmüll zusammenkommt.

Ein GM-Cocktail oder ähnliches wie auf anderen Inseln wäre nicht schlecht, So böte sich die Möglichkeit, sich mit dem GM auszutauschen bzw. auf Mängel anzusprechen etc.

Die Tauchbasis war nur gering ausgelastet, so waren nur wenige oder manchmal gar keine Taucher zu den Bootsausfahrten. Die Preise haben gut angezogen. So kostet ein Bootstauchgang rund 70 $. Neu ist, dass ein Guide nochmal mit rund 6 $ zu Buche schlägt (kein persönlicher Guide, sondern ganz normal). Man muss sagen, dass das Wasser sehr trüb war. Dies hatte ich in den ca. 30 verbrachten Maledivenurlauben noch nicht. Das Wetter war aber in der ganzen Zeit super, also keine Unwetter etc., was dies verursachen hätte können. Das Korallenriff ist leider gänzlich tot! Vor ein paar Jahren hatte es noch bunte intakte Korallen. El Nino lässt grüßen.... Es hatte auch weniger Fisch wie vor ein paar Jahren. Zum Glück hatten wir zweimal kurz einen Manta am Hausriff. Anzumerken ist, dass wir „Kampfschnorchler“ sind und ca. 6 Stunden am Tag im Wasser sind. Dies auch bereits vor dem Frühstück und um die ganze Insel herum.













Zum Schluss noch ein Tipp: Wer gerne ein Radler trinkt und nicht AI hat, sollte nicht ein Radler bestellen, denn dies kostet rund 8 $. Bestellt man ein Sprite und eine Dose Bier, kostet dies zusammen nur 9,24 $ und man hat mit dieser Menge drei Radler machen können!



Geschrieben von seerose am 30.12.2018 um 19:51:

  RE: Thulhagiri Dezember 2018

Hi Manatee,
danke für Deinen Bericht über Thulhagiri.
Wir waren 2015 auf der Insel und da war das Riff noch wunderschön-mit grossen Tischkorallen-mir hat das Riff von Thula im Vergleich zu anderen Inseln am besten gefallen.Es ist so furchtbar traurig wenn man die Zerstörung der Riffe erlebt-mir geht es so.
Es entstehen immer neue Hotelinseln-so auch mehr Flugverkehr.
Die Welt wird immer kleiner. Die Wissenschaftler sagen,dass bis Februar 2019 wieder ein El Nino entsteht zu 80%-dieser soll zwar nicht mehr so stark ausfallen wie der 2015,2016-aber zusammen mit der globalen Erwärmung kann das auch grössere Auswirkungen haben.
Ich möchte nächstes Jahr auch wieder gerne auf die Malediven fliegen-vielleicht ein letztes Mal-ich weiss es nicht.

Liebes Grüssle Seerose
Doktorfisch



Geschrieben von Mungo7 am 30.12.2018 um 22:43:

  RE: Thulhagiri Dezember 2018

Liebe Manatee Rose

Danke für Deinen ausführlichen Reisebericht. Da ich nicht wusste, an welchem Tag Ihr nach Hause geflogen seid, habe ich das heutige Datum verwendet unschuldig
Herzliche Grüße und einen guten Rutsch in's neue Jahr!



Geschrieben von Napoleonfisch am 07.01.2019 um 14:07:

  RE: Thulhagiri Dezember 2018

Hallo Manatee,
vielen Dank für Deinen informativen Bericht. Ich verfolge seit langem die Entwicklung auf den Malediven und leider entwickeln sie sich insgesamt betrachtet immer mehr zum Negativen. Damit meine ich jetzt nicht die Zerstörung der Korallen, die ist ja durch den Klimawandel menschengemacht. Aber dass man viel Geld für einen Wasserbungalow ausgibt, der dann alles andere als zufriedenstellend ist, das finde ich unverschämt. teuflisch .
Freunde von mir waren am Roten Meer schnorcheln und berichten von wunderschönen Korallen. Ist das nicht merkwürdig?
LG Napoleonfisch



Geschrieben von Mungo7 am 07.01.2019 um 15:27:

  RE: Thulhagiri Dezember 2018

Hi Manatee Rose

Aber Deine Fotos vom Oktopus und vom Schwarzspitzenhai sind wunderschön!



Geschrieben von Manatee am 07.01.2019 um 18:17:

  RE: Thulhagiri Dezember 2018

Unterwasserfotografie und Videos sind eine Leidenschaft von mir. Hätte da noch mehr im "Angebot", aber das würde das Forum sprengen schmunzeln

Der Zustand der Bungis war wirklich übel. Nur die Beachbungis waren top, weil halt neu gebaut. Bin gespannt wie die auf Angaga sind.... ist ja der gleiche Pächter. Die Bungis sollen aber in einem besseren Zustand sein.


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